Tablet-Test

iPad Air: Das neue Apple-Tablet mit iOS7 im Test

Gewicht, Formfaktor und Geschwindigkeit als Pluspunkte

Auch die Bluetooth-Schnittstelle ist mit dem Standard 4.0 auf dem aktuellen Stand der Technik. Dafür müssen die Nutzer - wie bei allen iOS-Geräten - auf eine microUSB-Buchse verzichten. Dafür verfügt das iPad Air über den bei Apple üblichen Lightning-Anschluss. Dieser funktioniert in der Praxis sogar besser als microUSB (beidseitig verwendbar, dadurch besteht keine Gefahr, dass man versucht, den Stecker falsch herum in die Buchse zu stellen; zudem etwas stabiler). Allerdings ist Lightning nunmal keine Norm, die auch von anderen Herstellern unterstützt wird.

Apple iPad Air 4G

An der Oberseite der Rückseite befindet sich die Kunststoff-Fläche, unter der diverse Antennen (Mobilfunk, WLAN, Bluetooth, GPS) angeordnet sind An der Oberseite der Rückseite befindet sich die Kunststoff-Fläche, unter der diverse Antennen (Mobilfunk, WLAN, Bluetooth, GPS) angeordnet sind
Foto: teltarif
Das iPad Air hat den vom iPhone 5S bekannten A7-Prozessor mit 64-Bit-Technik sowie den M7-Koprozessor an Bord. Den Geschwindigkeitsschub, den der neue Prozessor mit sich bringt, spürt man im direkten Vergleich mit dem iPad der dritten Generation deutlich. Das iPad WiFi+Cellular erlaubte sich unter iOS6 immer wieder einige kurze Ruckler beim Scrollen durch die Menüs, bei der Nutzung von Apps und sogar beim Einsatz von Anwendungen, die zum Betriebssystem gehören. Diese sind Mini-Aussetzer sind unter iOS7 geringer geworden, aber nicht ganz verschwunden. Das iPad Air läuft dagegen im Test bislang absolut flüssig. Der neue, leistungsfähigere Prozessor wird vermutlich erst mit der Veröffentlichung neuer, aufwändigerer Apps (Spiele) richtig gefordert.

Display ähnlich wie beim iPad 4

Gut gefallen hat uns im Test auch das Retina-Display, auch wenn dessen Auflösung von 2 048 mal 1 536 Pixel nicht mehr mit allen Mitbewerbern Schritt halten kann. So verbaut Samsung mittlerweile bei 10-Zoll-Tablets auch Touchscreens mit einer Auflösung von bis zu 2 560 mal 1 600 Pixel. Erstaunlich ist zudem, dass Apple trotz der Design-Änderung beim 4:3-Format für das iPad-Display geblieben ist. Dadurch sieht man am oberen und unteren Bildschirm-Rand bei der Wiedergabe von Filmen immer schwarze Streifen - ähnlich wie bei älteren Fernsehgeräten.

Einen deutlichen Schritt nach vorne hat Apple bei den im iPad Air verbauten Lautsprechern gemacht. Zum einen sind nun zwei Lautsprecher - links und rechts vom Lightning-Anschluss - an Bord, die somit auch für Stereo-Klang sorgen. Zum anderen ist der Sound, der auch bei den bisherigen Apple-Tablets schon durchaus ordentlich war, nochmals besser als beim iPad der dritten Generation. Das iPad Air ist somit quasi auch eine vollwertige kleine Stereo-Anlage, die beispielsweise MP3-Musik, Webradio-Programme oder in Zukunft auch das bislang nur in den USA verfügbaren iTunes Radio wiedergibt. Fertig eingerichtetes iPad Air inklusive Original-Apple-Case Fertig eingerichtetes iPad Air inklusive Original-Apple-Case
Foto: teltarif

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Die Einzelnoten im Tablet-Test:
  • Technische Ausstattung: 1,5
  • Material / Verarbeitung: 1
  • Bedienung / Handling: 1
  • Betriebssystem / Apps: 1,5
  • Einschätzung des Redakteurs: 1,5
  • Gesamtnote: 1,3
Das iPad Air ist handlicher und deutlich leichter als alle anderen derzeit auf dem Markt befindlichen 10-Zoll-Tablets. Es hat nun auch für Deutschland den schnellen LTE-Datenfunk vollumfänglich an Bord und Apple hat dem Tablet den gleichen schnellen Prozessor spendiert, wie dem iPhone 5S. Die Akku-Leistung ist in der Praxis ähnlich wie beim iPad der vierten Generation. Als Mehrwert gegenüber den Tablets der Mitbewerber aber auch gegenüber älteren iPads bekommen die Käufer nun auch das iWork-Office-Paket sowie die iLife-Apps kostenlos mit dazu. Das ist ein nicht zu unterschätzender Bonus.

Der Umstieg auf das iPad Air dürfte sich dennoch vor allem für bisherige Nutzer der ersten beiden iPad-Generationen lohnen. Das iPad 1 konnte schon nicht mehr auf iOS6 aktualisiert werden und ist vergleichsweise schwer, beim iPad 2 fehlt das Retina-Display. Die dritte und vierte iPad-Generation unterscheidet sich im Funktionsumfang dagegen nur gering vom iPad Air. Wer ein Apple-Tablet aus dem vergangenen Jahr besitzt, kann demnach ohne weiteres auf die nächste iPad-Generation warten, ohne gravierende Nachteile zu haben.

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