Teuer

iPhone-Akku-Tausch für 29 Euro kann deutlich teurer werden

Wer sein iPhone zum Akku-Tausch für 29 Euro einschickt, soll zum Teil deutlich höhere Beträge für die Reparatur zahlen, wenn Apple weitere Mängel am Gerät feststellt.
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Apple bietet in diesem Jahr den Austausch eines Akkus im iPhone 6 oder einem neueren iPhone-Modell für 29 Euro an. So will der Konzern der Kritik begegnen, dass die Performance des Smartphones gedrosselt wird, wenn der Akku nicht mehr voll leistungsfähig ist. Regulär schlägt der Austausch eines iPhone-Akkus mit 89 Euro zu Buche. Allerdings berichten Kunden, dass es nicht immer bei den 29 Euro bleibt.

Wenn die Service-Mitarbeiter von Apple, die mit dem Austausch des Akkus beauftragt wurden, weitere Schäden am Smartphone feststellen, will der Hersteller grundsätzlich auch diese Mängel beseitigen. Lehnt der Kunde die Reparatur ab, so wird auch der Akku nicht ausgetauscht. Wie das Onlinemagazin iPhone-Ticker erläutert, stellt Apple die weitere Behandlung des Geräts zunächst zurück und überlässt dem Kunden die Wahl, ob die Reparatur ausgeführt werden soll oder nicht. Reagiert der iPhone-Besitzer nicht innerhalb von drei Tagen auf die Rückfrage, so wird das Handy zurückgeschickt.

Kundenberichten zufolge handelt es sich bei den von Apple festgestellten Mängeln offenbar teilweise um ganz normale Gebrauchsspuren, die die Funktion des Telefons nicht beeinträchtigen. So berichtet ein betroffener Kunde, der gleich zwei Geräte zum Akku-Wechsel eingeschickt hatte, beim ersten Handy seien angebliche Kratzer festgestellt worden, sodass Apple für rund 300 Euro auch den Rahmen tauschen wollte. Das zweite iPhone habe Kratzer auf dem Touchscreen. Somit sollte für etwa 180 Euro auch das Display ersetzt werden.

Auch Versandkosten sind zu berücksichtigen

Nicht immer bleibt es bei 29 Euro für den iPhone-AkkutauschNicht immer bleibt es bei 29 Euro für den iPhone-Akkutausch Zusätzliche Kosten kommen auch auf Kunden zu, die ihren iPhone-Akku nicht vor Ort in einem Apple Retail Store tauschen lassen wollen, sondern ihr Smartphone zu diesem Zweck an den Hersteller einschicken. Apple berechnet dann einem heise-Bericht zufolge noch eine Versandkostenpauschale in Höhe von 12,10 Euro, sodass sich die Gesamtkosten auf 41,10 Euro belaufen.

Neu ist die Regelung nicht, dass Apple Reparaturen nur "komplett" ausführt, statt nur die vom Kunden angeführten Mängel zu beheben. Auch in der Vergangenheit hatte sich der Hersteller stets mit betroffenen Kunden in Verbindung gesetzt, um die Übernahme zusätzlicher Kosten abzuklären - oder eben das Gerät unrepariert zurückzuschicken. Allerdings dürften nun deutlich mehr Nutzer als in der Vergangenheit betroffen sein, zumal das Austauschprogramm für die iPhone-Akkus offenbar sehr gut angenommen wird.

In einer weiteren Meldung berichten wir darüber, wie Apple iPhone-Nutzern künftig selbst die Wahl überlässt, ob sie die Performance-Drossel haben wollen oder nicht.

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