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Facebook & Co.: Kinderfotos nicht ohne Erlaubnis posten

Ein schönes Kinder­foto ist schnell im Netz. Schneller zumin­dest, als das Motiv "Stopp!" sagen kann. Dabei würden viele Kinder das durchaus tun - doch viele Eltern fragen nicht nach.
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"Och süß", sagen die Eltern. Und drei Klicks später steht der Schnapp­schuss der Kleinen online. Doch auch Kinder haben ein Recht am eigenen Bild - und oft sehr genaue Vorstel­lungen davon, was von ihnen ins Netz darf. Eltern sollten Kinder daher vor dem Knipsen und spätes­tens vor dem Posten immer um Erlaubnis fragen. Das rät Nadia Kutscher, Profes­sorin für Erzie­hungs­hilfe, im Magazin "Scout" (Ausgabe 2/2019).

Keine Frage des Alters

Bevor man Kinderfotos auf Facebook und Co. postet, sollte man vorher fragenBevor man Kinderfotos auf Facebook und Co. postet, sollte man vorher fragen Rechte haben Kinder auch, bevor sie ausdrück­lich protes­tieren können, so die Expertin. Oft hätten Kinder schon sehr früh eine eigene Meinung dazu, welche Bilder ihnen unan­genehm sind. Das können auch Fotos sein, die Eltern schön und gänz­lich unpro­blema­tisch finden.

So schil­dert Kutscher zum Beispiel den Fall einer Sieben­jährigen, die ein Bild nicht im Netz sehen wollte, dass sie als Baby beim Stillen zeigt.

Kinder hätten ein sehr gutes Gespür für verschie­dene Arten von Öffent­lich­keit, erklärt Kutscher. Sie unter­scheiden zum Beispiel zwischen Fotos, die sie nur mit der Familie oder ihrem engsten Freun­deskreis teilen wollen, und solchen Aufnahmen, die die ganze Welt sehen darf.

Ein weiteres Daten­schutz-Thema bezieht sich auf den Mikro­blog­ging-Dienst Twitter. Mögli­cher­weise wurden Nutzer­daten der Zwei­faktor-Authen­tifi­zierung für Werbe­zwecke verwendet. Details dazu lesen Sie in einer weiteren News.

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