Phablet

iPhone XS Max im Test: Apples neues Phablet-Flaggschiff

Das iPhone XS Max ist das erste Phablet im neuen Smartphone-Design von Apple. Wir haben das neue iOS-Flaggschiff getestet und berichten darüber, was der Bolide im Alltag leistet.

Auf der Rückseite finden sich die Linsen der 12-Megapixel-Dual-Kamera. Leider stehen diese abermals aus dem Gehäuse heraus. Das sorgt einerseits dafür, dass das Handy auf einer glatten Oberfläche liegend leicht kippelt. Auf der anderen Seite sind die Linsen auch weniger gut geschützt. Auch wenn Apple von sehr widerstandsfähigem Glas spricht, sollte man als Nutzer zu einer Hülle greifen, die dann aber wieder den Nachteil hat, dass das durchaus Edle Äußere - wahlweise in Gold, Silber oder Spacegrau - gar nicht so recht zur Geltung kommt.

Auf der linken Außenseite hat Apple den Stumm-Schalter und die Lautstärkeregler verbaut, wobei die Stumm-Taste durch die Nicht-stören-Funktion des iOS-Betriebssystems mittlerweile eigentlich verzichtbar geworden ist. Rechts findet sich der Ein/Aus-Schalter und darunter der Schacht für die Nano-SIM-Karte. Diese muss nun mit der Kontaktfläche nach oben eingelegt werden - vermutlich aufgrund der für China, Hongkong und Macau produzierten Version der neuen iPhones, die zwei Nano-SIM-Karten aufnimmt. Hierzulande wird die Dual-SIM-Funktion ebenfalls ermöglicht - allerdings mittels einer eSIM zusätzlich zur Nano-SIM, die erst mit einem Software-Update im Herbst freigeschaltet wird. Das iPhone XS Max kommt ab Werk mit iOS 12 Das iPhone XS Max kommt ab Werk mit iOS 12
Foto: teltarif.de

Großes Display mit guter Darstellung

Das 6,5 Zoll große Display ist "der" Unterschied zum kleineren iPhone XS. Ansonsten sind beide Smartphones abseits der Akkukapazität identisch. Es handelt sich - wie schon beim iPhone X - um einen OLED-Touchscreen, der entsprechend kräftige, aber dennoch naturgetreue Farben liefert. Vor allem auch bei direkter Sonneneinstrahlung spielen OLED-Displays ihre Vorteile gegenüber den LCD-Bildschirmen aus. Während die Inhalte auf OLED-Touchscreens noch gut lesbar sind, sieht man bei verbauter LCD-Technik fast nichts mehr, wie sich in einem teltarif.de-Test auf Palm Jumeirah in Dubai gezeigt hat.

Der Touchscreen des iPhone XS Max bietet eine Auflösung von 2688 mal 1342 Bildpunkten. Allerdings ist diese - anders als beispielsweise bei Samsung-Smartphones - nicht änderbar. Im Test bot der Touchscreen eine gute Blickwinkelstabilität. Dazu spiegelte der Bildschirm kaum und er war deutlich weniger "empfänglich" für Fingerabdrücke als bei früheren iPhone-Modellen. Das hat uns gut gefallen. Die Aussparung am oberen Displayrand (Notch) ist wiederum wie schon beim iPhone X recht groß, sodass in den "Display-Ohren" kaum noch sinnvolle Inhalte dargestellt werden können. Das hat Huawei beim P20 Pro eleganter gelöst. Zudem hätte Apple den Touchscreen noch einen Tick näher an den Gehäuserand bauen können. Display im Blickwinkel-Test Display im Blickwinkel-Test
Foto: teltarif.de

Satter Sound aus kleinen Lautsprechern

Deutlich verbessert hat Apple die Klangqualität der im iPhone integrierten Lautsprecher, die sich an der Unterseite und - gemeinsam mit der Hörmuschel für Telefonate - in der Display-Notch - befinden. Hält man das Gerät im Querformat, so kommt nun auch eine Art Stereo-Basisverbreiterung zum Tragen. Der Stereo-Effekt ist wesentlich besser als beim iPhone X aus dem vergangenen Jahr. Klanglich kann es das iPhone XS Max durchaus mit dem Spitzenmodellen von HTC aufnehmen, die bislang Referenz für im Handy verbaute Lautsprecher waren.

Für die Beschallung am Nachttisch, im Bad oder in der Küche reichen die internen Lautsprecher des iPhone XS Max aus. Für größere Räume empfiehlt es sich, per Bluetooth, AirPlay oder GoogleCast externe Boxen anzusteuern. Alternativ kommt auch eine Docking Station in Frage, die wiederum mit einer Klinkenbuchse ausgestattet ist und sich so mit der HiFi-Anlage verbinden lässt.

Auf der dritten Seite berichten wir unter anderem über Soft- und Hardware, die das iPhone XS Max an Bord hat.

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