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iPhone XS (Max) und iPhone XR: Schlechter LTE-Empfang?

Seit September gibt es Diskussionen zu den Empfangseigenschaften der aktuellen iPhone-Modelle von Apple. Wir haben uns die Situation unter iOS 12.1 nochmals angesehen.
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Neue iPhones mit schlechtem Empfang?Neue iPhones mit schlechtem Empfang? Wie berichtet beklagen einige Nutzer von iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR einen schlechteren Mobilfunkempfang als mit älteren Smartphone-Modellen von Apple. Nach wie vor ist allerdings kein einheitliches Bild erkennbar. Das hat sich auch nach der Installation des Updates auf iOS 12.1 nicht verbessert. Dabei bestand eigentlich die Hoffnung, dass Apple die Probleme mit einem Baseband-Update in den Griff bekommt, was zumindest nach aktuellem Stand nicht der Fall zu sein scheint.

Anwender, die neben einer physischen SIM-Karte auch eine eSIM in einem iPhone XS Max betreiben und demnach die Dual-SIM-Funktion des Smartphones nutzen, berichten gegenüber der teltarif.de-Redaktion, eine Empfangsverschlechterung trete vor allem dann auf, wenn beide Mobilfunkanschlüsse parallel betrieben werden. Eine Besserung sei sichtbar, wenn die eSIM abgeschaltet oder die Nano-SIM entfernt wird - ein Effekt, den wir so nicht reproduzieren konnten.

Allerdings stellten auch wir in Tests im mobilen Betrieb Verschlechterungen gegenüber einem iPhone X im gleichen Mobilfunknetz fest. An Stellen, an denen mit dem iPhone X eine stabile LTE-Verbindung gewährleistet war, fällt das iPhone XS Max zum Teil ins UMTS- oder sogar GSM-Netz zurück - mit entsprechend schlechterer Performance bei der mobilen Internet-Nutzung.

Fehler aus iOS 12.1 Beta behoben

Gegenüber den ersten Beta-Versionen von iOS 12.1 hat Apple für die finale Version der aktuellen Betriebssystem-Variante das Problem behoben, dass im Dual-SIM-Betrieb einer der beiden Mobilfunkanschlüsse hin und wieder unvermittelt den Netzkontakt verlor und nach wenigen Sekunden wieder herstellte. Es kommt aber weiterhin vor, dass das empfangene Signal kurzzeitig schwächer als gewohnt ist, während das Signal mit einem parallel am gleichen Ort betriebenen iPhone X keine Auffälligkeiten zeigt. Andererseits gelang im Test der Empfang einer LTE-Basisstation in rund zehn Kilometer Entfernung, was unter den gleichen Bedingungen mit dem iPhone X nicht geklappt hat. Die neueren iPhone-Modelle haben demnach offensichtlich nicht grundsätzlich schlechteren Mobilfunkempfang als ihre Vorgänger, aber durchaus ein anderes Empfangsverhalten, das sich je nach Standort und Mobilfunknetz positiv oder auch negativ auswirken kann.

Ob es Apple gelingt, durch weitere Software-Updates noch Verbesserungen herbeizuführen, bleibt abzuwarten. iOS 12.1.1 befindet sich bereits im Beta-Test und dürfte in den kommenden Wochen für alle Nutzer veröffentlicht werden. Hintergrund der gegenüber früheren iPhone-Modellen veränderten Empfangseigenschaften dürfte vor allem ein geändertes Antennendesign bei den aktuellen Geräten sein. Offenbar ist Apple selbst mit dem Resultat unzufrieden. Wie bereits berichtet gibt es Hinweise darauf, dass der Hersteller bei seinen für das kommende Jahr geplanten iPhones erneut Änderungen vornehmen wird.

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