Alt vs. neu

Erfahrungsbericht: Umstieg vom iPhone 6S Plus auf das iPhone 7 Plus

Wir berichten über die Erfahrungen nach einer Woche iPhone 7 Plus im Vergleich zum iPhone 6S Plus. Nicht alle Neuerungen beim aktuellen Apple-Phablet sind Verbesserungen gegenüber dem Vorjahres-Modell.

Viele Jahre wartete ich als iPhone-Nutzer darauf, dass Apple endlich Smartphones mit großen Displays auf den Markt bringt. Obwohl mir das iOS-Betriebssystem eher liegt als Android nutze ich vorübergehend ein Samsung Galaxy Note, bis Apple vor zwei Jahren mit dem iPhone 6 Plus sein erstes Phablet vorgestellt hatte.

Datenblätter

Endlich ein iPhone in der Größe der Samsung-Galaxy-Note-Modelle, dachte ich damals. Doch schon 2014 war mir klar: So ganz das Wahre ist das iPhone im Großformat dann doch nicht. Das Gerät ist deutlich schwerer als ähnlich große Handys der Konkurrenz, zudem wirkt der Bolide nicht gerade elegant.

Das iPhone 6S Plus war zu schwer

iPhone 6S Plus und iPhone 7 Plus nebeneinander iPhone 6S Plus und iPhone 7 Plus nebeneinander
Foto: teltarif.de
Mit dem iPhone 6S Plus hat Apple sein Phablet sogar verschlimmbessert. 3D Touch war damals "das" neue Feature überhaupt. Gebraucht habe ich diese Funktion in den vergangenen zwölf Monaten aber nicht. Dank neuem Prozessor und verdoppeltem Arbeitsspeicher war der Handheld deutlich schneller als sein Vorgänger. Dafür war das Gerät nochmals einige Gramm schwerer, so dass ich mich für dieses Smartphone nie ernsthaft begeistern konnte.

Mangels Alternative im Apple-Universum nutzte ich das iPhone 6S Plus dennoch ein Jahr lang. Mit Spannung wartete ich jedoch auf das iPhone 7 Plus. Seit einer Woche ist das neue Modell auf den Markt und seitdem habe ich das Gerät anstelle des iOS-Phablets aus dem Vorjahr im ständigen Einsatz.

iPhone 7 Plus leichter - aber nicht elegant

Schon auf den ersten Blick ist mir aufgefallen, dass das iPhone 7 Plus wieder leichter geworden ist. Das neue Phablet ist kaum schwerer als das Huawei Mate 8 aus dem Android-Lager, das ich ebenfalls seit mehr als einem halben Jahr im ständigen Einsatz habe. Elegant wirkt der Bolide aber nach wie vor nicht, zumal Apple am Design gegenüber dem Vorgänger kaum Änderungen vorgenommen hat.

Der Hersteller verschenkt - anders als beispielsweise Huawei - oberhalb und unterhalb des Displays viel zu viel Platz. Das iPhone-Phablet ließe sich wahlweise kompakter bauen oder mit einem größeren Touchscreen ausstatten. Gerade der neu gestaltete Home-Button, den man - ähnlich wie Huawei oder LG auch auf der Geräte-Rückseite hätte unterbringen können - hätte Ansporn sein können, gleich die ganze Vorderseite ein wenig umzugestalten, statt das seit 2007 nahezu unveränderte Design beizubehalten.

An den neuen Home-Button habe ich mich schnell gewöhnt und ich denke, diese Änderung könnte mit dazu beitragen, dass ein iPhone künftig vielleicht sogar ein, zwei Jahre länger genutzt wird als bisher. In der Vergangenheit war der Home-Button nämlich ein echtes Verschleißteil, das bei vielen Nutzern irgendwann nur noch schlecht bis gar nicht mehr auf Eingaben reagierte, so dass es ausgetauscht werden musste.

Hardware-Ausstattung für die nächsten Jahre

Keine Klinkenbuchse beim iPhone 7 Plus Keine Klinkenbuchse beim iPhone 7 Plus
Foto: teltarif.de
Für eine längerfristige Nutzung des aktuellen Apple-Phablets spricht auch, dass der Hersteller dem Boliden nicht nur einen Quad-Core-Prozessor, sondern auch 3 GB Arbeitsspeicher mit auf den Weg gegeben hat. Das ist eine Verdreifachung gegenüber den iPhone 6 Plus, während das iPhone 6S Plus immerhin schon 2 GB RAM an Bord hatte.

Auch die 256 GB Speicherplatz, die das iPhone 7 Plus in der Maximal-Konfiguration mit sich bringt, sollten für einige Jahre reichen - erst recht für einen Kunden wie mich, der selbst die 128 GB des iPhone 6S Plus nicht einmal ganz zur Hälfte ausgenutzt hat. Schwachstelle könnte indes der Akku sein, der im Laufe der Jahre unweigerlich schwächer wird und wie bei vielen aktuellen Smartphones nicht austauschbar ist.

Auf Seite 2 lesen Sie unter anderem, in welchem Punkt das iPhone 7 Plus enttäuscht und wie sich der Akku des Boliden im Vergleich zum Vorgänger schlägt.

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