Nachfrage

Produktion gedrosselt: iPhone SE 2022 ein Ladenhüter?

Das iPhone SE 2022 verkauft sich laut Analysten zufolge schlechter als erwartet. Daher werde die Produk­tion gedros­selt. Auch andere Apple-Produkte sind von der Flaute betroffen.

Das erst seit wenigen Tagen erhält­liche iPhone SE 2022 verkauft sich offenbar schlechter als ange­nommen. Sowohl der in Apple-Kreisen bekannte Analyst Ming-Chi Kuo als auch die japa­nische Wirt­schafts­zei­tung Nikkei Asia berichten, der Hersteller habe veran­lasst, dass weniger Exem­plare des neuesten iPhone-Modells produ­ziert werden als zunächst geplant. iPhone SE 3 verkauft sich offenbar schlecht iPhone SE 3 verkauft sich offenbar schlecht
Fotos: Apple/teltarif.de, Montage: teltarif.de
Kuo erklärte auf Twitter, er gehe für das Gesamt­jahr 2022 nur noch von 15 bis 20 Millionen verkauften Geräten aus. Zuvor zeigte sich der Analyst mit einer Prognose von 25 bis 30 Millionen iPhone-SE-2022-Exem­plaren opti­mis­tischer. Laut Nikkei Asia werden allein in den nächsten drei Monaten bis zu drei Millionen Geräte weniger herge­stellt als zunächst vorge­sehen.

iPhone SE 2022 kurz­fristig lieferbar

Apple iPhone SE (2022)

Ein Blick in den Online-Store von Apple scheint die geringe Nach­frage nach dem aktu­ellen Modell des iPhone SE zu bestä­tigen. Während andere iPhone-Modelle kurz nach ihrem Verkaufs­start oft wochen­lange Liefer­zeiten haben, ist das neue iPhone SE mit 5G-Unter­stüt­zung, aktu­ellem Prozessor und Retro-Look kurz­fristig lieferbar.

Apple wollte das iPhone SE 2022 als güns­tige Alter­native zu anderen aktu­ellen Smart­phones posi­tio­nieren. Zudem verfügt das Gerät über einen Finger­abdruck-Sensor, den der Hersteller bei seinen anderen Handys vor einigen Jahren durch die Gesichts­erken­nung ersetzt. Die kompakte Bauform ist hingegen kein Argu­ment für das iPhone SE 2022, denn das iPhone 13 mini ist sogar noch kleiner, hat aber ein deut­lich größeres Display und eine bessere Kamera.

Sinkende Nach­frage auch bei anderen Apple-Produkten

Dem Nikkei-Asia-Bericht zufolge fährt Apple nicht nur die Produk­tion des iPhone SE 2022 zurück. Auch von den vier iPhone-13-Modellen und von den AirPods werden demnach weniger Einheiten herge­stellt als ursprüng­lich vorge­sehen. Vor allem beim iPhone 13 sei das aller­dings ein saiso­naler Effekt, den Apple in jedem Jahr nutze, um die Produk­tions­auf­träge anzu­passen.

Im Herbst wird Apple voraus­sicht­lich die iPhone-14-Serie vorstellen. Ein Mini-Modell ist bishe­rigen Bran­chen­berichten zufolge dann nicht mehr geplant. Statt­dessen soll es je zwei Stan­dard- und Pro-Versionen mit 6,1 und 6,7 Zoll großem Touch­screen geben. In einer weiteren Meldung zeigen wir Ihnen, wie das iPhone 14 (Max) aussehen könnte.

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