Kooperation

Office, Skype & Co. bald auf Lenovo-Androiden

Lenovo und Microsoft gehen mit vorinstallierten MS-Apps wie Office, Skype und OneDrive künftig bei der Smartphone-Sofware gemeinsame Wege.
Von Andre Reinhardt
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Hinsichtlich der Hardware zeigte Lenovo dieses Jahr bereits mit dem modularen Moto Z einen vielversprechenden Ansatz, bei der Software soll nun ein Deal mit Microsoft mehr Vielfalt frei Haus bringen. Der chinesische Smartphone-Hersteller und der amerikanische Windows-Schöpfer haben eine Kooperation bekannt­gegeben, durch die Anwendungen wie Office bei diversen Lenovo-Handys vorinstalliert werden. Microsoft sieht dadurch einen Mehrwert bei der Produktivität, Lenovo preist ebenfalls die neuen Möglichkeiten durch die vorinstallierten Apps an. Ähnliche Partnerschaften gab es seitens Microsoft schon vorher, beispielsweise mit Samsung, Xiaomi, Sony und LG.

Weiterführende Informationen zur chinesisch-amerikanischen Kooperation

Vorinstallierte Microsoft-Apps sollen künftige ihren Weg auf Lenovo-Smartphones findenVorinstallierte Microsoft-Apps sollen künftig ihren Weg auf Lenovo-Smartphones finden Es ist noch gar nicht so lange her, dass sich Motorolas Handysparte und Microsoft regelmäßig vor Gericht trafen. Die einstigen Patentstreitereien spielen jedoch keine Rolle mehr, da die Smartphone-Marke Motorola mittlerweile zu Lenovo gehört. Somit steht einer Kollaboration beider Konzerne nichts mehr im Weg. Abseits einer Vereinbarung zur gegenseitigen Lizenzierung von Patenten, geht es in dieser Partnerschaft hauptsächlich um diverse Microsoft-Anwendungen. So sollen Apps wie Word, Excel, Powerpoint, Skype, OneDrive und OneNote künftig bereits auf manchen Mobilgeräten Lenovos vorinstalliert sein.

Auf welchen Smartphones werden die Microsoft-Programme eingesetzt?

Microsoft erwähnt in seiner Pressemitteilung, dass die hauseigenen Applikationen auf Lenovos Premium-Modellen eingesetzt werden. Außerdem käme die Heirat zwischen den Microsoft-Apps und den Android-Smartphones des chinesischen Unternehmens der Produktivität der Anwender zugute. Dabei sollen Mobilgeräte unter beiden Marken, also Lenovo und Motorola, zukünftig mit der Microsoft-Software ausgestattet werden. Aus den Statements der beiden Unternehmen kann man jedoch keine konkreten Details zu den angepeilten Endgeräten entnehmen.

Vorinstallierte Microsoft-Apps - Vorteil oder Bevormundung?

Bislang fällt Motorolas Oberfläche dadurch auf, dass sie nicht auffällt - im positiven Sinne. Das Erscheinungsbild des Android-Betriebssystem bleibt größtenteils unangetastet, was viele Anwender begrüßen. Es gibt kaum unerwünschte Bloatware, die Geräte booten schnell und zudem ist vergleichsweise viel freier Speicherplatz vorhanden. Des Weiteren können neue Android-Versionen schneller angepasst werden, wodurch Updates eher erscheinen. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass man sich seine benötigte Software im Google Play selbst zusammensuchen muss. Für Office-Anwender, die neu beim Android-System sind, könnten die Microsoft-Apps deshalb interessant sein. Andere Nutzer hingegen dürfte es stören, dass sie sich ungefragt mit den vorinstallierten Apps auseinandersetzen müssen.

In einer weiteren News hatten wir über die Verfügbarkeit von Android 7 Nougat auf den ersten Geräten berichtet.

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