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Siri: Die Sprachassistentin des iPhone 4S im Test

Funktionsumfang in deutscher Sprache noch stark eingeschränkt
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Funktionsübersicht von SiriFunktionsübersicht von Siri Am 4. Oktober stellte Apple das neue iPhone 4S vor. Das neue Smartphone verfügt gegenüber dem iPhone 4 über einen stärkeren Prozessor, eine bessere Kamera und - auf Wunsch - bis zu 64 GB Speicherplatz. Wichtigstes neues Feature soll jedoch die Sprachassistentin Siri sein, die Apple nicht auf die Vorgänger-Versionen seines Multimedia-Smartphones portiert, obwohl dies technisch offenbar möglich wäre.

Siri wird im Menü Einstellungen - Allgemein eingerichtet. Hier ist ein eigener Menüpunkt für das neue Feature vorgesehen. Dort kann auch festgelegt werden, dass der Dienst in deutscher Sprache genutzt werden soll, ob und wann es ein Sprach-Feedback gibt und ob der Nutzer mit Siri auch sprechen möchte, indem das iPhone 4S ans Ohr gehalten wird, anstelle die virtuelle Siri-Taste auf dem Touchscreen des Smartphones zu drücken.

Aktivierung über die Home-Taste

E-Mails lassen sich mit Siri verfassenE-Mails lassen sich mit Siri verfassen Aktiviert wird Siri, indem man die Home-Taste für einige Sekunden gedrückt hält oder das iPhone ans Ohr hält. Siri meldet sich dann mit einem kurzen Signalton und fragt, wie er behilflich sein kann. Allerdings klappt die Kommunikation nur dann, wenn das iPhone 4S eine Verbindung zum Internet hat. Die Antworten auf die gestellten Fragen werden auf Apple-Servern generiert. Das funktioniert im Offline-Modus natürlich nicht.

Auch bei schwacher Netzverbindung - beispielsweise über GPRS - kann es Probleme beim Smalltalk mit Siri geben. Oft versteht das System dennoch die Anfrage und es dauert lediglich einige Sekunden länger, bis eine Antwort generiert wird. Im Test erkannte Siri die Anfragen recht gut, wenn man einigermaßen deutlich spricht. Lediglich mit Dialekten und mit lauten Umgebungsgeräuschen kommt das System nicht zurecht.

Eingeschränkter Funktionsumfang in deutscher Sprache

Der Funktionsumfang von Siri ist bei der Nutzung in deutscher Sprache noch stark eingeschränkt. So lassen sich E-Mails und SMS-Mitteilungen diktieren. Vorlesen kann Siri eingehende E-Mails aber noch nicht. Auf Wunsch sagt sie lediglich, wie viele E-Mails eingetroffen sind. Siri sagt auf Wunsch die die Uhrzeit und sie trägt Termine in den Kalender ein. Dabei bemerkt das System beispielsweise auch, wenn es Überschneidungen mit anderen Terminen gibt. Siri sagt auf Wunsch die Uhrzeit und zeigt diese im Display anSiri sagt auf Wunsch die Uhrzeit und zeigt diese im Display an

Siri versteht zusammenhängende Sätze sehr gut. Es ist nicht erforderlich, im Telegrammstil mit ihr zu sprechen. Derzeit befindet sich das Angebot noch in der Beta-Phase. Dennoch ist es schade, dass Apple deutschsprachigen Nutzern nicht die Möglichkeit bietet, beispielsweise nach Restaurants in der Umgebung zu suchen oder Wegbeschreibungen zu geben. In englischer Sprache sind diese Funktionen bei Siri bereits enthalten.

Leider lassen sich mit Siri keine Systemfunktionen steuern. So ist es zum Beispiel nicht möglich, per Siri Bluetooth, WLAN oder GPS zu aktivieren oder deaktivieren. Gerade diese Funktion wäre hilfreich gewesen, da sich entsprechende Schalter beim iOS5 weiterhin nur in Untermenüs zweiter oder dritter Ebene befinden.

Siri mit Sicherheitslücke

Apple will den Dienst sukzessive weiter ausbauen. Nutzer, die ihr iPhone bisher mit einem Code vor unbefugter Nutzung geschützt haben, sollten bei Verwendung der Sprachassistentin Siri darauf achten, dass diese nur genutzt werden kann, wenn keine Code-Eingabe vor Benutzung des iPhone nötig ist. Standardmäßig ermöglicht es Siri trotz aktivierter Geräte-Sperre, Telefonate aufzubauen, E-Mails und SMS-Nachrichten zu versenden. Auch auf Inhalte beispielsweise des Kalenders lässt sich mit Siri zugreifen, obwohl die iPhone-Sperre aktiv ist. Dies kann verhindert werden, wenn Siri bei aktivierter Code-Sperre deaktiviert wird.

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