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Bericht: KPN prüft Ausstieg bei Telefónica Deutschland

Der bisherige E-Plus-Betreiber KPN will seine Anteile an Telefónica Deutschland möglicherweise verkaufen. In unserer Meldung erfahren Sie, welche weiteren Optionen geprüft werden und warum es derzeit noch keinen Handlungsdruck gibt.
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KPN könnte Telefónica-Anteile verkaufenKPN könnte Telefónica-Anteile verkaufen Der ehemalige E-Plus-Eigner KPN hält seit der Übernahme des Unternehmens durch Telefónica Deutschland 20,5 Prozent der Anteile am nun größten deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber. Allerdings ist es einem Bericht des Handelsblatts zufolge durchaus denkbar, dass sich der niederländische Telekommunikationskonzern perspektivisch von dieser Beteiligung trennt.

"Das könnte eine der interessanten Optionen sein", zitiert das Handelsblatt den KPN-Chef Eelco Blok. Auf einer Branchenkonferenz in Barcelona sagte Blok dem Bericht zufolge weiter, am Ende komme es auf den Preis an. Entschieden sei aber noch nichts. Denkbar sei auch, dass KPN an der Beteiligung festhält oder diese an die Aktionäre abgibt.

Termin für Entscheidung noch unklar

Wann eine Entscheidung über die Zukunft des KPN-Anteils an Telefónica Deutschland fällt, ließ Blok offen. Allerdings besteht kurzfristig ohnehin noch kein Handlungsbedarf. Nach der Übernahme von E-Plus durch Telefónica hat sich KPN verpflichtet, die Anteile für mindestens ein Jahr zu behalten.

Die Übernahme des nach Kundenzahlen einst drittgrößten deutschen Mobilfunk-Netzbetreibers durch die Deutschland-Tochter der spanischen Telefónica wurde Anfang Oktober abgeschlossen. Durch die Fusion ist der zurzeit größte deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber entstanden.

Vor wenigen Tagen hat Telefónica die ersten Produkte seiner Marke o2 für Kunden von E-Plus freigegeben. Privatkunden von Base haben nun die Möglichkeit, bei ihrem Mobilfunk-Anbieter o2 DSL zu bestellen. Auch die Geschäftskunden-Pakete von o2 sind jetzt über die Vertriebskanäle von E-Plus zu bekommen. Details haben wir in einer eigenen Meldung zusammengefasst.

Telefónica will yourfone verkaufen

Allerdings will sich Telefónica aber offenbar auch von der einen oder anderen Marke trennen. So soll der Flatrate-Discounter yourfone an Drillisch verkauft werden, das bereits mit Marken wie simplytel und maXXim auf dem Markt ist. yourfone war im Frühjahr 2012 mit der ersten Allnet-Flat inklusive Daten-Flat für unter 20 Euro pro Monat auf dem deutschen Mobilfunkmarkt gestartet.

Branchenbeobachter fürchten, dass die Preise für die Verbraucher durch den Wegfall von E-Plus als eigenständiger Netzbetreiber steigen könnten, da sich dadurch die Konkurrenz-Situation auf dem deutschen Mobilfunkmarkt entschärfen könnte. Eine vergleichbare Entwicklung gibt es beispielsweise in Österreich, wo von ursprünglich fünf Netzbetreibern nur noch drei Anbieter übrig sind.

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