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wilhelm.tel schaltet Analog-TV im Kabel ab

Der Kabelnetzbetreiber wilhelm.tel beendet zwischen dem 15. Januar und dem 25. März 2018 die analoge TV-Verbreitung. Es ist nach Unitymedia der zweite größere Kabelnetzbetreiber, der ausschließlich auf digitales Fernsehen setzt.

Aus für Analog-TV bei wilhelm.tel Aus für Analog-TV bei wilhelm.tel
Screenshot: Michael Fuhr/teltarif.de
Unter dem Motto "Kabel 4.0 - Das Fernsehen der Zukunft ist digital" beendet der Kabelnetzbetreiber wilhelm.tel zwischen dem 15. Januar und dem 25. März 2018 die analoge TV-Verbreitung für die meisten seiner Kunden. In allen von der Abschaltung betroffenen Programme werden ab dem 28. November dieses Jahres zwischen 8.55 und 19.55 Uhr Lauftexte eingeblendet, die auf den Umstieg hinweisen. Laut dem Betreiber werden diese Hinweise in jeder Stunde für insgesamt fünf Minuten zu sehen sein.

Kunden benötigen neuen Fernseher oder Digitalreceiver

Aus für Analog-TV bei wilhelm.tel Aus für Analog-TV bei wilhelm.tel
Screenshot: Michael Fuhr/teltarif.de
wilhelm.Tel versorgt Kabelkunden im südlichen Schleswig-Holstein und in Teilen Hamburgs über Glasfaser. Von der Analog-Abschaltung betroffen sind mehr als 31 000 Kabelkunden in den Regionen Hamburg, Norderstedt, Henstedt-Ulzburg, Alveslohe, Wacken, Tangstedt, Kayhude, Itzehoe, Kaltenkirchen und Wedel. Die Umstellung in den übrigen Versorgungsgebieten erfolge zu späteren Terminen, die der Netzbetreiber frühzeitig ankündigen werden. Wer die Hinweistafeln im Kabel sieht, hat Handlungsbedarf und benötigt entweder ein neues Fernsehgerät mit DVB-C-Empfang oder einen entsprechenden Digitalreceiver.

wilhelm.Tel verkauft zum Empfang nötige Set-Top-Boxen auch selbst und kündigt zudem eine Aktion an, bei der man auch moderne Fernsehgeräte bei dem Netzbetreiber erwerben kann. Der norddeutsche Anbieter verweist noch einmal auf die Vorteile des digitalen Fernsehens: Auf dem Kanalplatz eines analogen Senders können bis zu 12 digitale Programme gesendet werden, so das Unternehmen. Die Analogabschaltung schaffe damit Platz für bis zu 300 zusätzliche Sender, darunter viele in hochauflösender HD oder Ultra-HD-Qualität.

Kabel-UKW bleibt bestehen

wilhelm.tel ist der zweite größere Kabelnetzbetreiber nach dem Branchenriesen Unitymedia, der Ende Juni in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen seine letzten analogen Kanäle abgeschaltet hatte.

Genauso wie bei Deutschlands zweitgrößtem Kabelnetzbetreiber betrifft die Analogabschaltung nicht die Radiokunden: Der UKW-Hörfunk bleibt vorerst im Kabel bestehen. Auch, weil wilhelm.tel die bisherigen Radiofrequenzen noch nicht für den neuen Kabel-Internet-Standard DOCSIS 3.1 benötigt.

2018 geht die Analogabschaltung auch bei Deutschlands größtem Netzbetreiber Kabel Deutschland los: Als erstes werden - im Rahmen eines Pilotversuchs - Haushalte im bayerischen Landshut vom Ende des Analog-TV betroffen sein.

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