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iPhone ohne SIM-Lock: Im Ausland mit lokaler Prepaid-SIM sparen

Tipps & Tricks zur Nutzung und Netzwahl in der Schweiz

Den mit Abstand besten Prepaid-Tarif für iPhone-Nutzer in der Schweiz bietet der größte Netzbetreiber der Schweiz, Swisscom. Im Tarif Natel Easy Liberty Uno kostet ein Megabyte mobiles Internet einen Schweizer Franken. Pro Tag deckelt die Swisscom die Rechnung aber bei fünf Franken, also etwa 3,30 Euro. Freilich behält sich Swisscom vor, bei übermäßiger Nutzung den betreffenden Kunden auf Nachricht hin auf einen anderen Tarif umzustellen, die Übertragungsgeschwindigkeit zu drosseln oder den Tarif ganz einzustellen. Es gibt aber keine konkreten Beschränkungen wie in Deutschland bei Tagesflatrates für das mobile Internet üblich. Telefonate innerhalb der Schweiz kosten 0,80 Franken pro Stunde, nach Deutschland 1,10 Franken, also 0,72 Euro pro Minute. Die Annahme von Anrufen in der Schweiz ist kostenfrei.

Die Prepaid-Karte von Swisscom gibt es grundsätzlich an einer Vielzahl an Verkaufsstellen, zum Beispiel auch an allen Poststellen der Schweiz. Der Kauf der Natel Easy Liberty Uno empfiehlt sich nach den Erfahrungen von teltarif.de aber nur im Swisscom-Shop selbst. Wichtig ist dabei nämlich die Aktivierung der Prepaid-Karte im Tarif Natel Easy Liberty Uno und nicht in einem anderen Prepaid-Tarif. Denn nur im Natel Easy Liberty Uno sind die günstigen Konditionen für das mobile Internet dabei und genau jene Aktivierung in diesem speziellen Tarif macht der ein oder anderen externen Verkaufsstelle Probleme. Die Karte selbst kostet 19,90 Franken, dabei ist ein Guthaben von 20 Franken bereits auf der Karte enthalten. Die Karte kann an vielen Orten in der Schweiz aufgeladen werden: Neben den schon erwähnten Swisscom-Shops und Poststellen auch an vielen Kiosken, den SBB-Fahrkartenautomaten und im Internet [Link entfernt] .

Prepaid-Tarife von Orange und Sunrise nur bedingt empfehlenswert

Weitere Apple iPhone News:
Neben der Swisscom verkaufen auch Orange und Sunrise Prepaid-Karten, die man im iPhone zum Telefonieren und Surfen nutzen kann. Da Orange aber weder selbst noch über Discounter einen vernünftigen Tarif zum Surfen im mobilen Internet anbietet, möchten wir im Folgenden auf die Betrachtung im Detail verzichten. Nur einen Hinweis, oben bereits schon angedeutet: Ohne jegliche Konfigurationen gelang im Test von teltarif.de auch hier die Verbindung ins Internet, allerdings zum wenig günstigen Tarif von 15 Franken pro Megabyte. Vorteil der Karte ist hingegen der im Vergleich zu Swisscom deutlich günstigere Telefoniepreis nach Deutschland: Im Tarif orangeclick zahlt man hier 0,39 Franken, also 0,25 Euro, pro Minute.

Sunrise verschenkte im Test von teltarif.de die SIM-Karte mit einem Guthaben von 20 Franken, so dass wir "nur" unsere Ausweisdaten beim Kauf zur Registrierung hinterlassen mussten. Der Tarif für das mobile Internet ist in der Option Take away prepaid etwas besser, man zahlt für eine Stunde drei Franken, also etwa zwei Euro. Gerade wenn man während eines Urlaubstages immer wieder mit dem iPhone online gehen will, bleiben aber auch hier etwa zwanzig Euro auf der Rechnung.

Lokale Prepaid-Karten sparen im Vergleich zum Vertrags-Roaming Hunderte Euro

Neben den drei Netzbetreibern gibt es auch in der Schweiz mittlerweile einige Discounter, die ihre SIM-Karten zum Beispiel über die Lebensmittelketten Migros und coop anbieten. Alle Anbieter punkten aber nur bei den Preisen für Telefonate und SMS, mobile Datenverbindungen sind entweder teuer oder gar nicht möglich, wie beim Angebot M-Budget von Migros im Netz von Swisscom. Klarer Testsieger der Testfahrten von teltarif.de durch die Schweiz ist demnach das Angebot Natel easy liberty uno von Swisscom. Beschränkten wir uns am ersten Tag noch auf die oben beschriebenen Anwendungen, nutzten wir das iPhone am zweiten Tag stärker, so auch zum Radiohören über das Internet und zum Abrufen aufwendiger Wetterdaten. So kamen insgesamt 70 Megabyte Daten zusammen, für die wir zusammen gut sechs Euro bezahlten. In Verbindung mit einem T-Mobile Complete-Vertrag wären das unbezahlbare 700 Euro geworden, so dass wir das iPhone sicherlich ausgeschaltet in der Tasche liegen gelassen hätten.

Übrigens: Dank Beschränkung auf EDGE hielt auch der Akku des iPhone 3G S jeweils den Tag locker durch. Bei den dargestellten Anwendungen auf dem iPhone reichte die Übertragungsgeschwindigkeit hinreichend aus.

Tipp: Zunächst optimalen, lokalen Tarif für mobiles Internet suchen

Will man sein iPhone im Urlaub oder auf der Geschäftsreise nicht nur zum Telefonieren, sondern mit allen gebotenen Möglichkeiten nutzen, so empfiehlt es sich wie dargestellt, unbedingt eine lokale Prepaid-SIM-Karte in das iPhone ohne SIM-Lock zu stecken. Da die Preise für das mobile Internet bei den Prepaid-Karten vor Ort noch viel weiter auseinandertriften als bei den Gesprächen, sollte man zunächst nach günstigen Angeboten für das mobile Internet Ausschau halten. Hier bieten sich Angebote mit Tages-Flatrate oder entsprechende Datenpakete an, für punktuelle oder geringfügige Nutzungen sind sicherlich auch by-Call-Tarife in Ordnung. Findet man im Zielland mehrere Angebote zur Auswahl, lohnt ein Blick in die Netzabdeckungskarten der Anbieter und nicht zuletzt ins Internet und Berichte über die Netzqualität und die Zuverlässigkeit der Datenverbindungen.

Als zweiten Schritt sollte man dann noch einen Blick auf den Sprachtarif dieser für den Datenbereich ausgewählten SIM-Karte werfen, insbesondere die Preise für Telefonate nach Deutschland. Sind diese übermaßen teuer, wäre der Kauf einer weiteren SIM-Karte, der Einsatz eines Reise-Discounters oder auch eines SIP-Clients für Internet-Telefonie auf dem iPhone zu überlegen.

Weitere Tipps für gute Datentarife für andere Urlaubsländer, z. B. Österreich, Italien und Spanien, finden Sie übrigens in unserem Ratgeber: Mit Prepaidkarten aus dem Reiseland günstig surfen. Hinweise wie Sie Ihre Telefonkosten im Ausland im Griff behalten, lesen Sie in unseren Ratgebern im Bereich Reise & Roaming.

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