Ausprobiert

Test: iPhone trotz Corona-Maske au­tomatisch entsperren

Mit iOS 14.5 und watchOS 7.4 wird das iPhone endlich Corona-kompa­tibel. Der Nutzer benö­tigt aber neben dem Smart­phone auch eine Apple Watch. Wir haben die neuen Funk­tionen getestet.

Wie berichtet hat Apple die ersten Beta-Versionen für seine nächsten Betriebs­system-Updates veröf­fent­licht. Die Updates bringen auch wieder einige neue Funk­tionen mit sich. Beson­ders inter­essant: Ein iPhone mit Face ID lässt sich beim Tragen einer Corona-Schutz­maske über die Apple Watch entsperren und die lästige PIN-Code-Eingabe entfällt. Zudem kann der neue Mobil­funk­stan­dard mit iPhone 12, iPhone 12 mini, iPhone 12 Pro und iPhone 12 Pro Max auch im Dual-SIM-Modus genutzt werden.

Datenblätter

Wann iOS 14.5, watchOS 7.4 und die anderen Apple-Updates offi­ziell veröf­fent­licht werden, ist noch nicht absehbar. Wir wollten schon jetzt wissen, wie die beiden neuen Features funk­tio­nieren und haben zu diesem Zweck die jeweils erste Beta-Version von iOS 14.5 auf einem iPhone 12 Pro Max sowie von watchOS 7.4 auf einer Apple Watch Series 3 instal­liert. Zu Nach­ahmung ist das nicht unbe­dingt zu empfehlen. Schließ­lich kann es beim Einsatz von Beta-Soft­ware jeder­zeit auch zu unvor­her­seh­baren Problemen kommen. iPhone mit der Apple Watch entsperren iPhone mit der Apple Watch entsperren
Foto: teltarif.de

Instal­lation der Beta-Soft­ware

Die Instal­lation ist indes leicht möglich. Dazu müssen ledig­lich Profile von Apple instal­liert und anschlie­ßend iPhone bzw. Apple Watch neu gestartet werden. Derzeit stehen die Profile nur für Entwickler zur Verfü­gung. Die öffent­lichen Beta-Versionen der neuen Betriebs­sys­teme werden folgen. Nach der Profil-Instal­lation werden die Beta-Versionen wie herkömm­liche iOS- bzw. watchOS-Updates erkannt. Wer später zur stabilen Firm­ware zurück­kehren möchte, deinstal­liert das jewei­lige Beta-Profil. Danach erhält man als Updates wieder die offi­ziellen Betriebs­system-Vari­anten.

Der Umstieg auf die Beta-Firm­ware nahm einige Zeit in Anspruch, da die Instal­lati­ons­dateien recht groß waren: 4,52 GB bei iOS 14.5 und 597 MB bei watchOS 7.4. Die Updates liefen auf iPhone und Apple Watch problemlos durch. Alle Daten und Einstel­lungen blieben erhalten. Einzige auf den ersten Blick sicht­bare Ände­rung war die auto­matisch instal­lierte Feed­back-App, über die Tester Apple kontak­tieren und über Erfah­rungen mit der Beta-Soft­ware berichten können. iOS 14.5 und watchOS 7.4 sind Voraussetzung für das neue Feature iOS 14.5 und watchOS 7.4 sind Voraussetzung für das neue Feature
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iPhone mit der Apple Watch entsperren: Funk­tion frei­schalten

Das Entsperren des iPhone über die Apple Watch ist stan­dard­mäßig deak­tiviert. Wer diese Verbes­serung nutzen möchte, muss sie über das Menü Einstel­lungen - Face ID & Code zunächst frei­schalten. Der Menü­punkt ist noch in engli­scher Sprache, was zeigt, dass das Feature noch in den Kinder­schuhen steckt. Bis zur finalen Version von iOS 14.5 dürfte die deut­sche Über­set­zung zur Verfü­gung stehen.

In der Beschrei­bung zur neuen Entsperr­funk­tion heißt es, dass Face ID eine Maske erkennen "muss", und das iPhone über die Apple Watch frei­zuschalten. Das ist schade, denn es gibt auch andere Situa­tionen, in denen die Gesichts­erken­nung schlecht bis gar nicht funk­tio­niert. Somit wäre es besser, die Entsper­rung über die Smart­watch ganz gene­rell zu ermög­lichen.

Auf Seite 2 lesen Sie unter anderem, welche prak­tischen Erfah­rungen wir beim iPhone-entsperren über die Apple Watch gemacht haben.

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