Geflügeltes Smartphone

Gerücht: LG Wing kommt mit aufdrehbarem Zweit-Display

LG zeigt sich aktuell noch als Fold­able-Rebell und scheint dieses Jahr seine Dual-Screen-Bauweise mit dem Wing weiter­zu­ver­folgen. Dieses Modell setzt das Zwei-Bild­schirme-Konzept neuartig um.

LG scheint sich auch in naher Zukunft mehr mit Dual-Screen-Smart­phones als mit Fold­a­bles zu beschäf­tigen. Ein südko­rea­ni­sches Nach­rich­ten­ma­gazin berichtet über ein in Entwick­lung befind­li­ches Mobil­gerät mit dem Code­namen Wing. Bei diesem LG-Telefon soll es sich um ein Phablet mit 6,8 Zoll großem Display handeln, welches sich drehen lässt und anschlie­ßend ein unter ihm befind­li­ches 4-Zoll-Panel frei­gibt. In diesem Zustand präsen­tiert sich das LG Wing T-förmig. Die zusätz­liche Anzeige soll den Haupt­bild­schirm entlasten, etwa, in dem sie als Tastatur fungiert.

Verleiht LG seinem Smart­phone Flügel?

Smartphone in T-Form? So könnte das LG Wing aussehen Smartphone in T-Form? So könnte das LG Wing aussehen
ETNews
Während Samsung, Huawei und Moto­rola bereits Smart­phones mit falt­barem Display im Sorti­ment haben, verfolgt LG noch einen anderen Ansatz. Ein zweiter Bild­schirm steht als jeder­zeit andock­bare Erwei­te­rung beim G8X ThinQ (Release: November 2019) und beim V60 ThinQ 5G (Release: März 2020) zur Verfü­gung. Laut ETNews naht mit dem LG Wing ein weiteres Modell mit Dual-Screen. Aller­dings sei die Anzeige bei dieser Ausfüh­rung mittels eines Dreh­me­cha­nismus fest montiert. Wie man sich das in etwa vorzu­stellen hat, veran­schau­licht die im Artikel einge­bet­tete Grafik.

Die Bauweise soll denje­nigen Usern zugu­te­kommen, welche sich über platz­rau­bende On-Screen-Tasta­turen oder Werk­zeugleisten sowie Menüs ärgern. Entspre­chende Elemente ließen sich auf dem 4 Zoll großen Mini-Display ausla­gern, wodurch die 6,8 Zoll messende Anzeige Inhalte voll­flä­chig darstellen könnte. Der zusätz­liche Bild­schirm soll ein Seiten­ver­hältnis von 1:1 haben. Angeb­lich sei das LG Wing für die zweite Jahres­hälfte 2020 geplant.

Wieder Mittel­klasse zum Premium-Preis?

Das LG Velvet soll die Käufer haupt­säch­lich mit seinem Design locken, die verbaute Hard­ware ist nicht allzu spek­ta­kulär. Umge­rechnet fast 700 Euro verlangt der südko­rea­ni­sche Konzern für sein neues Smart­phone. Ähnlich könnte es beim Wing aussehen. Das Handy wird klar als Premium-Produkt beschrieben, obwohl es keine High-End-Ausstat­tung gibt. Erneut dürfte ein Qual­comm-Chip­satz der 7er Serie (geho­bene Mittel­klasse) Verwen­dung finden. Eine rück­sei­tige Triple-Kamera inklu­sive 64-Mega­pixel-Sensor und 5G-Daten­funk sollen zu den weiteren Spezi­fi­ka­tionen zählen.

Falls der Hersteller in den kommenden Monaten kein Fold­able präsen­tiert, scheint das LG Wing mit Produkten wie dem Galaxy Fold 2 konkur­rieren zu müssen. Beide Formate verfolgen eine gestei­gerte Produk­ti­vität, wenn auch mit unter­schied­li­chen Ansätzen.

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