4G

Telekom, Vodafone, o2: LTE-Ab­deck­ung im Vergleich

Die Telekom bietet die größte LTE-Netzabdeckung in der Fläche. Dafür legte Telefónica in den vergangenen drei Jahren ordentlich zu. Wir fassen die Auswertung der offiziellen Netzabdeckungskarten zusammen.
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LTE-Netzabdeckung im VergleichLTE-Netzabdeckung im Vergleich Die deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber veröffentlichen auf ihren Webseiten offizielle Netzabdeckungskarten. Hier haben Interessenten die Möglichkeit, zu überprüfen, wie der LTE-, UMTS- oder GSM-Empfang beispielsweise an den Orten ist, an denen sie sich überwiegend aufhalten. Zwar dürfte es sich jeweils um ein "Best-Case-Szenario" handeln. Dennoch liefern die offiziellen Netzkarten gute Anhaltspunkte zum jeweiligen Ausbau.

Das Onlineportal allnet-flatrate.net hat die Abdeckungskarten der Deutschen Telekom, von Vodafone und Telefónica miteinander verglichen. Die gleiche Untersuchung wurde auch schon vor drei Jahren vorgenommen, sodass das Portal auch eine Aussage speziell zum Ausbau im Zeitraum von 2015 bis 2018 treffen konnte. Darüber hinaus wurde ermittelt, welcher Anbieter in den vergangenen drei Jahren den meisten 4G-Zuwachs in die Fläche bekommen hat.

Telefónica legt am meisten zu

Wie berichtet bietet Telefónica mit seinem LTE-Netz gemäß der Auswertung der Netzabdeckungskarte auf der o2-Webseite derzeit einen Versorgungsgrad von 66 Prozent der Fläche Deutschlands. Damit liegt der Münchner Telekommunikationsdienstleister weit hinter seinen Mitbewerbern. Geht es allerdings um den Zuwachs im Zeitraum von 2015 bis 2018, so hat er mit einer Steigerung um 17 Prozentpunkte sogar die Nase vorn.

Vodafone kommt den Angaben zufolge auf eine Steigerung um zwölf Prozent, die Deutsche Telekom nur um sieben Prozent. Dabei gilt es aber auch zu berücksichtigen, dass der Ausbaustand des LTE-Netzes der Telekom und von Vodafone vor drei Jahren schon deutlich weiter fortgeschritten war als die Abdeckung von Telefónica. Andererseits hat gerade die Telekom mit der Ankündigung, LTE 900 im Laufe von zwei Jahren an alle Standorte zu bringen, an denen das GSM-Netz ausgebaut ist, recht große Pläne geäußert, die zumindest jetzt, zur "Halbzeit" nur bedingt verwirklicht werden konnten.

Telekom mit 93 Prozent Flächenversorgung

Auch wenn die Telekom in den vergangenen drei Jahren weniger in die Fläche zugelegt hat als ihre Mitbewerber, verfügt sie der Studie von allnet-flatrate.net zufolge doch über das 4G-Netz mit der besten Abdeckung. Lag diese 2015 bereits bei 86 Prozent, so werden mittlerweile sogar 93 Prozent erreicht. Vodafone steigerte sich in den vergangenen drei Jahren von 75 auf 87 Prozent und kann damit annähernd mit der Telekom mithalten.

Telefónica hatte vor drei Jahren nicht einmal ganz die Hälfte der Fläche Deutschlands (49 Prozent) mit LTE abgedeckt. Mittlerweile sind es immerhin 66 Prozent. Vor allem in ländlichen Regionen gibt es aber noch große Defizite, zumal das Unternehmen im Zeitraum von 2015 bis 2018 vor allem die Abdeckung in Städten, Ballungszentren und auf Verbindungsstraßen dazwischen verbessert hat.

In einer weiteren Meldung lesen Sie, wie die deutschen Mobilfunknetze im Vergleich mit den Anbietern in Österreich und der Schweiz abschneiden.

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