Digitalradio

DAB+: NRW bekommt 16 landesweite DAB+-Privatradios

Die LfM NRW schreibt landes­weite Über­tra­gungs­kapa­zitäten für das digital-terres­tri­sche Radio DAB+ aus. Bis zu 16 regio­nale Hörfunk­pro­gramme können bald im bevöl­kerungs­reichsten Bundes­land auf Sendung gehen.

DAB+-Ausschreibung in NRW DAB+-Ausschreibung in NRW
Fotos: Land NRW-W. Meyer-Piehl/teltarif.de, Montage: teltarif.de
Am Freitag hat es die Medi­enkom­mis­sion der Landes­anstalt für Medien NRW (LfM) tatsäch­lich in ihrer Sitzung beschlossen: Nord­rhein-West­falen steht vor einer wich­tigen Weiter­ent­wick­lung seines Audio­marktes und stärkt das Digi­tal­radio DAB+.

Ausschrei­bung von Landesmux

DAB+-Ausschreibung in NRW DAB+-Ausschreibung in NRW
Fotos: Land NRW-W. Meyer-Piehl/teltarif.de, Montage: teltarif.de
Nach der Entschei­dung der Medi­enkom­mis­sion schreibt die LfM nun landes­weite Über­tra­gungs­kapa­zitäten für das digital-terres­tri­sche Radio aus. Damit wird die landes­weit einheit­liche digi­tale Verbrei­tung, bezie­hungs­weise Weiter­ver­brei­tung von Hörfunk­pro­grammen und vergleich­baren Tele­medien ermög­licht. Bis zuletzt war offen, ob die Sitzung der Medi­enkom­mis­sion ange­sichts der hohen Corona-Infek­tions­zahlen über­haupt statt­finden kann.

Mit dem Landesmux wird das Audio­angebot in Nord­rhein-West­falen deut­lich vergrö­ßert. Bis zu 16 zusätz­liche Radio­pro­gramme können bald im bevöl­kerungs­reichsten Bundes­land digital senden. Als einziges Land gibt es in NRW bisher kein einziges landes­weites Privat­radio, abge­sehen von radio NRW, dem Mantel für die Lokal­radios.

Der Direktor der Landes­anstalt für Medien NRW, Dr. Tobias Schmid, zeigt sich daher erfreut: "Wir sind vier Kern­zielen verpflichtet – dem Nutzer- und dem Jugend­schutz, der Meinungs­frei­heit sowie der Stär­kung der Medi­enviel­falt. Mit der Entschei­dung zur DAB+-Ausschrei­bung ist nun ein weiterer wich­tiger Schritt für mehr Viel­falt getan. Die Audio­land­schaft in NRW wird mit den neuen digi­talen Ange­boten wesent­lich berei­chert."

Prof. Dr. Werner Schwa­der­lapp, Vorsit­zender der Medi­enkom­mis­sion, kommen­tierte die Entschei­dung, wie folgt: "Die Medi­enkom­mis­sion bildet mit ihren Mitglie­dern aus verschie­denen gesell­schaft­lichen Gruppen und Verbänden die Viel­falt der Gesell­schaft ab. Unser Ziel ist, somit zu einer möglichst viel­fäl­tigen Medi­enland­schaft in NRW beizu­tragen. Die kommende Ausschrei­bung der DAB+-Kapa­zitäten ist ein gutes Beispiel dafür."

Zahl­reiche Bewerber erwartet

Das Verbrei­tungs­gebiet der DAB+-Über­tra­gungs­kapa­zitäten, die nun ausge­schrieben werden, umfasst ganz Nord­rhein-West­falen. Es wird eine landes­weite Versor­gung ange­strebt. Sobald auf die Ausschrei­bung im Minis­teri­alblatt NRW hinge­wiesen wurde, kann der voll­stän­dige Ausschrei­bungs­text auf der Website abge­rufen werden. Dies wird in den nächsten Wochen erwartet.

Es wird mit mehr Bewer­bern gerechnet als Über­tra­gungs­kapa­zitäten zur Verfü­gung stehen. Erwartet werden Bewer­bungen von der Crème de la Crème der deut­schen Radio­szene: Von der Regio­cast über Radio ffn bis zu Radio Teddy, Schlager RadioB2, bigFM und lulu.fm. Auf einen Call-for-Inte­rest hatten sich bereits im Jahr 2018 47 Inter­essenten gemeldet, darunter auch radio NRW selbst mit bis zu drei landes­weiten Programmen.

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