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Iridium tauscht Satelliten für weltweites Handy-Netz aus

Thales Alenia Space liefert 81 neue Satelliten für Mobilfunknetz
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Wie berichtet plant das einzige weltweit verfügbare Satelliten-Handynetz Iridium die Modernisierung seiner Technik. Viele der zurzeit 66 Satelliten des Unternehmens sind in die Jahre gekommen, so dass einige Nutzer bereits darüber klagen, dass der Empfang des Netzes zuweilen zu wünschen übrig lässt.

Nun teilte Iridium mit, sein seit langem geplantes Projekt Iridium Next umzusetzen. Im Rahmen dieses Projekts wurde das französische Unternehmen Thales Alenia Space mit dem Bau und der Lieferung von insgesamt 81 neuen Satelliten beauftragt. Damit hat Iridium mehr Satelliten bestellt, als für den weltweit flächendeckenden Betrieb des Netzes erforderlich wären. Neuer Iridium-SatellitNeuer Iridium-Satellit

Iridium Next soll für Ausfall-Sicherheit sorgen

Wie der Anbieter unterstreicht, sollen die neuen Satelliten für Ausfallsicherheit sorgen. So werden neben den 66 Satelliten, die das Funknetz bilden, weitere sechs Satelliten gestartet. So hat der Betreiber die Möglichkeit, im Falle einer Störung kurzfristig eine Ersatzschaltung zu realisieren.

Neun weitere Satelliten werden zunächst nicht ins Weltall geschossen. Sie werden zum Einsatz kommen, sobald die Satelliten, die in Betrieb sind, längerfristig ausfallen - sei es wegen einer technischen Störung oder weil sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Insgesamt 2,9 Milliarden US-Dollar, umgerechnet also rund 2,37 Milliarden Euro, lässt sich Iridium den Netzausbau kosten.

Erst 2017 alle neuen Satelliten verfügbar

Gegenüber den ursprünglichen Plänen, die 70 neue Satelliten bis 2014 vorsahen, gibt es allerdings weitere Verzögerungen. So werden nach aktuellem Stand erst 2015 die ersten der nun beauftragten Satelliten ins Weltall befördert. Sogar erst 2017 sollen alle neuen Satelliten zur Verfügung stehen.

Bleibt zu hoffen, dass die aktuell in Betrieb befindlichen Iridium-Satelliten das Netz bis zum Austausch in fünf bis sieben Jahren aufrecht erhalten können. Das System wird unter anderem vom amerikanischen Militär genutzt, steht aber auch zivilen Interessenten offen. Derzeit hat Iridium nach eigenen Angaben rund 359 000 Kunden.

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