Themenspezial: Hardware Langzeit-Test

Erfahrungsbericht: Sechs Monate mit dem iPhone XS Max

Seit einem halben Jahr nutze ich das iPhone XS Max als primäres Smartphone. Somit ist es an der Zeit für einen Langzeit-Test.

Für den Batteriezustand zeigt mir das Betriebssystem auch nach einem halben Jahr intensiver Nutzung noch 100 Prozent und demnach Höchstleistungsfähigkeit an. Mit der Akkukapazität bin ich zufrieden. Selbst an Tagen mit intensiver Beanspruchung des iPhone musste ich den Akku nicht zwischenzeitlich nachladen. Ein Akku-Case habe ich mir aus diesem Grund nicht zugelegt. Für den Fall, dass es doch einmal knapp wird, habe ich in der Regel eine Powerbank im Gepäck.

Apple iPhone XS Max

Der Mobilfunkempfang kommt mir etwas schwächer als beim iPhone X vor. Apple hat hier zwar im Herbst mit Baseband-Updates offenbar noch ein bisschen nachgeholfen. In Grenzfällen habe ich dennoch insbesondere im LTE-Netz einen schlechteren Pegel als mit dem iPhone X. Der Unterschied ist nicht dramatisch groß, aber dennoch feststellbar. Hier bleibt zu hoffen, dass Apple mit der nächsten iPhone-Generation nachbessert. Hauptkamera mit zwei Linsen auf der Rückseite Hauptkamera mit zwei Linsen auf der Rückseite
Foto: teltarif.de

Telefonie mit dem iPhone XS Max

Die Sprachqualität bei Telefonaten ist etwas besser als beim iPhone X. Das Smartphone spielt seine Stärken aber auch dadurch aus, dass die Netzbetreiber für immer mehr Verbindungen den HD-Voice-Codec anbieten. Der Gesprächspartner ist stets gut zu verstehen, es gibt keine eigenproduzierten Nebengeräusche und die Hörmuschel neigt auch bei hoher Lautstärke nicht zu einer verzerrten Wiedergabe.

VoLTE und WLAN Call funktionieren in den Netzen von Telekom und Telefónica tadellos (Vodafone nicht getestet). Wird eine dieser beiden Betriebsarten genutzt, so ist der Rufaufbau ähnlich schnell wie "früher" von ISDN-Anschlüssen im Festnetz gewohnt. Für WLAN Call würde man sich als Nutzer wünschen, selbst die Priorität der Betriebsart (WLAN Call oder Mobilfunk bevorzugt) einstellen zu können, wie es beispielsweise Huawei bei seinen Android-Smartphones ermöglicht. Seit Dezember ist in Deutschland auch Apple Pay verfügbar Seit Dezember ist in Deutschland auch Apple Pay verfügbar
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Wunsch für die nächste iPhone-Generation

Für die nächste iPhone-Generation würde ich mir ein Comeback für die Touch ID - parallel zur Gesichtserkennung - wünschen. Ähnlich wie bei Samsung- und Huawei-Handhelds könnte der Fingerabdrucksensor ins Display integriert werden, sodass kein zusätzlicher Home-Button erforderlich ist. Weiterer Wunsch wäre ein "Max-Modell" mit 128 GB Speicherplatz - mit entsprechendem Preisvorteil gegenüber dem Gerät mit 256 GB Speicher. 64 GB sind mir persönlich etwas zu knapp, 256 GB sind für meine Zwecke wiederum überdimensioniert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das iPhone XS Max zwar seine Schwächen hat. Für mich hat sich der Umstieg dennoch insbesondere wegen der Dual-SIM-Funktion gelohnt. Vorbei sind damit die Zeiten, in denen ich zwei Geräte benötigt habe, wenn ich meine Geschäfts- und Privatnummer parallel betreiben wollte. Aufgrund der hohen Preise, die neben Apple auch andere Premium-Hersteller mittlerweile für Smartphone-Spitzenmodelle verlangen, bin ich in Zukunft allerdings auch nicht mehr bereit, jährlich auf ein neues Handy umzusteigen, wie ich es in der Vergangenheit oft gemacht habe.

In einer weiteren Meldung finden Sie unserem "Haupt-Test" zum iPhone XS Max.

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