Tablet

iPad 1 und iPad 2: Lohnt sich der Umstieg auf die neue Generation?

Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Modelle des Apple iPad

Der Wechsel von der ersten iPhone-Generation auf das iPhone 3G war seinerzeit ein "Quantensprung". Das Multimedia-Smartphone war erstmals in der Lage, sich über UMTS mit dem Internet zu verbinden. Zudem wurde parallel der AppStore eingeführt, so dass sich der Funktionsumfang des Telefons erweitern ließ.

Datenblätter

iPad 1 und iPad 2 nebeneinander iPad 1 und iPad 2 nebeneinander
Foto: teltarif
Zu Ostern 2010 kam das erste iPad-Modell von Apple auf den Markt. Weniger als ein Jahr später brachte der amerikanische Hersteller die zweite Geräte-Generation auf den Markt. Mit größeren Änderungen rechnete kaum jemand für das iPad 2 als Nachfolger des ersten Tablets mit iOS-Betriebssystem. Gerüchte über ein verbessertes Display wurden schon vor der offiziellen Präsentation des iPad 2 durch Apple wieder dementiert. Mehr Speicherplatz bietet das neue Modell ebenfalls nicht. Dafür verfügt es über zwei Kameras und einen schnelleren Prozessor.

Das iPad 2 ist zudem etwas leichter und dünner als das erste Modell. Viele Apple-Fans warteten dennoch gespannt auf die Veröffentlichung des neuen Tablets. Doch lohnt sich auch für Besitzer des ersten iPad der Umstieg auf das neue Modell? Wie groß sind die Vorteile des iPad 2 gegenüber der ersten Geräte-Generation?

iPad 2 im Praxistext: Geringeres Gewicht wirkt sich kaum aus

Wir haben iPad 1 und iPad 2 seit knapp zwei Wochen parallel in Betrieb. Nachdem das erste iPad in den vergangenen zehn Monaten auch auf Reisen ein häufiger Begleiter war, nahmen wir nun das neue Modell mit ins Gepäck, um Erfahrungen zu sammeln sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen.

Rund 100 Gramm leichter als das erste Modell ist das iPad 2. Dieser Unterschied fällt allerdings im praktischen Gebrauch kaum auf. Für ein "Nebenbei-auf-der-Couch-Medium" ist das iPad nach wie vor recht schwer, wobei die mit einem ähnlich großen Display ausgestatteten Android-Mitbewerber auch nicht leichter sind.

Wirklich deutlich leichter wird sich ein Tablet wohl nur produzieren lassen, wenn man an der Display-Größe spart - und genau das will Apple nach Aussagen von CEO Steve Jobs nicht. Das ist für die Nutzung zuhause auch sinnvoll, da mit den aktuell 9,7 Zoll großen Bildschirmen beim Internet-Surfen durchaus Laptop-Feeling aufkommt. Mobil würde man sich eine kompaktere Bauform wünschen.

Vorteil für iPad 2: Dünner als das iPhone 4

Das geänderte Design ist deutlich zu erkennen Das geänderte Design ist deutlich zu erkennen
Foto: teltarif
Deutlich fällt dagegen auf, dass das iPad 2 wesentlich dünner als das bisherige Modell ist. Es ist dünner als das iPhone 4 und lässt sich inklusive Smart Cover ähnlich leicht wie ein Notizblock im Reisegepäck verstauen. Durch die abgerundeten Ecken auf der Rückseite wird es außerdem viel eher zu einem Handschmeichler als das iPad 1.

Die Inbetriebnahme erfolgt bei beiden Modellen über die iTunes-Software am PC oder Mac. Ohne diese erstmalige Aktivierung ist das Gerät nicht nutzbar. Das iPad 2 wird im Moment noch mit iOS 4.3 ausgeliefert. Ein Update auf die neue Betriebssystem-Version 4.3.1 kann aber sofort nach der Erstinbetriebnahme durchgeführt werden. Beide Tablet-Generationen arbeiten dann unter der gleichen Firmware-Version.

Nur wenige Änderungen im Hauptmenü

Im Menü gibt es dennoch leichte Unterschiede. So sind beim iPad 2 die Kamera-App, die Anwendung zur Nutzung der Facetime-Videotelefonie und Photobooth vorinstalliert. Diese Anwendungen fehlen beim ersten iPad-Modell, zumal dieses über keine Kameras verfügt. Hier musste Apple nachlegen, zumal die Mitbewerber mit Android-OS ebenfalls Kameras eingebaut haben.

Der Touchscreen beider iPad-Generationen ist 9,7 Zoll groß und bietet eine Auflösung von 1 024 mal 768 Pixel. Im direkten Vergleich waren die Displays von iPad 1 und iPad 2 nahezu identisch. Ein Touchscreen mit höherer Auflösung wäre für viele Interessenten sicher ein Anreiz gewesen, auf das iPad 2 umzusteigen, hätte das Tablet aber vermutlich verteuert.

Kameras enttäuschen mit schlechter Auflösung

Mit der Kamera des iPad 2 aufgenommenes Foto Mit der Kamera des iPad 2 aufgenommenes Foto
Foto: teltarif
Die technische Qualität der von Apple für das iPad 2 genutzten Kamera ist allerdings mangelhaft. Ist ein iPad ohnehin zu unhandlich, um es als Digicam-Ersatz mitzunehmen, so ist die Qualität der damit angefertigten Fotos und Videos sehr enttäuschend. Die im iPhone 4 verbaute Kamera ist deutlich besser.

Somit bleibt als einziger Anwendungsfall für die hintere Kamera eigentlich nur, Gesprächspartnern während eines Facetime-Videotelefonats ohne Drehen des iPads die eigene Umgebung zu zeigen. Facetime ist derzeit allerdings die einzige Videotelefonie-Anwendung, die auf dem iPad 2 genutzt werden kann.

Wie sich das iPad 2 im Alltag gegenüber dem iPad 1 behauptet, ob sich der Umstieg auf das überarbeitete Tablet-Modell lohnt, erfahren Sie auf Seite 2, wo zudem eine Vergleichs-Tabelle mit technischen Daten zu finden ist.

1 2