Schnäppchen-Check

LG K7 bei Aldi: Das 100-Euro-Smartphone ohne Spaßfaktor

Aldi Süd verkauft ab Donnerstag das LG K7 für 99,99 Euro inklusive Startpaket von Aldi Talk. Wir haben im Schnäppchen-Check geprüft, ob sich der Kauf lohnt. Dabei kam heraus: Wirklich Spaß werden Nutzer mit dem Smartphone nicht haben.
Von Rita Deutschbein
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Während Kunden bei Aldi Nord ab Donnerstag das LG X screen für 159 Euro kaufen können, bietet Aldi Süd im anderen Teil Deutschlands das LG K7 an. Das Smartphone kostet 99,99 Euro und wird inklusive dem Starterset von Aldi Talk mit 10 Euro Guthaben angeboten. Vorgestellt wurde das LG K7 auf der CES zu Beginn des Jahres. Mit seiner Ausstattung eignet es sich vor allem für diejenigen Nutzer, die normale Smartphone-Aufgaben erledigen wollen. Anspruchsvolle Nutzer oder Spiele-Fans sollten hingegen zu einem anderen Modell greifen. Im Schnäppchen-Check schauen wir uns an, ob der Kauf des LG K7 bei Aldi Süd lohnt und was Kunden vom Smartphone erwarten können.

Ausstattung ziemlich abgespeckt

LG K7 bei Aldi SüdLG K7 bei Aldi Süd Das LG K7 besitzt ein 5,1 Zoll großes Display, das mit 854 mal 480 Pixel relativ gering auflöst. Die Darstellung auf dem Bildschirm dürfte daher eher pixelig sein. Auch beim internen Speicher wurde gespart - das Smartphone verfügt über insgesamt 8 GB, wobei das Betriebssystem Android 5.1 zum Start bereits einen Teil des Speichers belegt. Eine Erweiterung mittels microSD-Karte um zusätzlich bis zu 32 GB ist aber möglich.

Für den Antrieb sorgt ein MTK6580M von Mediatek. Der Prozessor besitzt vier Kerne mit einer Taktrate von 1,3 GHz und wird von 1 GB Arbeitsspeicher begleitet. Die Leistung des Chips sollte für gängige Anwendungen wie das Surfen im Internet und einfache Android-Spiele ausreichen, anspruchsvolle Aufgaben wie Multi-Tasking, 3D-Games etc. werden den Prozessor aber überfordern.

Betrieben wird das LG-Handy mit einer Nano-SIM. Einen SIM- oder Netlock hat das Gerät nicht. Verbindungen mit dem Internet sind über WLAN b/g/n lediglich über das 2,4-GHz-Band möglich, im Bereich Mobilfunk wird lediglich UMTS/HSPA+ mit bis zu 21 MBit/s im Downstream unterstützt. LTE ist nicht an Bord. Für ein im Jahr 2016 auf den Markt gekommenes Smartphone ist das unverständlich. Und es gibt weitere Abstriche: So müssen Nutzer auf NFC verzichten, nur Bluetooth 4.1 steht bereit.

Der Akku hat eine Kapazität von 2125 mAh und ist wechselbar. Eine Frontkamera sowie eine Hauptkamera mit jeweils 5 Megapixel gehören ebenfalls zur Ausstattung. Das LG verfügt über eine leicht geriffelte Rückseite, auf der auch der Rear-Key aus Power-Button und Lautstärketasten zu finden ist.

Startpaket von Aldi Talk

Aldi legt seinen Smartphone-Angeboten in der Regel ein Startpaket der hauseigenen Mobilfunk-Marke Aldi Talk bei. Mit dem Basis-Tarif telefonieren und simsen Kunden auf Prepaid-Basis im Netz von E-Plus/o2. Das Surfen im Internet kostet 24 Cent pro Megabyte ohne gebuchten Datentarif. Letztere bietet Aldi Talk mit einer Laufzeit von 30 Tagen zu Preisen ab 3,99 Euro an.

Pro Gesprächsminute und SMS zu Aldi-Talk-Kunden zahlen Nutzer 3 Cent. Die Verbindungen in alle anderen deutschen Netze schlagen mit jeweils 11 Cent zu Buche. Das Startpaket kostet regulär 12,99 Euro, wobei ein Startguthaben in Höhe von 10 Euro bereits inkludiert ist.

LG K7 bei Aldi Süd kein echtes Schnäppchen

Online ist das LG K7 zu Preisen um die 100 Euro zu haben. Allerdings liegt bei diesen Angeboten kein Tarif-Paket mit bei, sodass Interessenten am Ende bei Aldi Süd doch besser wegkommen. Käufer sollten vor dem Erwerb des Smartphones aber klären, ob die Ausstattung des LG K7 ausreicht. Denn der Verzicht von LTE, die eingeschränkten WLAN-Bänder, der magere Speicher und das gering auflösende Display machen komplexere Anwendungen mit dem Smartphone unmöglich. Als günstiges Einsteiger-Smartphone - beispielsweise für den Schulanfang oder als Zweit-Gerät - ist das LG K7 aber durchaus geeignet.

Im Hands-On hatten wir bereits Gelegenheit, einen genaueren Blick auf das LG K7 zu werfen.

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