Planung

maxdome-Filme gratis im ICE ansehen

Für das Jahr 2017 hat sich die Bahn einiges vorgenommen. ICE-Fahrgäste sollen auf eine Gratis-Auswahl an Filmen des VoD-Diensts maxdome zugreifen können.
Aus Berlin berichtet
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Im Rahmen der Modernisierung in den ICE-Zügen und des Bordangebots, die auch den Ausbau des WLAN-Zugangs einschließt, wird die Bahn ab Anfang 2017 Videos von maxdome kostenfrei für ICE-Fahrgäste bereitstellen. Wir zeigen auf, wie Nutzer auf den Dienst zugreifen können.

2017: ICE-Fahrgäste können kostenfrei auf Filmauswahl zugreifen2017: ICE-Fahrgäste können kostenfrei auf Filmauswahl zugreifen Die Bahn wird je nach gewählter Abteilklasse unterschiedlich schnelles WLAN-Internet in ihren Zügen bereitstellen. Während Nutzer in der 1. Klasse auf eine Bandbreite von über 1 MBit/s zugreifen können und beim ungedrosselten Trafficverbrauch nicht eingeschränkt werden, profitieren Anwender mit einem Fahrschein der 2. Klasse nur eingeschränkt von dem neuen WLAN-Angebot: So surfen die Fahrgäste mit weniger als 1 MBit/s und werden ab einem täglichen Datenverbrauch von 200 MB gedrosselt. Vorgesehen ist eine Drosselung der Anbindung auf über 128 kBit/s, wie wir bereits in einer separaten Meldung berichteten.

Natürlich reicht diese Geschwindigkeit keinesfalls für Videostreaming aus. Um Nutzern dennoch den Filmgenuss während der Bahnfahrt zu ermöglichen, stellt der DB-Konzern ausgewählte Filme und Serien von maxdome zum kostenfreien Abruf zur Verfügung. Geplanter Start ist Anfang 2017. Das Ansehen der Filme wirkt sich dabei nicht auf das Datenvolumen aus, da die Videos auf Festplatten im Zug lagern und somit lokal abgerufen werden. Im kostenfreien Basisangebot kann der Anwender zwischen über 50 Titeln wählen, wobei neben Action- auch Kinderfilme bereitstehen sollen. Mindestens ein Film soll über "Blockbuster"-Qualitäten verfügen. Für die nötige Abwechslung soll die Bibliothek monatlich ausgetauscht werden. Die Inhalte sollen allerdings laut Bahnangaben nur in SD-Qualität zum Abruf bereitstehen. Aus einem Gespräch mit einem Produktmanager nehmen wir mit, dass die Entscheidung wohl auch deswegen getroffen wurde, weil es auf den kleinen Smartphone- und Laptop-Bildschirmen "kaum einen Unterschied" mache.

So können Nutzer auf das Angebot zugreifen

Zugriff auf maxdome-Angebot per Webbrowser oder angepasster Player-App fürs SmartphoneZugriff auf maxdome-Angebot per Webbrowser oder angepasster Player-App fürs Smartphone Um per ICE-Portal auf das Gratis-Angebot von maxdome auf dem Laptop zuzugreifen, ist der Google Chrome erforderlich. Nach aktuellem Stand würde nur dieser die nötigen Voraussetzungen für das Rechtemanagement mitbringen, so die Bahn, ob später weitere Browser unterstützt werden ist noch unklar. Alternativ können Nutzer auf dem Smartphone mit Android oder iOS die Applikation maxdome onboard vom internen Netzwerk des ICE-Zuges herunterladen. Dabei handelt es sich um eine spezialisierte Anwendung, die Anwendern Zugriff auf das angepasste maxdome-Angebot im ICE erlaubt. Wer bereits über eine Bezahlmitgliedschaft bei maxdome für monatlich 7,99 Euro verfügt, kann zudem auf eine Bibliothek mit etwa 1000 Videoinhalten zugreifen, die ebenfalls auf einer lokalen Festplatte im ICE lagern und deren Abruf sich folglich nicht auf den Datenverbrauch auswirkt.

Wer über kein maxdome-Abo verfügt und das Angebot nur einmalig in Anspruch nehmen möchte, soll ab dem 2. Quartal 2017 ein Pay-per-View-Angebot nutzen können. Dabei wird dann je nach Film eine Einmalgebühr zwischen 2,99 und 4,99 Euro fällig.

Auf unserer Testfahrt mit dem ICE 4, der komplett mit der neuen WLAN-Technik ausgerüstet ist, konnten wir uns selbst noch keinen Eindruck von dem maxdome-Angebot machen. Laut dem Produktmanager der Bahn wurde der Dienst allerdings schon mit einem zweiten ICE desselben Typs erprobt. Es bleibt übrigens spannend, welche weiteren Inhalte ihren Weg in das ICE-Portal finden werden. So hatte ein Pressesprecher gegenüber teltarif.de bestätigt, dass der Zugang für Drittanbieter künftig noch einfacher werden soll und das Portal durchaus den Marktplatz-Charakter eines App-Stores erhalten könnte.

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