Hands-On

LG G4 im ersten Eindruck

Während des Launch-Events des LG G4 konnten wir das neue Top-Smartphone genauer unter die Lupe nehmen und kurz ausprobieren.
Aus London berichtet Paulina Heinze
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Obwohl das LG G4 im Grunde eine verbesserte Neuauflage des G3 ist, hat der Hersteller dem heute vorgestellten Gerät eine individuelle Note verliehen. Die Formgebung des Smartphones wurde zwar beibehalten, das G4 wird jedoch in verschiedenen Farb- und Material-Varianten auf den Markt kommen. Die Kunststoff- und Leder-Varianten werden in jeweils drei Farben erhältlich sein. Rot, Braun und Schwarz in Leder und beim Kunststoff Weiß, Silber und Gold im Metallic-Look.

Das LG G4 im ersten KurztestDas LG G4 im ersten Kurztest Die Verarbeitung ist auch bei diesem Flaggschiff der G-Serie gut gelungen. Die Akkuabdeckung schließt sauber ab und bei leichter Druckausübung ist dem Gehäuse kein Knarzen zu entlocken. Die Struktur der Leder-Modelle variiert je nach Farbe. So ist die schwarze Version mit einer gröberen Struktur versehen als etwa das G4 mit rotem und braunem Leder-Akkudeckel. Die Nähte sind sauber verarbeitet und das Leder fühlt sich angenehm an. Die Rückseite ist leicht abgerundet und schmiegt sich gut in die Hand. Eine einhändige Bedienung ist bei dieser Größe von 149 mal 76 mal 6,3 Millimeter nicht mehr möglich. Auf die Waage bringt das Smartphone 155 Gramm.

Display und Prozessor

Drei verschiedene Cover für das LG G4Drei verschiedene Leder-Cover für das LG G4 Das LG G3 hatte zum Marktstart mit Display­problemen zu kämpfen. Bei der Darstellung auf grauem Hinter­grund wurde ein weißer Schein um die schwarze Schrift sichtbar. Die große Frage ist, ob LG auf diesen unerwünschten Nach­schärfungs­effekt von vornherein beim G4 verzichten konnte. Endgültig beantworten lässt sich das erst, wenn wir die Schriftdarstellung in verschiedenen Umgebungslicht-Situationen betrachten können.

Die schimmernden Effekte des braunen CoverDie schimmernden Metallic-Effekte des Kunststoff-Covers Auf den ersten Blick hat das 5,5 Zoll große QHD-IPS-Quantum-Display eine sehr gute Auflösung, Es sind keine Pixel zu erkennen und die Farben werden kräftig dargestellt. Immerhin liefert das Display eine Pixeldichte von 538 ppi. Auch unter Betrachtung des Bildschirms aus verschiedenen Blickwinkeln bleiben Helligkeit und die Farben relativ lange konstant. Der Touchscreen reagiert präzise und schnell auf unsere Eingaben.

teltarif.de im Browser des LG G4teltarif.de im Browser des LG G4 Beim Blättern durch das Menü und Öffnen von Anwendungen konnten wir keine Verzögerungen oder Schwächen des Hexa-Core-Prozessors von Qualcomm feststellen, der auf 3 GB Arbeitsspeicher zurückgreifen kann. In der Kürze der Zeit konnten wir den Prozessor jedoch nicht vollends ausreizen. Dies holen wir in einem ausführlichen Test nach.

Kamera und neue Nutzeroberfläche

Im manuellen Modus der Kamera­anwendung kann der Nutzer Einfluss auf den ISO-Wert, Weißabgleich und die Verschlusszeit nehmen. Zudem verbirgt sich hinter der Power-Taste auf der Rückseite des Geräts eine Quick-Shot-Funktion für schnelles Auslösen. Für spontane Aufnahmen kann diese Funktion sehr nützlich sein. Die 8-Megapixel-Frontkamera besitzt eine f/2.0-Blende.

Erster Test mit der Kamera des LG G4Erster Test mit der Kamera des LG G4 Auf dem G4 kommt die neue Version von LG's Benutzer­oberfläche zum Einsatz. Diese soll einige neue Funktionen und Erleichterungen für den Nutzer mitbringen. Hierzu gehört die die Ringtone ID oder die Verbesserung der Anwendung Smart Notice.

Der erste Eindruck

Insgesamt hinterlässt das LG G4 einen guten ersten Eindruck. Positiv zu vermerken sind der weiterhin austauschbare Akku sowie der microSD-Kartenslot, in den Speicherkarten mit bis zu zwei Terabyte eingelegt werden können. Ob dem Prozessor auch in anspruchsvollen Momenten nicht die Puste ausgeht, muss das G4 erst noch beweisen. Die Varianten in Leder sind vom Design zumindest gut gelungen und verleihen dem G4 etwas Besonderes.

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