Themenspecial Reise und Roaming Über den Wolken

Bericht: Lufthansa startet mit Handy-Nutzung im Flugzeug

Lufthansa startet in Kürze mit einem Service, der die Handy-Nutzung auf Langstreckenflügen ermöglicht. Kooperationspartner ist AeroMobile. Wir verraten Ihnen, welche Mobilfunkdienste an Bord der Flugzeuge unter welchen Voraussetzungen angeboten werden und welche Angebote auch in Zukunft tabu bleiben.
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Seit einigen Jahren bietet die Luft­hansa WLAN-Hotspots auf ihren Lang­stre­cken­flügen an. Gemeinsam mit der Deut­schen Telekom wird dieses FlyNet genannte System in allen Maschinen, die bei inter­konti­nentalen Flügen zum Einsatz kommen, einge­richtet. Nun soll auch die Handy-Nutzung über den Wolken folgen. Diese wurde eben­falls schon vor geraumer Zeit in Aussicht gestellt. Die Umset­zung dauerte offenbar etwas länger als zunächst gedacht.

Wie das Online­magazin ZDnet berichtet hat die Flug­gesell­schaft die tech­nischen Vorbe­reitungen bei ersten Maschinen abge­schlossen, so dass in Kürze der Regel­betrieb beginnen könne. Aller­dings wird es bis auf weiteres ein Glücks­spiel sein, einen Flug zu erwi­schen, auf dem der Service auch tatsäch­lich genutzt werden kann. Dem Bericht zufolge startet Luft­hansa mit nur acht umge­rüsteten Flug­zeugen.

Preise noch unklar

Lufthansa startet mit Handy-Nutzung im FlugzeugLufthansa startet mit Handy-Nutzung im Flugzeug Keine Infor­mationen gibt es dazu, in welchem Zeit­rahmen der Konzern weitere Flug­zeuge für die Handy-Nutzung umrüstet. Koope­rati­onspartner der Luft­hansa ist AeroMobile. Dieses Unter­nehmen verfügt wiederum über Roaming-Abkommen mit terres­trischen Mobil­funk­netzen. Somit gleicht der Dienst tech­nisch gesehen einer ganz normalen Auslands­nutzung des Mobil­tele­fons. Nur die Nutzungs­preise, die für deut­sche Kunden noch nicht bekannt sind, dürften deut­lich höher sein - ähnlich wie bei den Schiffs­netzen auf hoher See.

AreoMobile verfügt nach eigenen Angaben über Roaming-Verträge mit der Deut­schen Telekom, E-Plus und o2. In einer Pres­semit­teilung wird - anders als auf der Webseite - auch Voda­fone als Roaming­partner genannt. Zudem verrät der Netz­betreiber, dass der Dienst zunächst auf Stre­cken ab München und Frank­furt ange­boten werden soll.Luft­hansa rüste Flug­zeuge vom Typ A330-200, A330-300, A340-300, A340-600, B747-400, B747-800 und A380 für den Mobil­funk-Service um.

Tele­fonate verboten

Tech­nisch ermög­licht AreoMobile Sprach­tele­fonate. Diesen Dienst will Luft­hansa aber nicht anbieten, so dass die Handy-Nutzung auf den Austausch von SMS-Mittei­lungen und Daten­dienste beschränkt ist. Darüber hinaus sorge die Besat­zung der Flug­zeuge dafür, dass Anwender ihr Handy nur im Lautlos-Modus einsetzen, um andere Passa­giere nicht zu stören.

Nicht bekannt ist, wann genau Luft­hansa den Handy-Service startet. Ein passender Termin könnte die Reise­messe ITB sein, die Anfang März in Berlin statt­findet. Bis dahin dürfte es auch weitere Details zu Stre­cken und Preisen für Roaming-Service von AreoMobile geben.

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