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iPad Pro 9.7 im Test: Tablet wie für Multimedia gemacht

Wir haben im Test untersucht, was das neue iPad Pro 9.7 bietet und für welche Zwecke das Gerät weniger geeignet ist. Dabei gehen wir auch auf das für das Tablet verfügbare Zubehör ein.
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Apple will sein neues iPad-Modell aber nicht nur als Multimedia-Center, sondern auch für die produktive Arbeit vermarkten. So ist neben der hauseigenen Office-Lösung iWork auch Microsoft Office in einer speziellen Version für das iPad Pro verfügbar. Ganz den vom PC oder Mac gewohnten Funktionsumfang erreichen die Programme für das iOS-Betriebssystem aber dann doch nicht. Zudem dürfte das iPad Pro als PC-Ersatz auch daran scheitern, dass es für viele von Windows oder auch Mac OS X bekannte Programme keinen Ersatz auf iOS gibt.

Apple iPad Pro 9.7 (4G)

teltarif.de im Safari-Browser des iPad Pro 9.7teltarif.de im Safari-Browser des iPad Pro 9.7 Mit dem Apple Pencil will der Hersteller das Zeichnen oder auch das Anfertigen handgeschriebener Notizen vereinfachen. Das klappt nach kurzer Zeit der Eingewöhnung auch recht gut. Das Smart Keyboard, das Apple ebenfalls als Zubehör anbietet, hinterließ im Test dagegen keinen guten Eindruck. Zum einen ist das Gerät derzeit nur mit englischem Tastatur-Layout zu bekommen, zum anderen ist der Druckpunkt der einzelnen Tasten nicht sehr gut und wer Tablet samt Smart Keyboard auf dem Schloß betreiben will, muss mit einer sehr wackeligen Lösung vorlieb nehmen.

Mobiles Internet mit bis zu 300 MBit/s

Mit dem iPad Pro 9.7 bietet Apple erstmals ein Tablet an, das mobile Internet-Verbindungen über LTE Advanced mit bis zu 300 MBit/s ermöglicht. Diese theoretischen Spitzenwerte haben wir im Test mit SIM-Karten von Telekom und Vodafone nicht erreicht. Auf Werte zwischen 100 und 150 MBit/s kamen wir aber durchaus. Besonderheit gegenüber früheren iPads: Das neue Modell verfügt neben dem Slot für Nano-SIM-Karten noch über eine eSIM, mit der sich Tarife ausgewählter Provider nutzen lassen, die mit Apple einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen haben.

Besonders gut hat uns während der ersten Woche des Test aber gefallen, dass das iPad Pro 9.7 nicht nur kleiner, sondern vor allem auch deutlich leichter als das "große iPad Pro" ist, aber dennoch einen vergleichbaren Funktionsumfang bietet. Das iPad Pro 12.9 wiegt in der Version mit LTE-Modem 723 Gramm. Das ist für ein Tablet, das unter dem Strich dann doch kein vollwertiger Computer-Ersatz ist, zumindest im mobilen Betrieb zu viel. Das iPad Pro 9.7 hat dagegen mit 444 Gramm das gleiche Gewicht wie das iPad Air 2. Der Akku musste bei intensiver Nutzung nach rund zwei Tagen wieder aufgeladen werden. Das iPad Air 2 hatte ähnlich lange auf einer Akkuladung durchgehalten. Auch für Apple Music ist das Tablet gerüstetAuch für Apple Music ist das Tablet gerüstet

Fazit: Neues Apple-Tablet überzeugt für Multimedia

Die Einzelnoten im Tablet-Test:
  • Technische Ausstattung: 1,5
  • Material / Verarbeitung: 1,5
  • Bedienung / Handling: 2
  • Betriebssystem / Apps: 2
  • Einschätzung des Redakteurs: 1,5
  • Gesamtnote: 1,7
Der Nachfolger des iPad Air 2 bietet deutlich mehr als das bisherige Modell. Die neue Display-Technik und vier Lautsprecher sorgen für gute Bild- und Ton-Wiedergabe. Dazu hat das Gerät den gleichen Prozessor an Bord wie das iPad Pro mit 12,9 Zoll großem Display. Das sorgt für genügend Rechenleistung auch bei Spielen, die beispielsweise grafisch aufwändig gestaltet sind.

Es macht Spaß, mit dem iPad Pro 9.7 Fotos und Videos anzusehen, zu spielen oder Musik zu hören und im Internet zu surfen und E-Mails auszutauschen. Ein echter PC-Ersatz ist das Gerät indes nicht. Zum einen fehlen dazu noch einige Programme, zum anderen gibt es noch keine Tastatur mit deutschem Layout. Die QWERTY-Tastatur, die ersatzweise derzeit auch hierzulande verkauft wird, hat zudem keinen wirklich guten Druckpunkt und ist keineswegs ein Ersatz etwa für das sehr gute Keyboard, das Apple bei seinen MacBooks verbaut.

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