Understatement

LG Optimus G im Test: Top-Smartphone ohne Angeber-Design

Quad-Core-Bolide legt den Fokus auf die inneren Werte

Mit dem LG Optimus G will der Hersteller wieder in der Smartphone-Spitzenklasse mitspielen. Im ausführlichen Test verraten wir, ob dies mit Quad-Core-Prozessor, LTE, 13-Megapixel-Kamera und Android Jelly Bean gelingt.

LG Optimus G

Das in der zweiten Jahreshälfte 2012 angekündigte Top-Smartphone haben wir bereits auf dem MWC in Barcelona kurz angeschaut. Unseren ausführlichen Test widmen wir den LTE-Eigenschaften, der Kameraqualität und natürlich der allgemeinen Bedienung des 4,7-Zoll-Smartphones.

Handling: Erstaunlich weiche Oberfläche

LG Optimus G im Test: Top-Smartphone ohne Angeber-Design LG Optimus G im Test: Top-Smartphone ohne Angeber-Design
Foto: teltarif.de / Marleen Frontzeck
Beim ersten Handkontakt fällt auf, dass das LG Optimus G eine sehr weiche Kunststoffoberfläche hat. Auch die Kanten sind besser abgerundet als bei konkurrierenden Smartphones. Aufgrund seines Gewichts liegt das Telefon gut in der Handfläche, hält man es aber zwischen einzelnen (verschwitzten oder feuchten) Fingern, macht sich die nahezu reibungsfreie Oberfläche des LG-Boliden bemerkbar: Das Handy rutscht.

In Sachen Gehäuse-Stabilität schlägt sich das Telefon allerdings besser als andere "Plastik-Bomber": Selbst bei starkem Druck lässt sich das Telefon nicht verbiegen, auf der Rückseite eindrücken oder sonst irgendwie verformen. Etwas scharf geraten sind allerdings die Kanten der auf der Rückseite herausstehenden 13-Megapixel-Kamera. Gegenüber Fingerabdrücken ist weder die Hülle noch das Display resistent - auch nach der Benutzung mit gewaschenen Fingern mussten wir das Handy regelmäßig putzen.

Öffnen lässt sich das Gehäuse des LG Optimus G nicht, auch der Akku ist fest verbaut. Der einzige Schacht - außer den Lautsprecher- und Mikrofonöffnungen - dient zur Aufnahme der SIM-Karte. Mit einen SD-Kartenslot kann das Smartphone nicht dienen.

Ausstattung: Eintritt in die Referenzklasse

LG Optimus G mit Verpackung, USB-Kabel, Ladegerät, Ohrhörern und Kurzanleitung LG Optimus G mit Verpackung, USB-Kabel, Ladegerät, Ohrhörern und Kurzanleitung
Foto: teltarif.de / Marleen Frontzeck
LG versucht beim Optimus G gar nicht, durch ein besonders auffälliges Design zu punkten. Momentan gibt es das Gerät nur in Schwarz, ein paar Online-Shops listen es mittlerweile auch in Weiß, ohne diese Farbvariante jedoch liefern zu können. Denn die wirklichen Highlights stecken beim LG-Topmodell ohnehin unter der Haube, besonders in puncto Leistung.

Die Qualcomm-CPU mit vier Kernen und 1,5 GHz Taktfrequenz reiht sich - bezüglich der Leistung - in die Oberklasse ein. Zur Seite stehen dem Prozessor 2 GB Arbeitsspeicher sowie 32 GB Festspeicher, der aufgrund des fehlenden Speicherkartenslots nicht erweiterbar ist. Rund 25 GB des Speichers sind nach Auslieferung des Geräts frei verfügbar. Den Rest belegt das Betriebssystem Android Jelly Bean. abgerundete Kanten und Audio-Klinkenbuchse abgerundete Kanten und Audio-Klinkenbuchse
Foto: teltarif.de / Marleen Frontzeck

Auch mit der 13-Megapixel-Kamera, die Videos in Full-HD-Auflösung aufzeichnet, bewegt sich LG technisch ebenso in der Oberklasse wie bei der Netzwerk-Konnektivität. Zusätzlich zu WLAN, Bluetooth 4.0 und UMTS/HSPA+ unterstützt das LG Optimus G LTE in den Frequenzbändern 800, 1 800 und 2 600 MHz.

Allerdings stellt sich die Frage, wie der nicht unattraktive Preis von momentan rund 460 Euro zustande kommt. Die Antwort ist beim Display zu suchen: Es bietet lediglich eine Auflösung von 1 280 mal 768 Pixel und 16,7 Mio Farben - die Premium-Konkurrenz ist bereits mit Full-HD-Smartphones auf dem Markt. Unserer Auffassung nach gibt es bei der Farbdarstellung und der Schärfe allerdings nichts zu meckern - Farben werden kräftig und ohne blasse Stellen oder Farbverläufe dargestellt. Glatte Rückseite - die Punkte sind nur aufgedruckt glatte Rückseite - die Punkte sind nur aufgedruckt
Foto: teltarif.de / Marleen Frontzeck

Lediglich bei den Helligkeitswerten macht das Display Kompromisse: Die automatische Helligkeitseinstellung war uns vom Geschmack her zu dunkel. Als wir die Helligkeitseinstellung manuell höher stellten, war die Bilddarstellung in Räumen und im Schatten okay, bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Display allerdings nur noch schwer lesbar.

Auf der zweiten Seite lassen wir den Quad-Core-Prozessor des Smartphones auf Hochtouren laufen und verraten, ob die Herstellerangaben zur Akkulaufzeit realistisch sind und welche Schwächen die Kamera hat.

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