Kurzmeldung

iPhone: Neues Netzbetreiber-Update für o2 löst eSIM-Problem

Apple hat speziell für Mobilfunkkunden im Telefónica-Netz neue Netzbetreiber-Einstellungen veröffentlicht. Damit werden bisherige Probleme, die seit der Installation von iOS 12.1.4 auftraten, behoben.
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Apple hat für Mobil­funk­kunden im deut­schen Telefónica-Netz neue Netz­be­treiber-Einstel­lungen veröf­fent­licht. Diese tragen die Versi­ons­nummer 35.3 und lassen sich am iPhone über das Menü Einstel­lungen - Allge­mein - Info instal­leren. Die Instal­la­ti­ons­datei ist sehr klein, das Update ist inner­halb von wenigen Sekunden erle­digt.

Mit der neuen Konfi­gu­ra­ti­ons­datei behebt Apple den Fehler, dass sich einige Kunden mit der eSIM in der Apple Watch nicht mehr ins Mobil­funk­netz einbu­chen konnten. Zudem soll am iPhone der bislang immer wieder erschei­nende Hinweis auf neue Einstel­lungen verschwinden.

eSIM

iPhone & Apple Watch: iOS 12.1.4 kann o2-eSIM lahmlegen

iOS 12.1.4 schließt nicht nur Sicherheitslücken, sondern kann auch die eSIM von o2 im iPhone oder der Apple Watch lahmlegen. Es gibt aber eine Lösung für betroffene Kunden.
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o2-Probleme nach iOS-Updateo2-Probleme nach iOS-Update Vergan­gene Woche hat Apple iOS 12.1.4 veröf­fent­licht und damit unter anderem die Sicher­heits­lücke im Zusam­men­hang mit dem Face­Time Grup­pen­chat behoben. Aller­dings kann es für Kunden von o2, Blau oder Ay Yildiz beim Update auf die neue iOS-Version zu einem anderen Problem kommen. Parallel mit dem neuen Betriebs­system wurden auch aktua­li­sierte Netz­be­treiber-Einstel­lungen veröf­fent­licht. Instal­liert man diese erst nach der neuen Firm­ware, so verliert die Apple Watch den Kontakt zum Mobil­funk­netz. Laut Medi­en­be­richten kann neben der Smart­watch auch das iPhone betroffen sein, sofern das Smart­phone mit der eSIM anstelle einer klas­si­schen SIM-Karte betrieben werden.

Bei der Apple Watch gibt es keine Alter­na­tive zur eSIM, sofern die Handy-Uhr neben Blue­tooth und WLAN auch unab­hängig vom iPhone im Mobil­funk­netz genutzt werden soll. Einen Schacht für klas­si­sche Betrei­ber­karten gibt es nicht. Bei der aktu­ellen iPhone-Genera­tion gibt es erst­mals neben dem Slot für Nano-SIM-Karten auch eine eSIM. Setzt der Besitzer des Smart­phones beide Optionen ein, so hat er ein Dual-SIM-Smart­phone zur Verfü­gung.

o2 hat im Kunden­forum den Fehler zumin­dest für die Apple Watch beschrieben und für Kunden, die noch nicht die aktu­elle Soft­ware nutzen, die Empfeh­lung ausge­spro­chen, zuerst das Netz­be­treiber-Update und erst danach die iOS-Aktua­li­sie­rung einzu­spielen. In der Regel tauchen die Netz­be­treiber-Updates auto­ma­tisch auf dem Start­bild­schirm des iPhone auf und die Instal­la­tion muss nur noch durch Ankli­cken des Popup-Fens­ters bestä­tigt werden. Erfolgt die Anzeige nicht auto­ma­tisch, so hilft es, das Menü Einstel­lungen - Allge­mein - Info aufzu­rufen.

So kommen betrof­fene Nutzer wieder online

Wer die eSIM nutzt und derzeit keinen Netz­emp­fang hat, kann am iPhone gege­be­nen­falls auf eine klas­si­sche SIM-Karte umsteigen und die Apple Watch vorüber­ge­hend ohne Mobil­funk­emp­fang betreiben. Soll die eSIM weiter und unter­bre­chungs­frei genutzt werden, so empfiehlt o2 ein Update auf die öffent­liche Beta-Version von iOS 12.2, mit der die eSIM-Profile von o2 wieder funk­tio­nieren.

Soll später wieder eine stabile Betriebs­system-Version genutzt werden, so kann das Profil, mit dem die Beta-Updates frei­ge­schaltet werden, wieder gelöscht werden. Sobald Apple die finale Version von iOS 12.2 frei­gibt, wird diese instal­liert und danach geht es wieder mit den offi­zi­ellen Updates weiter. Sollten zwischen iOS 12.1.4 und iOS 12.2 weitere klei­nere Aktua­li­sie­rungen veröf­fent­licht werden, so bekommt der Nutzer diese dann aller­dings nicht.

Der zweite Lösungs­an­satz wäre eine Daten­si­che­rung, das vorüber­ge­hende Down­grade auf iOS 12.1.3, das anschlie­ßende Wieder­ein­spielen der Daten, das Durch­führen des Netz­be­treiber-Updates und danach die erneute Instal­la­tion von iOS 12.1.4. Dieser Work­around ist aller­dings sehr zeit­auf­wändig. Zudem werden bei der Daten­si­che­rung zumin­dest für nach­in­stal­lierte Apps teil­weise die Zugangs­daten und Einstel­lungen nicht gesi­chert, sodass anschlie­ßend noch von Hand nach­ge­ar­beitet werden muss.

In einer weiteren Meldung berichten wir darüber, dass sich iOS 13 bereits im Test befindet.

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