Prototyp

Kyocera präsentiert Smartphone mit im Display integrierter Solarzelle

Kyocera zeigt auf dem Mobile World Congress ein Smartphone mit integrierter Solarzelle im Display. Gehören Probleme mit der Akkulaufzeit bald der Vergangenheit an? Außerdem zeigten die Japaner einen Windows-Phone-Prototyp, der wohl im Herbst auf den Markt kommen wird.
Vom MWC in Barcelona berichtet Kaj-Sören Mossdorf
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Jeder, der ein modernes Smartphone besitzt und dieses viel nutzt, kennt das Problem: Bereits nach wenigen Stunden muss das Gerät bereits wieder an die Steckdose. Was im normalen Alltag nicht unbedingt problematisch ist, kann für Außenarbeiter jedoch durchaus ein Problem darstellen. Zwar können sie mit Outdoor-Smartphones wenigstens dafür sorgen, dass das Gerät die widrigen Umstände überlebt, Steckdosen fehlen aber meist. Hersteller von Outdoor-Geräten setzen deshalb von Zeit zu Zeit auf Solarzellen auf der Rückseite der Hardware. Kyocera zeigte auf dem Mobile World Congress nun einen anderen Ansatz.

Transparente Solarzelle im Display des Smartphones

Windows-Phone-Prototyp von Kyocera auf dem MWCWindows-Phone-Prototyp von Kyocera auf dem MWC Der Prototyp des Smartphones, den Kyocera auf dem MWC zeigte, hat keine Solarzelle auf der Rückseite. Stattdessen ist diese in das Display des Gerätes integriert. Transparente Solarzellen sind dabei keine wirklich neue Idee, bislang waren sie jedoch noch nicht - oder nur sehr vereinzelt - in Produkten zu sehen. Eine transparente Solarzelle zu fabrizieren ist dabei recht kompliziert. In bisherigen Prototypen waren meist noch Spuren der Zelle über dem Display zu erkennen. Im Falle des Prototyps von Kyocera erschien das Display hingegen nur sehr matt, wenn man es in einem starken Winkel betrachtete.

Eine Frage, die sich bei Solarzellen immer stellt, ist die nach der Effizienz. Leider scheint es mit dieser bei Kyoceras Prototyp nicht sonderlich weit her zu sein. Auf Nachfrage erhielten wir nur die Antwort, dass es sich noch um eine sehr neue Technik handle, die Entwicklung aber recht vielversprechend verlaufe. Dafür lädt der Prototyp sowohl unter Sonnenlicht als auch unter künstlichem Licht. Wann die Technik marktreif ist, wurde uns nicht verraten.

Zweiter Prototyp mit Windows Phone

Die Rückseite des Kyocera-PrototypDie Rückseite des Kyocera-Prototyp Außerdem zeigte Kyocera am Stand einen Prototypen, auf dem Windows Phone 8.1 installiert war. Ähnlich wie bei anderen Herstellern auch, handelte es sich um ein Android-Smartphone, auf dem statt des Google Betriebssystems Microsofts Konkurrenzsystem installiert war. Zumindest einige Tasten am Smartphone führten dann auch dazu, dass sich der Bildschirm kurzzeitig aus- und wieder einschaltete. Eine andere Taste hatte dagegen keinerlei Funktionalitäten.

Laut Kyocera sah man sich auf Grund der starken Nachfrage aber dazu veranlasst, seinen Kunden auch ein Handy mit dem Betriebssystem aus Redmond zu bieten. Wann das Gerät auf den Markt kommt, konnte man uns auch in diesem Fall nicht sagen. Wenn es kommt, soll es laut der Aussage der Mitarbeiterin am Stand aber mit Windows 10 erscheinen. Das legt nahe, dass das Smartphone frühestens im Herbst dieses Jahres erscheinen wird.

Hersteller betritt mit Kyocera Torque erstmals den europäischen Markt

Transparente Solarzelle im Display des SmartphonesTransparente Solarzelle im Display des Smartphones Bislang ist Kyocera mit seinen Outdoor-Smartphones ohnehin nicht auf dem europäischen Markt vertreten. Mit dem Torque wird nun zeitnah ein erstes Gerät in Deutschland und Frankreich auf den Markt kommen. Das Outdoor-Smartphone kann dabei für bis zu 30 Minuten in einer Wassertiefe von bis zu 1,5 Metern verbleiben. Zudem ist es staubgeschützt- und stoßfest. Gespräche werden beim Torque nicht nur über die Lautsprecher des Gerätes übertragen. Kyocera nutzt stattdessen ebenfalls Vibrationen, um das Telefonat auch in lauten Umgebungen hörbar zu machen.

Wann das Kyocera Torque mit Googles Android 4.4 (Kitkat) genau auf den Markt kommt, ist bislang noch nicht klar. Auch zu den Preisen gibt es bisher noch keine Informationen. Weitere Details haben wir bereits in einer früheren Meldung zusammengefasst.

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