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iPhone ohne SIM-Lock: Im Ausland mit lokaler Prepaid-SIM sparen

Tipps & Tricks zur Nutzung und Netzwahl in der Schweiz
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Wie bereits vielfach berichtet, bieten Online-Händler das Apple iPhone 3G S auch ohne Vertrag und ohne SIM-Lock an. Alternativ kann man versuchen, das Handy ohne die Zwangsbindung an die deutsche T-Mobile auch im Urlaub in Italien, Belgien, der Schweiz oder Tschechien zu erwerben - leider ist die Verfügbarkeit dort wie auch hier in Deutschland derzeit aber so schlecht, dass ein Erwerb häufig Glückssache ist.

Großer Mehrwert eines iPhones ohne SIM-Lock ist, dass der Käufer selbst entscheiden kann, in welchem Netz und mit welchem Tarif er das Kulthandy nutzen wollen. Einige Möglichkeiten für passende Prepaid-Tarife in Deutschland haben wir bereits vorgestellt. Diesen Vorteil der Flexibilität wissen Kunden nicht nur im Inland zu schätzen, speziell bei der Nutzung im Ausland können so schnell etliche Euro bis zu 100 Euro und mehr pro Tag gespart werden. Im folgenden Text wollen wir dies anhand einiger Beispiele aus der Schweiz aufzeigen und unsere Erfahrungen aus zwei Reisen in die Schweiz mitteilen und Ihnen ein paar allgemeine Tipps zur Nutzung eines iPhone ohne SIM-Lock im Ausland mit lokale Prepaid-Karte geben.

Ohne Konfiguration: SIM-Karte aus der Schweiz ins iPhone und lossurfen

Bild vom Apple iPhone 3G 8GBDas Apple iPhone Ein iPhone in einem der Complete-Vertragstarife funkt in der Schweiz meist im Netz von Orange. Kunden bezahlen dort leider nicht die relativ günstigen Euro-Tarife im Roaming, sondern die Preise die für Ländergruppe 2. Dort kostet die Annahme eines Telefonats 0,69 Euro pro Minute, telefoniert man selbst so werden 1,49 Euro pro Minute berechnet. Datenverbindungen sind noch teurer: Hier berechnet T-Mobile pro Megabyte 9,80 Euro plus 0,49 Euro pro Tag. Nutzt man einige Mal am Tag ein News-App, erkundigt sich unterwegs häufiger nach dem aktuellen SBB-Fahrplan, lädt in diesem Zusammenhang auch eine Landkarte von Google Maps und fragt hin und wieder seine E-Mail ab, liegt man schnell bei 20, 30 oder 40 Euro, auch aufgrund des ungünstigen Abrechnungstaktes von 50 kB.

Trotz der hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz läuft ein T-Mobile-Kunde, der sein iPhone auch unterwegs häufiger nutzen will schnell Gefahr, am Ende des Urlaubs eine höhere Mobilfunkrechnung zu bekommen als er für Kost und Logis im Alpenland bezahlt hat. Hat man nicht die Möglichkeit, in einem vertragsfreien iPhone ohne SIM-Lock eine lokale Prepaid-Karte zu nutzen - auf diese Möglichkeit wollen wir nun im Folgenden genauer eingehen -, beschränkt man sich besser auf die Nichtnutzung oder die Nutzung per WLAN-Hotspots.

In vielen anderen europäischen Ländern liegen die Preise dank der Regulierung der EU deutlich tiefer, die Nutzung mobiler Datendienste ist aber bei weitem kein Schnäppchen: Eine Telefonminute kostet im EU-Ausland 0,51 Euro, ankommend 0,23 Euro, ein Megabyte mobile Daten liegen bei 1,90 Euro plus 0,49 Euro pro Tag, abgerechnet in 100-kB-Blöcken. Verreist man in fernere Länder können die Preise gar noch über jenen liegen, die T-Mobile für die Nutzung in der Schweiz abrechnet. Hier sind Gesprächspreise von bis zu 2,99 Euro pro Minute und Preise von bis zu 15,80 Euro pro Megabyte plus 0,49 Euro pro Tag möglich.

Prepaid-Anbieter in der Schweiz

In der Schweiz bieten mit Swisscom, Orange und Sunrise drei Netzbetreiber SIM-Karten im Prepaid-Verfahren an. Alle drei SIM-Karten werden in vielen Verkaufsstellen, nicht nur in den eigenen Shops, verkauft. Beim Kauf der Prepaid-Karten müssen die SIM-Karten unter Vorlage des Personalausweises registriert werden.

teltarif.de konnte die SIM-Karten aller drei Netzbetreiber in Zusammenhang mit dem iPhone 3G S testen. Alle Prepaid-SIM-Karten funktionierten im iPhone ohne weitere Konfigurationen. Einfach die SIM-Karte einstecken und per passender PIN entsperren: Sofort danach konnten wir im mobilen Internet surfen, E-Mails empfangen, telefonieren und SMS versenden. Unsere Tarif-Empfehlung für das iPhone ohne SIM-Lock in der Schweiz lesen Sie auf der folgenden Seite.

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