Bestandskunden

Vodafone-DSL-Kunden können zu Kabel Deutschland wechseln

Kunden von Vodafone, die ihren Anschluss zum Kabelnetz von Kabel Deutschland umziehen wollen, haben ein Sonderkündigungsrecht bei Vodafone. Ab 7. Mai ist der Umzug für Bestandskunden möglich. Lesen Sie, welche Vor- und Nachteile der Wechsel hat.
Von Thorsten Neuhetzki
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Vodafone-DSL-Kunden können ab kommender Woche auch schon vor Ablauf ihrer Mindestvertragslaufzeit zu Kabel Deutschland wechseln. Das geht aus teltarif.de vorliegenden Händlerinformationen hervor, die von einem Sonderkündigungsrecht "ungeachtet der Vertragslaufzeit" spricht. Voraussetzung ist lediglich, dass die Versorgung über Kabel Deutschland möglich ist. Dabei fallen weder Portierungskosten noch Bereitstellungskosten an.

Kabel-Deutschland-Produkte können nicht mit dem Vodafone-Vorteil kombiniert werden. In diesem Zusammenhang entfällt auch für Vodafone-DSL-Produkte der Vodafone Vorteil. Zudem geht aus den Informationen hervor, dass der Vodafone-Bestandskunde, der zu Kabel Deutschland wechselt, direkt auf die regulären Konditionen des Kabelnetzbetreibers umgestellt wird und keine Neukundenpromotion bekommt. Im Fall der Doppel-Flatrates kosten die Anschlüsse somit 29,90 Euro, 32,90 Euro oder 39,90 Euro monatlich für 25, 50 und 100 MBit/s.

Kunden, die derzeit einen VDSL-Anschluss bei Vodafone nutzen, sollten bedenken, dass sie bei Kabel Deutschland selbst bei einem Wechsel zu einem 100-MBit/s-Anschluss eine geringere Bandbreite im Upstream bekommen. Statt 10 MBit/s wie bei VDSL gibt es nur 6 MBit/s. Beim 50-MBit/s-Pendant gibt es nur 2 MBit/s Upstream. Für Kunden, die auch TV über Kabel Deutschland empfangen wollen, gelten andere Konditionen, die von ihrem Grundanschluss abhängig sind. Hier gibt es auch Neukunden-Promotions. Ein Wechsel ist generell ab 7. Mai möglich.

Vorteil für Vodafone: Kosteneinsparung bei der Telekom

Vodafone lässt seine DSL-Kunden sofort wechseln - aber nur zu Kabel DeutschlandVodafone lässt seine DSL-Kunden sofort wechseln - aber nur zu Kabel Deutschland Wechselt ein Kunde von Vodafone zu Kabel Deutschland, so bleibt der Kunde im Unternehmen. Kabel Deutschland gehört mittlerweile zu Vodafone. Allerdings hat Vodafone durch das Verlagern des Kunden zum Kabelnetz geringere Kosten. Während das Kabel-Unternehmen dank der Kabelinfrastruktur über Leitungen bis zu den Kunden verfügt, muss Vodafone bei DSL und VDSL die Kupferleitung der Telekom mieten. Das kostet, je nach Variante, etwa 7 bis 10 Euro monatlich netto. Das sind pro Jahr also 80 bis 120 Euro Ersparnis. Würden also im ersten Jahr nur 10 000 Kunden die Infrastruktur von DSL zu Kabel wechseln, hätte Vodafone schon alleine durch diesen Schritt weit mehr als eine Million Euro eingespart. Zusätzlich kann man bei Störungen schneller und einfacher mit den Kunden interagieren, da kein Telekom-Techniker benötigt wird.

Vodafone setzt auch sonst vor allem auf die Vermarktung von Breitbandanschlüssen über Kabel Deutschland. Details dazu haben wir heute Morgen in einer Meldung zusammengefasst.

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