Unsicher

WLAN-Hotspots können iPhone lahmlegen

Eine Sicherheitslücke im iOS-Betriebssystem kann iPhone, iPad und iPod touch in eine Reboot-Schleife versetzen. Wir berichten darüber, wie sich Nutzer bestmöglich vor diesem Problem schützen können.
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Sicherheitslücke in der iPhone-FirmwareSicherheitslücke in der iPhone-Firmware Mit der Veröffentlichung von iOS 8.3 hat Apple die gröbsten Fehler des aktuellen Betriebssystems für iPhone, iPad und iPod touch behoben. Das zumindest dachten die meisten Nutzer. In der Tat stürzen die Firmware und auch einzelne Apps deutlich seltener ab als bei früheren Varianten von iOS 8. Das israelische Sicherheitsunternehmen Skycure hat indes eine bislang unbekannte Schwachstelle gefunden.

Wie die Sicherheitsexperten herausgefunden haben, gibt es einen Fehler in der SSL-Implementierung bei iOS 8. Das habe zur Folge, dass entsprechend präparierte WLAN-Router nicht nur einzelne Apps, sondern schlimmstenfalls sogar das gesamte Betriebssystem eines iPhone, iPad oder iPod touch zum Absturz bringen können. Das führt zu einem Neustart des Betriebssystems, schlimmstenfalls sogar zur einer Reboot-Schleife.

Für betroffene Nutzer soll sich das Problem vorerst so lösen lassen, dass sie sich aus dem Versorgungsbereich des betroffenen WLAN-Hotspots herausbewegen. Wird dieser nach dem Neustart des Handhelds nicht mehr empfangen, so soll sich das Smartphone, das Tablet oder der Multimedia-Player wieder ganz normal nutzen lassen.

WLAN nur bei Bedarf einschalten

Einen wirksamen Schutz würde auch die Deaktivierung der WLAN-Funktion bieten, so dass das iOS-Gerät mit dem Hotspot keinen Kontakt mehr aufnehmen kann. In diesem Fall würde der Internet-Zugang ausschließlich über das Mobilfunknetz erfolgen. Denkbar wäre es, WLAN immer dann einzuschalten, wenn der auf diesem Weg mögliche Internet-Zugang wirklich benötigt und genutzt wird.

Weitere Details zur offensichtlich fehlerhaften Programmierung im iOS-Betriebssystem hat Skycure noch nicht veröffentlicht. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben aber bereits mit Apple Kontakt aufgenommen und dem Hersteller vom Software-Fehler berichtet. Somit besteht Hoffnung, dass Apple das Problem mit einem der nächsten Firmware-Updates behebt.

Die nächsten Software-Aktualisierungen für iPhone, iPad und iPod touch kündigen sich unterdessen bereits an. So steht registrierten Entwicklern bereits die erste Beta-Version von iOS 8.4 zur Verfügung. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC, die ab 8. Juni in San Francisco stattfindet, wird mit der Vorstellung von iOS 9 gerechnet. Dieses Update wird Endkunden aber voraussichtlich erst im Herbst zur Verfügung stehen.

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