Fahrdienstleister

Google-Mutter will bei Lyft einsteigen

Das Geschäft mit Fahrdienstleistern als Konkurrenten zu klassischen Taxi-Dienstleistern ist von zwei großen Konkurrenten beherrscht: Uber und Lyft. Bei letzterem will nun Alphabet, Googles Mutterkonzern, im großen Stil einsteigen.
Von mit Material von dpa
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Lyft FahrdienstleisterFahrdienstleister Lyft darf sich über eine gehörige Finanzspritze freuen Die Google-Mutter Alphabet will laut Medien­berichten groß beim Uber-Konkurrenten Lyft einsteigen. Es könne um einen Betrag von einer Milliarde Dollar gehen, schrieben der Finanz­dienst Bloomberg und das Wall Street Journal. Ein solcher Deal würde die Fronten in dem Mobilitäts­geschäft noch einmal verschieben: Alphabet ist auch ein bedeutender Investor bei Uber - streitet mit dem bekanntesten Fahrdienst-Vermittler aber zugleich vor Gericht um Roboterwagen-Technologie.

Alphabet wäre nicht der erste Investor, der versucht, sich Anteile an mehreren Fahrdienst-Anbietern zu sichern. So ist der japanische Technologie-Konzern Softbank bereits an mehreren Uber-Konkurrenten beteiligt. Jetzt will die Firma dem Wall Street Journal zufolge auch bis zu 22 Prozent an Uber erwerben und dafür rund 10 Milliarden US-Dollar in die Hand nehmen. Im Gespräch sei eine Auktion, bei der Softbank Anteile heutiger Investoren kaufen könnte, hieß es.

Das wäre die bisher größte Einzel­investition in ein Start-up. Für Uber, das in früheren Finanzierungs­runden bereits mit bis zu 69 Milliarden US-Dollar bewertet wurde, würde das aber einen deutlichen Preis­abschlag bedeuten. Einige Investoren sorgten sich deshalb, dass dies den anvisierten Börsen­gang erschweren könnte. Zugleich war Uber zuletzt immer wieder von Skandalen erschüttert worden, wie eine manipulierte Smartphone-App oder angeblich geklaute Technologie, die sich auch auf das Ansehen des Dienstes bei den Kunden auswirkten. Und einige Uber-Investoren argumentierten, dass Softbank das Geld sonst in Rivalen stecken könnte.

Ambitionierte Taxi-Konkurrenz

Seit 2012 ist das Unternehmen Lyft mit Sitz im kalifornischen San Francisco auf dem Markt aktiv. Über die Jahre hat sich das Unternehmen als Konkurrenz zu Taxi-Dienstleistern aufgebaut, der in über 300 US-Städten aktiv ist und monatlich über 18,7 Millionen Fahrten vermittelt. Dazu ist eine Smartphone-App notwendig, um den nächst­gelegenen freien Fahrer zu finden und für seine Fahrt zu reservieren.

Im Gegensatz zu klassischen Taxi-Apps, kann man über die Lyft-App vorab Informationen sowie Bilder zum Fahrer und seinem Fahrzeug erhalten, sowie eine Bewertung von früheren Fahrgästen. Bezahlt wird entweder per Kredit­karte oder einem Bezahl­dienst (Apple Pay, Android Pay, PayPal).

Was Lyft ebenfalls von der Konkurrenz unterscheidet, ist der Ansporn zur Konversation während der Fahrt. So können sowohl Fahrer als auch Fahrgast Interessen in ihrem Lyft-Profil hinterlegen wie Musik­vorlieben, woher sie kommen und andere Dinge, um die Fahrt kurzweilig zu gestalten.

Lesen Sie in einer weiteren Meldung, warum Konkurrent Uber die Entwicklung selbst­fahrender Taxis vorübergehend ausgesetzt hat.

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