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iPad 1 und iPad 2: Lohnt sich der Umstieg auf die neue Generation?

Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Modelle des Apple iPad

Die Skype-App unterstützt Telefonate mit Bild auf dem iPhone 4, derzeit aber noch nicht mit dem iPad 2. Wann der Anbieter nachbessert, ist nicht absehbar, zumal Skype bislang nicht einmal eine iPad-optimierte App bereitstellt. Damit lässt sich auf dem Tablet lediglich die iPhone-Anwendung nutzen - sobald die doppelte Größe ausgewählt wird, um das Tool bildschirmfüllend einzusetzen, ist die Darstellung entsprechend "verpixelt".

Datenblätter

Nutzt man beide iPad-Modelle nebeneinander, so sind die Unterschiede abseits der auf die Kamera aufbauenden Anwendungen zunächst kaum festzustellen. Nahezu alle Anwendungen lassen sich auf beiden Geräte-Generationen gleichermaßen nutzen. Eine Ausnahme stellt die iMovie-Software von Apple dar, die nur mit dem iPad 2 im AppStore gefunden wird. Mit PhotoBooth am iPad 2 aufgenommenes Bild Mit PhotoBooth am iPad 2 aufgenommenes Bild
Foto: teltarif

In einer separaten Meldung haben wir bereits darüber berichtet, wie sich iMovie mit einem Trick auch auf dem ersten iPad-Modell installieren lässt. Die Benutzerführung ist dann aber recht langsam und "ruckelig". Hier macht sich der Dual-Core-Prozessor im iPad 2 bemerkbar.

Auch andere Apps - vor allem Spiele - die recht großzügig mit Prozessor-Ressourcen umgehen, starten auf dem iPad 2 merklich schneller als auf der ersten Geräte-Generation. Gelegentliches "ruckeln", das man vom iPad 1 teilweise kennt, gibt es bei der neuen Tablet-Generation bislang nicht. Das fällt nicht nur bei neueren Spielen, sondern zum Beispiel auch bei Real Football 2010 oder FIFA 11 auf. Die Ladezeit verkürzt sich jeweils um etwa fünf bis zehn Sekunden.

E-Mail-App läuft am iPad 2 flüssiger

Im Redaktionsalltag haben wir naturgemäß ein sehr großes E-Mail-Aufkommen. Wurde dies vom iPad 1 früher ohne Probleme gemeistert, so kommt es seit dem Umstieg auf iOS 4.x im November 2010 hin und wieder zu Aussetzern. Hin und wieder schließt sich die App unkontrolliert, so dass sie neu gestartet werden muss.

Dieses Problem wurde auch mit iOS 4.3 bzw. 4.3.1 nicht behoben. Es tritt mit dem iPad 2 allerdings nicht auf. Nachvollziehbar sind die Aussetzer aber wohl nur, wenn täglich mehrere hundert E-Mails gelesen, bearbeitet, beantwortet oder in Unterordner weggespeichert werden. Bei normaler privater Nutzung kommt es auch am iPad der ersten Generation zu keinen Performance-Engpässen.

Surfen im Internet: Kaum Unterschied zwischen beiden iPad-Modellen

Wer mit dem iPad hauptsächlich im Internet surfen möchte, wird kaum einen Unterschied zwischen den beiden Geräte-Generationen feststellen. Der Safari-Browser verhält sich weitgehend identisch bei beiden iPad-Modellen. Der integrierte iPod verhält sich ebenfalls bei beiden iPads gleich und auch bei der Internet-Anbindung gibt es keine Unterschiede. Wir haben in beiden Fällen Geräte mit 3G-Modul verwendet. Sowohl die WLAN-Schnittstelle, als auch das Mobilfunk-Modul haben bei iPad 1 und 2 die gleiche Empfangsleistung.

Nicht zuletzt haben wir uns die Akku-Leistung beider iOS-Tablet-Varianten angesehen. Hier versprach Apple-Chef Steve Jobs anlässlich der Vorstellung des iPad 2 die gleichen Standby- und Betriebszeiten wie beim ersten iPad. Das bestätigte sich auch in unserem Test. Bei sehr intensiver Nutzung hielt der Akku beider Geräte gut zwei Tage durch. Wer das Tablet nur hin und wieder nutzt, kommt nahezu eine ganze Woche mit einer Akku-Ladung aus.

Die beiden iPad-Versionen im Vergleich

  iPad iPad 2
Display 9.7-Zoll LED-hintergrundbeleuchtete IPS LCD
Auflösung 1024 x 768 1024 x 768
Prozessor 1 GHz Apple A4 1 GHz Dual-Core Apple A5
Speicher 16GB / 32GB / 64GB 16GB / 32GB / 64GB
Front Kamera keine VGA
Hintere Kamera keine 720p
Funknetz EDGE plus
Triband HSPA
EDGE plus Quadband HSPA
oder CDMA / EV-DO Rev. A
WiFi 802.11a/b/g/n 802.11a/b/g/n
Bluetooth 2.1 + EDR 2.1 + EDR
Accelerometer 3-Achsen 3-Achsen
Gyroskop keins 3-Achsen
Dicke 13,4 mm 8,8 mm
Gewicht 680 g (WiFi),
730 g (WiFi + 3G)
601 g (WiFi),
613 g (WiFi + 3G)

Fazit: Das iPad 1 gehört noch nicht zum alten Eisen

Unsere Erfahrungen zeigen nach zwei Wochen paralleler Nutzung beider Tablets, dass das iPad 1 noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Das Tablet kann noch immer mit der aktuellen Firmware betrieben werden und die Vorteile des Dual-Core-Prozessors im iPad 2 sind bislang recht klein. Das wird sich ändern, wenn vermehrt Anwendungen auf den Markt kommen, die mehr Rechenleistung erfordern.

Die 100 Gramm geringeres Gewicht und das dünnere Gehäuse sind ebenfalls kaum ein Grund, auf das neue Modell umzusteigen und die Kameras im iPad 2 sind nur für die Videotelefonie zu gebrauchen. Wer sich jetzt für ein iPad entscheidet, hat mit dem neuen Modell mehr Zukunftssicherheit (aktueller Prozessor, längerer Zeitraum für Firmware-Updates). Besitzer eines iPad 1 werden aber auch an ihrem Gerät noch lange ihre Freude haben.

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