LTE-Tarife

Allnet-Flatrates mit LTE für maximal 20 Euro im Überblick

Drillisch ist der Platzhirsch, wenn es um Allnet-Flats mit LTE geht. Aber auch ein Netzbetreiber vermarktet ein passendes Angebot für maximal 20 Euro im Monat. Ein Sonderfall sind Allnet-Flats im E-Plus-Netz, denn hier greift eine spezielle Highspeed-Aktion. Wir geben einen Überblick über Allnet-Flats mit LTE.
Von Rita Deutschbein
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Mit Allnet-Flatrates können Kunden zum monatlichen Festpreis telefonieren und im Internet surfen. Besonders gefragt sind derzeit Allnet-Flats mit LTE, da der schnelle Datenstandard deutschlandweit immer mehr im Kommen ist. LTE bietet im Vergleich zu UMTS höhere Geschwindigkeiten beim mobilen Surfen vor allem auch außerhalb der Städte, geringere Latenzzeiten (Ping) und auch die Funkzellen sind meist weniger überlastet. Entsprechende Tarife, die gleichzeitig auch bezahlbar sind, sind jedoch dünn gesät. Im Folgenden geben wir einen Überblick zu Allnet-Flatrates, die die Nutzung von LTE ermöglichen, aber nicht mehr als 20 Euro im Monat kosten. Dabei haben wir uns vor allem auf eine Auswahl der dauerhaft erhältlichen Angebote konzentriert und Aktionstarife mit beschränkter Verfügbarkeit ausgeklammert. Meldungen über günstig erhältliche Aktionstarife mit LTE finden Sie in regelmäßigen Abständen auf teltarif.de.

Günstige Allnet-Flats mit LTE: Drillisch ist der Platzhirsch

Allnet-Flatrates mit LTE für maximal 20 Euro im ÜberblickAllnet-Flatrates mit LTE im Überblick Die Drillisch AG war in den vergangenen Monaten sehr aktiv und hat sich zu einer eigenständigen Größe auf dem Mobilfunkmarkt gemausert. Die Zusammenlegung der Netze von o2 und E-Plus spielt bei der Marktpositionierung von Drillisch eine wichtige Rolle. So hat das Unternehmen beispielsweise yourfone und GTCom übernommen und eigene Shops eröffnet.

Auch am Netzausbau beteiligt sich Drillisch: Der Konzern hat mit Telefónica Deutschland eine umfassende Netzvereinbarung geschlossen. Der Plan ist es, in den kommenden Jahren 20 Prozent der Netzkapazitäten des fusionierten Netzbetreibers zu übernehmen. Zudem erhält Drillisch uneingeschränkten Zugriff auf das LTE-Netz von Telefónica sowie auf zukünftige Mobilfunktechnologien wie etwa 5G. Drillisch ist zum großen Teil im Netz von o2 unterwegs, vermarktet aber auch Tarife im Vodafone-Netz.

Die aufgeführten Allnet-Flatrates der unterschiedlichen Drillisch-Marken bieten allesamt eine Geschwindigkeit von 21,1 MBit/s bzw. 50 MBit/s. Das inkludierte Datenvolumen schwankt aber sehr stark: Der Netzbetreiber o2 ist mit seinem im Blue All-in S inkludierten 200 MB der Anbieter, der am wenigsten Datenvolumen zur Verfügung stellt. Nur geringfügig höher fällt das Volumen in den Tarifen Allnet Flat + LTE sowie LTE 500 aus - 500 MB sind hier dabei. Die übrigen Angebote bringen ein Inklusivvolumen zwischen 1 GB und 2 GB mit.

Lohnt ein kleines Datenvolumen bei LTE-Geschwindigkeit?

LTE bietet eine im Vergleich zu UMTS stark erhöhte Surf-Geschwindigkeit. Wird diese voll ausgenutzt, sind gerade die kleinen Volumenpakete schnell verbraucht und der Nutzer wird entweder gedrosselt, oder die Datenautomatik wird aktiv, was wiederum zu weiteren Kosten führt. Rechnen wir einmal stark theoretisch: Bei 200 MB Datenvolumen und einer maximalen Downstreamrate von 21,1 MBit/s sind unter Umständen bereits nach nicht einmal eineinalb Minuten die inkludierten Daten aufgebraucht, bei 500 MB und gleicher Geschwindigkeit sind es etwas mehr als drei Minuten. Noch schlimmer sieht es bei der höheren Geschwindigkeit von bis zu 50 MBit/s bei 500 MB Daten aus: Hier kann der Nutzer auch nur etwa 80 Sekunden im Netz surfen.

Sicher, bei einfachen E-Mail-Abfragen oder dem Aufrufen diverser Webseiten wird das Datenvolumen nicht so schnell verbraucht, da kleinere Datenpakete fließen. Das oben beschriebene Szenario gilt vielmehr bei Downloads großer Datenmengen oder dem Streamen von Filmen. Wer sich also bewusst im Netz bewegt und vor allem Standard-Anwendungen startet, kommt auch mit 500 MB Volumen länger als die errechnete Zeit aus. Dennoch ist es gerade bei LTE-Tarifen sinnvoll, einen Tarif mit einem hohen Datenvolumen zu wählen, wenn man seinen Vertrag vernünftig nutzen möchte.

Was ist eigentlich die Datenautomatik?

Bei der Datenautomatik handelt es sich um einen automatischen Aufladeprozess des Datenvolumens. War der Nutzer so lange im Internet unterwegs, dass das inkludierte Datenvolumen verbraucht ist, wird er nicht gleich auf GPRS-Niveau gedrosselt. Stattdessen werden automatisch 100 MB nachgebucht, was in der Regel 2 Euro zusätzlich kostet. Diese Nachbuchung erfolgt innerhalb eines Abrechnungs­zeitraums bis zu dreimal. So können zusätzliche Kosten von bis zu 6 Euro im Monat anfallen.

Die Datenautomatik ist bei Buchung eines entsprechenden Tarifs voreingestellt. Kunden können diese aber in den meisten Fällen (yourfone ausgenommen) im Kundenportal, per Post oder telefonisch deaktivieren. Über jede Nachbuchung werden Nutzer per SMS informiert. Nach der dritten Buchung tritt die Drosselung der Maximal­geschwindig­keit in Kraft: Bei Drillisch wird in der Regel auf 16 kBit/s, beim Netzbetreiber o2 auf 32 kBit/s gedrosselt.

Auf der nächsten Seite zeigen wir passende Tarif-Angebote übersichtlich in einer Tabelle. Unter den Offerten befindet sich auch eine Allnet-Flat mit LTE direkt vom Netzbetreiber.

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