LTE auf Rädern

Vodafone, Bosch und Huawei testen LTE-V2X in neuer Spezifikation

Vodafone, Bosch und Huawei koope­rieren für die Realisierung von LTE-V2X auf Deutschlands Straßen. Derzeit finden entsprechende Feld­versuche auf dem Test­feld Auto­bahn A9 statt. Das Ver­fahren soll den Straßen­verkehr sicherer gestalten.
Von Andre Reinhardt
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Autobahn A9Vodafone, Bosch und Huawei kooperieren für LTE-V2X auf deutschen Straßen Der Mobil­funk soll Deutsch­lands Straßen sicherer machen. Hierzu testen derzeit Vodafone, Bosch und Huawei die Techno­logie LTE-V2X (Vehicle-to-everything). Die direkte Kommuni­kation zwischen kompa­tiblen Fahr­zeugen soll den Verkehrs­fluss opti­mieren und die Unfall­rate senken. Als Schau­platz für die aktuell statt­findenden Live­tests dient das Test­feld Auto­bahn A9 nahe der Gemeinde Allers­hausen in Ober­bayern. Vodafone umschreibt LTE-V2X als "doppelten Boden" für den ver­netzten Straßen­verkehr. Die Vorgehens­weise und Anwendungs­szenarien werden eben­falls geschil­dert.

Vernetzter Straßenverkehr mit neuester LTE-V2X-Technik wird erprobt

Der Düssel­dorfer Netz­betreiber Voda­fone, die Robert Bosch GmbH und der chine­sische Tele­kommu­nika­tions­aus­rüster Huawei packen gemeinsam mit an, um die vierte Mobil­funk­genera­tion auf Deutsch­lands Straßen zu etablieren. Die drei Unter­nehmen bekunden, dass erstmals in Europa der neueste Stand der LTE-V2X-Spezi­fikation zum Ein­satz kommt. Momentan wird das Breit­band­verfahren für die Fahr­zeug­ver­netzung von inter­nationalen Gremien spezi­fiziert.

Auf dem Test­feld Auto­bahn A9 finden die Versuche statt, die den Praxis­nutzen der 4G-Mobil­funk­kommu­nika­tion auf den Straßen demons­trieren sollen. Die vern­etz­ten Autos über­tragen dabei Angaben wie Position, Geschwindig­keit oder einen Spur­wechsel umgehend an alle anderen Fahr­zeuge inner­halb von 320 Metern.

LTE-V2X-Test: Die Aufgabengebiete von Vodafone, Huawei und Bosch

Durch die schnelle und ver­zögerungs­freie Über­tragung sollen die Unfall­rate gesenkt und der Verkehrs­fluss effi­zienter gestal­tet werden. Hierfür instal­lierte Vodafone ein Mobil­funk­netz mit hoher Perfor­mance auf der Test­strecke.

Huaweis Aufgabe ist die Bereit­stellung der Mobil­funkmodule für die einge­setzten Fahr­zeuge. Darüber hinaus instal­liert der chine­sische Konzern die Kommu­nika­tions­technik in den jewei­ligen Basis­stationen. Das in Gerlingen bei Stuttgart ansässige Unter­nehmen Bosch kümmert sich indes um die Soft­ware und den Einbau der Mobil­funk­module in die Fahr­zeuge.

Anwendungsszenarien beim LTE-V2X-Test

Die Feld­versuche auf der A9 legen den Fokus auf den Ein­satz der Mobil­funk­technik als Echt­zeit-Warn­system. Hierbei tauschen die Auto­mobile permanent Informa­tionen aus. Diese bein­halten unter anderem die Ge­schwindig­keit und die aktuelle Position. Wenn sich bei einem Spur­wechsel ein Auto mit hohem Tempo so annähert, dass ein Unfall wahr­schein­lich ist, wird eine Warnung an den Fahr­zeug­führer gesendet. Weitere Funk­tionen, wie etwa eine Warn­meldung bei unvorher­seh­barem Bremsen eines voraus­fahrenden Autos, sollen eben­falls erprobt werden. All diese Sicher­heits­features können von der schnellen Daten­übertra­gung über LTE-V2X profi­tieren.

Alles Wissens­werte rund um die vierte Mobil­funk­genera­tion erfahren Sie im LTE-Ratgeber von teltarif.de.

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