Jubiläum

iPad feiert 5. Geburtstag in Deutschland: Zukunft ungewiss

Vor genau fünf Jahren feierte das iPad in Deutschland Premiere. Wir werfen einen Blick zurück, beleuchten aber auch die Zukunft des Tablets, dessen Verkaufszahlen nach einem Boom in den ersten Jahren zuletzt rückläufig waren.
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Vor genau fünf Jahren, am 28. Mai 2010, feierte das iPad von Apple Premiere in Deutschland. Knapp zwei Monate nach dem Verkaufsstart in den USA hatten somit auch hierzulande Interessenten die Möglichkeit, das mit dem iOS-Betriebssystem ausgestattete Tablet zu kaufen. War in den USA zunächst nur die WLAN-Version des iPad verfügbar, so wurde in Deutschland von Beginn an auch die Tablet-Variante angeboten, die den Internet-Zugang auch über das Mobilfunknetz herstellt. Mobilfunknetz, das bedeutete seinerzeit GPRS und UMTS. An LTE dachte vor fünf Jahren noch niemand.

Das erste iPad wurde mit 16, 32 und 64 GB Speicherplatz angeboten. Eine Version mit 128 GB Speicherkapazität gab es seinerzeit noch nicht. Wer mit dem iPhone oder dem iPod touch bereits vertraut war, kam auch mit dem iPad schnell zurecht, zumal der Handheld das gleiche Betriebssystem an Bord hat. Und schon damals war der Run auf Apple-Produkte sehr groß. Der Autor dieses Berichts war zum Start seinerzeit am Apple Store in Frankfurt am Main, wo mehrere hundert Interessenten trotz widriger Wetterumstände auf den Verkaufsstart warteten.

iPad 1 wog bis zu 730 Gramm

Mitarbeiter im Frankfurter Apple Store begrüßen die auf den iPad-Verkaufsstart wartenden FansMitarbeiter im Frankfurter Apple Store begrüßen die auf den iPad-Verkaufsstart wartenden Fans Das iPad der ersten Generation war kein Leichtgewicht. Die WLAN-Variante brachte stolze 680 Gramm auf die Waage. Kunden, die sich für das Modell mit zusätzlicher Mobilfunk-Schnittstelle entschieden haben, mussten sogar 730 Gramm stemmen. Zum Vergleich: Das aktuelle Modell mit 9,7 Zoll großem Display, das iPad Air 2, wiegt nur noch 437 Gramm.

Die erste Version des Apple-Tablets wurde vom Hersteller vergleichsweise schnell in Rente geschickt. Schon mit iOS 5.1.1 war Schluss. Neuere Betriebssystem-Versionen konnten die Besitzer des Handhelds nicht mehr installieren, so dass das Gerät früh an Nutzwert verloren hat. Viele Apps erfordern eine neuere Firmware-Version, so dass sich diese auf dem Original iPad nicht mehr installieren ließen.

Allerdings war diese für den Käufer sehr negative Update-Politik sozusagen ein "Ausrutscher", denn selbst das vor vier Jahren veröffentlichte iPad 2 hat noch die aktuelle Betriebssystem-Version iOS 8.3 bekommen. Dabei beklagen die Besitzer von iPad 2 und iPad 3 allerdings Performance-Probleme, die seit dem Umstieg von iOS 7 auf iOS 8 auftreten. Demnach erscheint ein Update auf iOS 9 für diese Tablets als unwahrscheinlich.

Verkaufszahlen mittlerweile rückläufig

Das iPad war vor allem in den ersten Jahren nach seiner Markteinführung eine Erfolgsstory für Apple. Seit rund einem Jahr sind die Verkaufszahlen allerdings rückläufig, obwohl Apple mit dem iPad mini inzwischen auch eine Tablet-Version für Kunden anbietet, denen das "reguläre" iPad zu groß ist. Ferner gibt es seit einiger Zeit Gerüchte um eine weitere Geräte-Größe. Das iPad Pro, wie das Tablet in Gerüchte-Meldungen genannt wird, könnte eine Bildschirm-Diagonale von 12 bis 13 Zoll bekommen. Damit wäre der Touchscreen größer als das Display kleinsten MacBook-Air-Version.

Auf Seite 2 beleuchten wir, warum sich das iPad nicht mehr so gut wie in den ersten Jahren verkauft und wie Apple-Chef Tim Cook die Zukunft des Tablets sieht.

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