Kurz-Test

LG Class im Hands-On: Smartphone mit Metall & Schrauben

Mit dem LG Class hat der Hersteller sein erstes ganz aus Metall gefertigtes Smartphone vorgestellt. Das Handy kommt im Dezember für 249 Euro auf den Markt. Im Hands-On geben wir einen ersten Eindruck von LGs neuem Smartphone.
Von Rita Deutschbein
AAA
Teilen

Vor etwa einer Woche hat LG sein erstes Smartphone vorgestellt, das ganz aus Metall gefertigt ist. Das LG Class ist ein Gerät, das sich aufgrund seiner Ausstattung in die Mittelklasse einsortiert und für eine unverbindliche Preisempfehlung von 249 Euro ab Dezember zu haben ist. Wir hatten die Gelegenheit, bereits vor dem Verkaufsstart einen ersten Eindruck von dem Metall-Smartphone zu gewinnen.

LG Class

LG Class im Hands-On: Das Smartphone mit Metall und SchraubenLG Class im Hands-On
Weitere Bilder mit Klick
Mit seinen vier Schrauben, die das Metall-Gehäuse zusammenhalten, kommt das LG Class beinahe rustikal daher. Die Optik weiß aber zu gefallen und auch an der Verarbeitung können wir nichts aussetzen. Die Seitenkanten sind abgerundet und die Übergänge vom Gehäuse zum Glasdisplay sind nahezu eben. Dadurch schmiegt sich das LG Class in die Hand des Nutzers. Hinzu kommt, dass das Handy mit seinem 5 Zoll großen Display und Maßen von 142 mal 71,8 mal 7,7 Millimeter vergleichsweise kompakt ist.

Mattes Metall-Finish

Die Rückseite ist glatt gehalten, hat aber ein mattes Finish, das verhindert, dass das LG Class allzu leicht aus der Hand rutscht. Typisch für den Hersteller befinden sich der Power-Button und die Lautstärketasten auf der Rückseite - LG hat die Knöpfe im sogenannten Rear Key vereint. Wird das Smartphone in der Hand gehalten, lassen sich die Tasten mit dem Zeigefinger intuitiv bedienen.

LG Class im Hands-On: Das Smartphone mit Metall und Schrauben
LG Class wird mit Android 5.1 ausgeliefert
Das Display löst lediglich in HD auf - also 1280 mal 720 Pixel. Bei genauem hinsehen lassen sich vereinzelt Pixel erkennen, insgesamt wirkt die Darstellung aber ausreichend scharf. Schriftgröße und Schriftart lassen sich - anders als die Farbgebung des Bildschirms - in den Einstellungen anpassen. Die Farbdarstellung wirkt natürlich und der Blickwinkel des Screens ist erfreulich stabil. An der maximalen Helligkeit hapert es jedoch: Der maximale Wert erschien uns im ersten Test ein wenig zu dunkel, sodass es bei stark blendendem Licht schwierig ist, das Display abzulesen.

LG liefert das Class mit Android 5.1.1 Lollipop aus und spart an den vorinstallierten Apps. Nur die wichtigsten Anwendungen - darunter die typischen Google-Apps und eine Backup-App von LG - wurden vom Hersteller vorinstalliert. Dennoch sind von 16 GB internem Speicher gerade noch 10,6 GB frei belegbar. Gut 5 GB sind für das System reserviert. Immerhin kann der Nutzer den internen Speicher aber mittels microSD-Karte um zusätzlich bis zu 128 GB erweitern.

LG Class im Hands-On: Das Smartphone mit Metall und Schrauben
Schrauben sind auffälliges Zierelement
Das System lief bei unserem ersten Test flüssig. Grobe Aussetzer oder lange Wartezeiten beim Öffnen von Apps konnten wir nicht feststellen. LG verwendet im LG Class einen Snapdragon 410 zusammen mit 1,5 GB Arbeitsspeicher. Der Quad-Core-Chip wurde bereits vor zwei Jahren vorgestellt und war das erste Modell von Qualcomm, das 64-Bit-fähig ist. Die vier Kerne haben eine für die Mittelklasse typische Taktrate von 1,2 GHz. Riesige Leistungsreserven bietet die Kombi nicht, doch reicht sie für klassische Smartphone-Anwendungen wie das Spielen von Android-Games und das Surfen im Netz.

Zur Ausstattung des LG Class gehören neben WLAN a/b/g/n auch UMTS/HSPA+ (max. 42 MBit/s) sowie LTE Cat.4 mit bis zu 150 MBit/s im Downstream. Netzwerke findet das Smartphone zuverlässig und auch die Einbuchung ins LTE-Netz der Telekom funktionierte im Hands-On zuverlässig. Allerdings kann erst ein genauer Test zeigen, wie stabil das Smartphone die Internet-Verbindung im Alltag halten kann.

LG Class im Hands-On: Das Smartphone mit Metall und Schrauben
Metall-Rückseite mit Rear Key und Kamera
Der Akku hat eine Kapazität von 2050 mAh und ist fest im Metall-Gehäuse verankert. Zudem bringt das Handy eine 13-Megapixel-Haupt- und eine 8-Megapixel-Frontkamera mit f/2.0-Blende mit. Ist das LG Class im Standby-Modus, können die Nutzer mit einem Doppelklick auf die Leise-Taste am Rear Key die Kamera starten, ohne das Smartphone entsperren zu müssen. Die Kamera ist innerhalb von ein bis zwei Sekunden aufnahmebereit, die App sehr einfach aufgebaut. Lediglich die Modi Automatisch und Panorama stehen zur Verfügung.
LG Class im Hands-On: Das Smartphone mit Metall und Schrauben
LG Class: Ab Dezember für 249 Euro verfügbar

Fazit: Solides Smartphone, das seinen Preis wert ist

LG bietet das LG Class zum Preis von 249 Euro an. Angeboten werden die Farbvarianten Silber und Gold. Für das Geld erhalten Nutzer ein solide ausgestattetes Smartphone, bei dem auf Sonderfunktionen wie beispielsweise ein Fingerabdruckscanner, ein Herzfrequenzmesser und übermäßig viele vorinstallierte Apps verzichtet wird. Das Gerät läuft flüssig und ist intuitiv bedienbar. Auffällig ist vor allem das Design. Die Metall-Elemente werden durch Schrauben an Ort und Stelle gehalten - ein eigenwilliger Look, der dem LG Class aber das gewisse Extra verpasst.

Teilen

Mehr zum Thema LG