Verfügbarkeit

Europa-Start des LG G Flex: Banana-Phone kostet wohl 699 Euro

Handy mit krummen Display offenbar ab Dezember in Frankreich
Von Rita Deutschbein

Europa-Start des LG G Flex: Banana-Phone kostet wohl 699 Euro LG G Flex kommt nach Europa
Bild: LG
Vor knapp zwei Wochen wurde das LG G Flex offiziell präsentiert. Zeitgleich mit der Vorstellung gab der koreanische Hersteller bekannt, sein erstes gebogenes Smartphone zunächst im Heimat­land auf den Markt zu bringen - voraus­sichtlich ab 12. November soll es dort in den Handel kommen. Eine Verfüg­barkeit auch in anderen Ländern wurde aber nicht ausge­schlossen. In einer heute veröffent­lichten Presse­mitteilung gab LG nun an, dass das G Flex bereits in diesem Jahr nach Europa kommen soll. Orange France, ein franzö­sischer Provider, wird das LG G Flex offenbar bereits im Dezember in sein Sortiment aufnehmen.

LG G Flex

Europa-Start des LG G Flex: Banana-Phone kostet wohl 699 Euro LG G Flex kommt nach Europa
Bild: LG
Das Besondere am LG G Flex ist weniger die technische Ausstattung, sondern vielmehr dessen außer­gewöhn­liche Form. Statt eines geraden Displays ist der 6 Zoll große Bildschirm des LG-Smartphones wie eine Banane gebogen, bleibt aber weiterhin starr. Flexibel, also frei biegbar, ist das Gerät nicht - hier verspricht der Name G Flex etwas zu viel.

Gebogene Displays sind keine Neuer­scheinung aus den vergangenen Wochen. Bereits in den vergangenen Jahren wurde an Technologien gebastelt, die eine solche Krümmung des Displays oder gar flexible Pendants erlauben. Doch im Einsatz in Smartphones sehen wir diese erst seit diesem Herbst. Samsung machte mit dem Galaxy Round den Anfang. Das Handy, dessen Display von links nach rechts statt wie bei LG konkav gebogen ist, wird laut Aussage der Südkoreaner aber nur im Heimatland vertrieben und soll nicht nach Europa kommen.

Mehr Geld für krummes Display

Unklar war bislang, ob sich die außergewöhnliche Display-Form auch im Preis wider­spiegeln wird. In der Pressemitteilung nannte LG erstmals die Summe, die Käufer in Korea für das G Flex auf den Tisch legen müssen. 999 00 Koreanische Won soll der Preis betragen - das sind umgerechnet etwa 699 Euro. Damit wird das LG G Flex aller Voraussicht nach etwa 100 Euro teurer als das nahezu identisch ausgestattete LG G2, dessen unver­bindliche Preis­empfehlung 599 Euro beträgt.

Der wohl prägnanteste Unterschied zwischen beiden Geräten ist das Display, das beim G Flex im Vergleich zum 5,2 Zoll großen G2 deutlich größer ausfällt. Auch die Bild­schirm­technik ist eine andere: Während LG im G2 ein Full-HD-IPS-Display verbaut hat, kommt beim G Flex ein Plastik-OLED (POLED) mit einer Auflösung von 1 280 mal 720 Pixel zum Einsatz. Dieses ermöglicht eine flexible Bauweise, da hier statt auf des üblicher­weise verwendeten Glas auf Kunststoff-Substrate zurück­gegriffen wird.

Die übrigen Eckdaten beider Smartphones sind identisch. Beide werden von einem 2,26-GHz-Quadcore-Prozessor des Typs Snapdragon 800 sowie 2 GB RAM angetrieben und verfügen über 32 GB Speicher. WLAN, UMTS/HSPA+ sowie LTE werden unterstützt und auch eine 13-Megapixel-Kamera findet sich auf den Daten­blättern. Lediglich die Kapazität der Akkus unterscheiden sich. So wurde im LG G2 eine 3 000-mAh-Batterie und im G Flex ein Akku mit 3 500 mAh verbaut. Kurzum: Für die Biegung des Displays, dessen Nutzen sich im Alltag erst noch beweisen muss, muss der Kunde auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Wie das LG G Flex daher bei den Nutzern ankommen wird, wird sich zeigen.