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Kabel Deutschland wird jetzt auch in München schneller

Etwa 750 000 Haushalte in der bayerischen Landeshauptstadt und den umliegenden Orten können nun über Kabel Deutschland schneller surfen. Dass der Anbieter diese Stadt als erste Großstadt für die 200-MBit/s-Anschlüsse ausgewählt hat, überrascht nicht angesichts der Konkurrenz-Situation.
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Bei Kabel Deutschland werden die Anschlüsse in München schnellerBei Kabel Deutschland werden die Anschlüsse in München schneller Zur IFA im vergangenen September kündigte Kabel Deutschland an, Internet-Angebote mit bis zu 200 MBit/s im Downstream zu starten. Im November wurde das neue Produkt in den ersten Städten in Betrieb genommen, jetzt ist es mit München und Umgebung in der ersten Großstadt verfügbar.

Zu den 200 MBit/s im Download bekommt der Kunde bis zu 12 MBit/s im Upload. Gebucht werden kann ab sofort in etwa 750 000 Haushalten in und um München. Konkret meldet Kabel Deutschland - das Unternehmen gehört seit vergangenem Jahr zu Vodafone -, dass die Buchung neben München auch in in vielen umliegenden Orten wie Baierbrunn, Gauting mit Stockdorf, Germering, Gräfelfing, Ismaning, Krailling, Neubiberg, Neuried, Ottobrunn, Planegg, Puchheim, Pullach, Riemerling und Unterföhring möglich sei. Neukunden erhalten das Internet- und Telefonprodukt für 39,90 Euro monatlich in den ersten zwölf Monaten. Danach beträgt der Preis 59,90 Euro pro Monat. Die Mindestvertragslaufzeit liegt bei 24 Monaten. Grundsätzlich empfiehlt Kabel Deutschland für diese hohen Internet-Geschwindigkeiten eine LAN-Verbindung: mit dem mitgelieferten Kabelmodem oder der für fünf Euro monatlich hinzu buchbaren HomeBox Fritz!Box 6490. Diese neue Homebox haben wir vor kurzem ausführlich getestet.

M-net bietet als direkter Mitbewerber schon 300 MBit/s in München an

Im November waren 1,1 Millionen Haushalte technisch mit 200 MBit/s versorgt, nun sind es 1,85 Millionen. Bis Ende des laufenden Geschäftsjahres am 31. März will Kabel Deutschland rund zwei Millionen Haushalte mit den neuen Internetbandbreiten versorgen können. Anfang 2016 sollen es bereits über sieben Millionen Haushalte sein. Insgesamt kann Kabel Deutschland heute etwa 14,3 Millionen Haushalte im Verbreitungsgebiet des Unternehmens die bis zu 100 MBit/s schnellen Internetanschlüsse nutzen.

Es ist unwahrscheinlich, dass es bei 200 MBit/s im Downstream bleibt. Tele Columbus, ein direkter Wettbewerber von Kabel Deutschland, hat gerade den Start eines Produktes mit 400 MBit/s im Downstream in Potsdam angekündigt. Kabel Deutschland konnte in einem Feldversuch mit bis zu 4,7 GBit/s im Downstream einen Geschwindigkeitsrekord erzielen und hat auf der IFA 1-GBit/s-Datenraten im normalen Netz gezeigt. Außerdem erwartet das Vodafone-Unternehmen, die Kapazität der Kabelnetze perspektivisch auf bis zu 20 GBit/s erhöhen zu können. Dass das Unternehmen jetzt München als erste Großstadt gewählt hat, dürfte kein Zufall sein. In der Landeshauptstadt hat der Lokalanbieter M-net ein echtes Glasfasernetz aufgebaut und bietet seinen Kunden inzwischen Anschlüsse mit 300 MBit/s im Downstream und 30 MBit/s Upstream.

100-MBit/s-Ausbau geht parallel weiter

Noch kann Kabel Deutschland nicht alle Haushalte mit 100 MBit/s im Downstream versorgen. Doch der Ausbau geht auch hier weiter. Heute erst hat das Unternehmen weitere Erschließungen vermeldet: 17 000 Haushalte in der Region Mölln und Ratzeburg sowie in den umliegenden Orten Alt Mölln, Bäk, Breitenfelde, Einhaus, Grambek, Harmsdorf, Mechow, Panten, Schmilau und Ziethen können nun schneller surfen. Bisher standen für sie nur Anschlüsse mit bis zu 32 MBit/s zur Verfügung.

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