über den Wolken

Lufthansa startet WLAN-Internet und Mobilfunk im Flugzeug

Umrüstung der Langstrecken-Flugzeuge für FlyNet bis Ende 2011 vorgesehen
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Nach dem Aus des früher von Boeing reali­sierten Internet-Zugangs im Flug­zeug hatte sich die Luft­hansa um einen neuen Koope­rati­onspartner bemüht, um erneut den Passa­gieren auf Lang­stre­cken-Flügen einen Internet-Zugang zur Verfü­gung stellen zu können. In der Pana­sonic Avio­nics Corpo­ration hat Luft­hansa inzwi­schen einen solchen Partner gefunden, so dass die Flug­gäste damit rechnen können, in abseh­barer Zeit wieder über den Wolken online gehen zu können.

Wann genau FlyNet, wie sich das Angebot, das nun auch Mobil­funk-Dienste umfasst, erneut startet, verrät Luft­hansa noch nicht. In einer Kunden­zeit­schrift teilte das Unter­nehmen aber mit, bis Ende nächsten Jahres den über­wiegenden Teil seiner Lang­stre­cken-Flug­zeuge entspre­chend umzu­rüsten. Dabei werden die Flug­zeuge jeweils mit einem WLAN-Access-Point und einer Mobil­funk-Pico­zelle ausge­stattet. LufthansaComeback für Lufthansa FlyNet

Weiter keine Handy-Tele­fonate im Flug­zeug

Wer darauf hofft, auf Luft­hansa-Flügen künftig auch mit dem Handy tele­fonieren zu können, wird aller­dings enttäuscht. Tele­fonate will die Flug­linie tech­nisch blockieren lassen, um Passa­giere, die Ruhe suchen, nicht zu stören. Möglich seien aber der Versand und Empfang von SMS- und MMS-Mittei­lungen sowie die Nutzung mobiler Daten­dienste.

Der WLAN-Internet-Zugang soll Band­breiten zwischen 5 und 50 MBit/s bieten. Über die Online-Verbin­dung werden alle gängigen Dienste inklu­sive VPN-Zugängen in Firmen­netz­werke ange­boten. Denkbar ist, dass auf diesem Weg auch Tele­fonate möglich sind. Früher war es über FlyNet zumin­dest möglich, Skype zu verwenden.

Pana­sonic Avio­nics Corpo­ration ist für die sons­tige tech­nische Infra­struktur verant­wort­lich. Dabei wird die Verbin­dung zwischen den Boden­stationen und den Flug­zeugen über geosta­tionäre Satel­liten herge­stellt, die sich in 36 000 Kilo­meter Höhe über dem Äquator befinden.

Stän­dige Verbin­dung zwischen Flug­zeug und Satellit erfor­derlich

Als beson­dere Heraus­forde­rung bezeichnet die Luft­hansa Verbin­dungen zu Flug­zeugen, die sich in der Nähe der Pole aufhalten. Zudem sei ein stän­diger Sicht­kontakt zwischen Flug­zeug und Satellit erfor­derlich. Sobald der Kontakt zu einem Satel­liten abbreche, werde auto­matisch und unter­brechungs­frei auf den nächsten Satel­liten umge­schaltet.

Span­nend bleibt die Frage, wann Luft­hansa den neuen FlyNet-Dienst auf welchen Stre­cken anbieten wird und zu welchen Preisen der Internet-Zugang und die Mobil­funk-Dienste ange­boten werden. Sollte sich der WLAN-Zugang jeder­zeit nutzen und beispiels­weise per Kredit­karte abrechnen lassen, könnten für den Mobil­funk-Service auch Roaming-Abkommen mit dem Heimat­netz­betreiber des Kunden erfor­derlich sein, wenn das Netz nicht über einen Provider reali­siert wird, der ohnehin über entspre­chende Koope­rationen mit Mitbe­werbern verfügt.

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