Netzbetrieb

Media Broadcast steigt ins 5G-Geschäft ein

Der Netz­betreiber Media Broad­cast steigt ins Geschäft mit der nächsten Mobil­funk­genera­tion 5G ein und zeigt auf den Münchner Medi­entagen in einem Live-Show­case 5G-fähige Lösungen für die TV-Produk­tion im Rahmen eines soge­nannten "Campus-Netzes".
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Der Netz­betreiber Media Broad­cast steigt ins Geschäft mit der nächsten Mobil­funk­genera­tion 5G ein und zeigt auf den Münchner Medi­entagen vom 23. bis 24. Oktober in einem Live-Show­case 5G-fähige Lösungen für die TV-Produk­tion. Dazu hat Media Broad­cast auf dem Messe­gelände ein eigenes Mobil­funk-Test­netz aufge­baut, das ein zukünf­tiges, so genanntes 5G-Campus­netz für TV-Produ­zenten simu­liert. Sobald die entspre­chenden Frequenzen im 3,7-3,8 GHz Bereich zur Verfü­gung stehen, plant der Kölner Provider, sein Service­port­folio um 5G zu erwei­tern.

Über­tragung mit unter­schied­lichen Kameras

Media Broadcast beteiligt sich an 5GMedia Broadcast beteiligt sich an 5G Beim Münchner Show­case kommen bis zu vier unter­schied­liche Kameras, von der profes­sionellen TV-Kamera bis zum Smart­phone und ein Über­tragungs­wagen zum Einsatz. Über­tragen werden die TV-Signale in die Regie über eine kommer­zielle 4G/5G-Basis­station. Der Media Broad­cast-Partner für den Show­case, Smart Mobile Labs aus München, ergänzt den Test­aufbau um laut Netz­betreiber "inter­essante Live-Meta­daten" mit eigenen Sensoren und einer Smart­phone App mit Real­time-Statistik-Einblen­dungen. Da aktuell noch keine lokalen 5G-Frequenzen im 3,7- bis 3,8-GHz-Bereich zu Test­zwecken zur Verfü­gung stehen, wird für die Demo ein 20 MHz-Träger auf einer Test­frequenz von 2,3 GHz mit LTE-Advanced verwendet.

"Für Sende­anstalten, Produ­zenten und Veran­stalter werden sich mit der Verfüg­barkeit von 5G-Frequenzen für eigene Campus­netze schon bald rele­vante Anwen­dungs­bereiche eröffnen. Wir nutzen die Münchner Medi­entage, um mit der Branche die aktu­ellen und zukünf­tigen Kunden­bedürf­nisse bezüg­lich des Einsatzes 5G-basierter Lösungen zu disku­tieren. Die neue Technik bietet viel Poten­zial etwa für den Einsatz draht­loser Kameras und Equip­ments und für die draht­lose Über­tragung der TV-Signale in die Regie“, erläu­tert Arnold Stender, Geschäfts­führer der Media Broad­cast.

Stender fährt fort: "Wir schauen uns als führender Service­provider sehr genau das Poten­zial von 5G für die Rund­funk­branche an. 5G Broad­cast ist ein span­nendes Zukunfts­thema, das auf Grund tech­nischer und regu­lato­rischer Hürden und fehlender Geschäfts­modelle voraus­sicht­lich aber noch viele Jahre brau­chen wird, bis die Technik für die terres­trische Verbrei­tung von linearem TV in Betracht kommt.

Dagegen sehen wir bereits mittel­fristig ein Markt­poten­zial für 5G-Campus­lösungen für TV-Sende­anstalten und bei Über­tragungen größerer, auch tempo­rärer Events. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, unser bestehendes Glas­faser- und satel­liten­basiertes Event Broad­casting Port­folio um 5G-Campus­lösungen zu erwei­tern. Von der Bean­tragung der Frequenz über die Frequenz- und Netz­planung bis hin zum Betrieb und der Wartung und Instand­haltung können wir unsere Kunden dabei unter­stützen."

Wenn man beim Formel-1-Rennen auf der Tribüne am Smart­phone live im Cockpit mitfahren kann, läuft im Hinter­grund 5G. Den ersten Schritt zur Nutzung der neuen Mobil­funk­genera­tion bei TV-Produk­tionen zeigte Media Broad­cast nun wie ange­kündigt auf den Medi­entagen München.

In Hannover erläu­terte die BNetzA kürz­lich einige der Bedin­gungen, die Bewerber um eine 5G-Campus-Lizenz erfüllen müssen.

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