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iPhone 4: Die Facetime-Videotelefonie im Test

Kostenloser Dienst mit guter Bild- und Sprachqualität
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Wie berichtet gehört die Facetime genannte Videotelefonie zu den neuen Features des iPhone 4 von Apple. Dabei kann es durch ins Ausland verschickte SMS zu einer Kostenfalle kommen. Eine Stellungnahme der Apple-Pressestelle steht noch immer aus, aber offenbar wird diese Kurzmitteilung nach Großbritannien zur Aktivierung des Dienstes benötigt - hauptsächlich, um die Handy-Nummer des Nutzers zu verifizieren, die auch für Facetime genutzt wird.

Bisherigen Nutzer-Erfahrungen zufolge werden nach einer erfolgreichen Facetime-Aktivierung keine weiteren SMS verschickt, es sei denn, das iPhone 4 wieder wiederhergestellt. Noch unklar ist, was passiert, wenn der Nutzer in einem Gerät ohne Vertrag und ohne SIM-Lock verschiedene Betreiberkarten nutzt. FacetimeFacetime im Test

Offenbar ist es providerabhängig, ob tatsächlich die Kosten für eine Auslands-SMS berechnet werden. So berichten verschiedene Nutzer in Online-Foren, dass sie auf ihrem Online-Einzelverbindungsnachweis die SMS nach Großbritannien zunächst berechnet bekamen. Später verschwand dieser Posten wieder, so dass offenbar keine Berechnung erfolgt.

Facetime funktioniert nur von iPhone 4 zu iPhone 4

Wir haben getestet, wie Facetime funktioniert. Der Service kann derzeit nur zwischen Besitzern eines iPhone 4 genutzt werden. Dabei ist es unabhängig, welches Mobilfunknetz der jeweilige Anwender verwendet. Wählt man den Gesprächspartner zunächst regulär an, so wird im Telefonmenü die Option Facetime angeboten. Damit kann in den Videomodus gewechselt werden.

Wählt einer der Gesprächspartner die Option, so erhält der zweite den Hinweis, dass eine Facetime-Verbindung angefordert wurde. Wird dies bestätigt, so wird das Videotelefonat aufgebaut und die Mobilfunk-Verbindung beendet. Die Facetime-Nutzung ist kostenlos, sofern sich der Anwender im Bereich eines kostenfreien WLAN-Zugangs befindet.

Gute Bild- und Tonqualität

FacetimeFacetime im Test Im kurzen Test von teltarif.de war sowohl die Sprach-, als auch die Videoqualität sehr gut. Zudem war es möglich, zwischen den beiden Kameras des iPhone 4 zu wechseln. Damit konnten wir anstelle des eigenen Gesichts auch die Umgebung übertragen und dem Gesprächspartner vermitteln. Die Sprachübertragung lässt sich auch stummschalten, wie bei einem herkömmlichen Handy-Telefonat. Ferner ist es möglich, den Anruf im Hintergrund weiterzuführen, während man beispielsweise kurz in den Homescreen zurückgeht.

Wer Facetime nutzen möchte, ohne zuvor eine herkömmliche Mobilfunk-Verbindung herzustellen, kann das Telefonat aus dem iPhone-Adressbuch heraus aufbauen. Hier wird die Videotelefonie als zusätzliche Option angezeigt. Zu bedenken ist, dass es bei Facetime nicht möglich ist, die Übermittlung der eigenen Rufnummer zu unterbinden. Auf diesen Umstand weist Apple im Menü zur Aktivierung des Dienstes hin.

UMTS-Sperre lässt sich überlisten

Über das UMTS-Netz funktioniert Facetime bislang offiziell nicht. Technisch möglich ist es, ein zweites Handy - mit Tethering- bzw. Hotspot-Funktion - oder einen Router, der UMTS auf WLAN umsetzt, zu nutzen. In diesem Fall kommt, wie sich im Test gezeigt hat, eine Facetime-Verbindung zustande. Allerdings ist die übertragene Datenmenge nicht unerheblich, so dass die Videotelefonie auf diesem Weg nicht empfehlenswert ist.

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