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Roboter-Kopf Kompott bringt Senioren ins Internet

Von Rita Deutschbein
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Es ist mal wieder Montag und damit Zeit für unsere Kuriositäten zum Wochenstart. Diesmal hat es einen Kandidaten erwischt, der die schnelllebige Zeit des Internet und Social Media auch unseren älteren Mitbürgern verständlich machen soll. Sein Name? Kompott. Seine Aufgabe? Menschen die keine Affinität zum Internet haben oder aus welchen Gründen auch immer nicht in der Lage sind einen normalen Computer zu bedienen, den Weg ins Internet zu vereinfachen. Zudem bietet er ihnen die Möglichkeit, zumindest virtuell immer mit ihren Lieben in Kontakt zu bleiben. Entstanden ist der Roboter, der lediglich aus Kopf und Schulter besteht, im Rahmen einer Bachelorarbeit von Florian Wille und Nino Cometti, Studenten der Zürcher HdK am IAD.

Ein Klaps auf den Hinterkopf wirkt Wunder

Kompott - Computerkopf für Senioren

Bedient wird der kleine Kerl über sein Gesicht, das als Touchscreen fungiert. Das heißt also, dass ihm ins Auge gepiekt, an die Stirn gehauen und ihm eins über die Ohren gegeben wird. Alles natürlich im Rahmen der Wissenschaft, versteht sich. Sollte Kompott mal nicht in Betrieb sein, stellt er sich schlafend. Der Touchscreen soll mit deutlichen Symbolen und einer einfachen Menüführung Zugang zu E-Mails, Videos und Co. ermöglichen. Die Funktionen sollen so einfach und selbsterklärend sein, dass sie auch ältere Menschen verstehen und durchführen können. Auf der Brust des Bots befindet sich ein großer Knopf, der den Zugang zu allen Kontakten des Benutzers gewährt. Für diejenigen, die Probleme beim Lesen oder Schreiben ihrer E-Mail-Antworten haben, verfügt Kompott über eine Technik, die Nachrichten sowohl laut vorliest, als auch Sprach-Kommandos in Text umwandelt. Dadurch kann der Nutzer seine E-Mail-Antworten oder neuen Nachrichten ganz einfach vorlesen und dennoch im Textformat an den entsprechenden Kontakt versenden. Eben wie eine ganz gewöhnliche E-Mail.

Mit Hilfe von Kompott soll älteren Menschen der Weg in das oftmals doch recht komplizierte Telekommunikations-Zeitalter geebnet werden. Eine serienmäßige Produktions des kleinen Kommunikationsroboters ist bisher aber nicht geplant. Wie Kompott im Betrieb aussieht und wie sein Interface funktioniert, wird im Video deutlich.

<via Engadget German>

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