Förderung

Kabel Deutschland & Vodafone: Ausbaupläne für Hotspots

Der Ausbau von öffentlichen WLAN-Netzen ist in Zeiten von Smartphones und Tablets sinnvoll. Dies denkt sich auch Kabel Deutschland und schmiedet gemeinsam mit dem Mutterkonzern neue Pläne für die Verknüpfung der WLAN-Hotspots.
Von der Anga Com in Köln berichten /
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Kabel Deutschland will zusammen mit Vodafone noch mehr in den Ausbau der WLAN-Hotspots investieren und scheint in der Zukunft Großes vorzuhaben. So biete der Zusammenschluss noch mehr Möglichkeiten als zuvor. Dabei wolle Kabel Deutschland die Public Wifis mit denen des Mutterkonzern verknüpfen, wie auf einem Panel der Anga Com in Köln erwähnt wurde.

Doch wie will man die Infrastruktur miteinander verbinden? "Hierzu stehen noch keine konkreten Pläne fest, die spruchreif wären", sagte Isabel Aigner, die als Leiterin Produktmanagement WLAN bei Kabel Deutschland fungiert. Aigner fügte noch hinzu: "Die Optionen werden ausgelotet, was man gemeinsam aus dem Netz und der Infrastruktur machen kann."

Wie Public Wifis fördern?

Panel zum Thema Public Wifis und deren FörderungPanel zum Thema Public Wifis und deren Förderung Bei dem Panel wurde auch die Frage in den Raum geworfen, wie man generell Public Hotspots fördern könne. Dabei muss laut Kabel Deutschland erst einmal die Finanzierung stimmen. Aigner meint auch: "Die Beteiligten sollten sich an einen Tisch setzen und darüber sprechen: Wie können Förderprogramme eingesetzt werden? Politik und Kommunen müssen sich mit dem Anbieter zu diesem Thema auseinandersetzen. Dabei sollte nicht über gratis oder nicht gratis geredet werden."

NetCologne verfolgt hierbei einen etwas anderen Ansatz und betont, dass natürlich nicht nur der finanzielle Faktor eine Rolle spiele, sondern auch der des richtigen bzw. möglichen Standortes für den Einsatz von Access Points. Stellvertretend für NetCologne sagte Ivan Andric (Leiter Systemberatung / Sales Support Geschäftskunden): "Wenn Geld da ist, kann es teuer werden, Access Points an bestimmter Stelle anzubringen." Es würden zwar viele Anfragen für Hotspots kommen, allerdings müssen die Städte und Gemeinden bei der Wahl des Ortes dem Anbieter etwas entgegenkommen. Dabei muss auch immer Hinterkopf behalten werden, so Andric, wie teuer der Ausbau der Hotspots wirklich ist und welchen reellen Nutzen dieser bringt.

Nils Sadowski von wilhelm.tel sieht in den Hotspots eher eine Möglichkeit, den Kunden an sich zu binden und ist der Auffassung, dass sich "Public Wifis sich nie selbst tragen können". Bei dem Ausbau von WLAN-Hotspots spielt ansonsten für viele Anbieter die Wirtschaftlichkeit eine tragende Rolle und am Ende müsse einer dafür bezahlen.

Kabel Deutschland startet Hotspot Business Pro und Hotspot Business City

Kabel Deutschland hat, passend zum Panel auf der Anga Com, auch zwei neue Angebote für öffentliche WLAN-Netze vorgestellt. Mit den neuen WLAN-Lösungen Hotspot Business Pro und Hotspot Business City spricht Kabel Deutschland beispielsweise Unternehmen wie Hotels, aber auch Städte und Gemeinden an, die größere Flächen oder mehrere Räume mit WLAN versorgen wollen. Kabel Deutschland als Betreiber der WLAN-Hotspots kümmert sich bei den neuen Lösungen um die Fragen der Störerhaftung. So möchte es Kabel Deutschland auch Städten, Gemeinden und größeren Unternehmen mit Publikumsverkehr ermöglichen, öffentliche WLAN-Hotspots anzubieten. Für kleinere Unternehmen, beispielsweise Cafés, Restaurants oder Arztpraxen, bietet Kabel Deutschland bereits seit einiger Zeit Hotspot-Produkte an. Technisch werden die Lösungen individuell auf die örtlichen Gegebenheiten zugeschnitten und individuell für die Kunden kalkuliert.

Basis der WLAN-Hotspots sind ein oder mehrere Internet-Anschlüsse, jeweils mit der maximalen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 200 MBit/s im Download. Sämtliche für den Hotspot erforderliche Hardware, beispielsweise WLAN-Router und Repeater, sind Bestandteil der Angebote. Bei Hotspot Business City stehen WLAN-Lösungen im Außenbereich im Fokus, beispielsweise an öffentlichen Plätzen. Dabei kann der Kunde (also in diesem Fall der Hotspot-Anbieter) sich zwischen verschiedenen Nutzungsmodellen entscheiden – etwa einer zeitlich begrenzten Nutzung oder einer unbegrenzt kostenfreien Nutzung.

Auf der Anga Com selbst hatte auch Unitymedia seine Pläne für öffentliche WLAN-Netze vorgestellt.

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