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iOS 11.2.2: Update gegen Spectre-Sicherheitslücke

Apple hat Sicherheits-Updates für iOS und macOS veröffentlicht. Keine Aktualisierungen sind für watchOS und tvOS verfügbar.
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Apple hat heute Abend ein Software-Update für iPhone, iPad und iPod touch veröffentlicht. iOS 11.2.2 kümmert sich um die Spectre-Sicherheitslücke und wird daher allen Nutzern eines Smartphones, Tablets oder Multimedia-Players, der mit iOS 11 kompatibel ist, zur Installation empfohlen, wie Apple im offiziellen Changelog mitteilt. Die Installationsdatei hat einen Umfang von rund 80 MB, sodass die Installation innerhalb weniger Minuten erledigt sein sollte.

Offizielle Aussage ist allerdings, dass die Lücke "abgemildert" wird. Ganz geschlossen wird der Exploit mit der neuen Firmware demnach noch nicht. Somit ist es denkbar, dass Apple schon in Kürze ein weiteres Software-Update für seine mobilen Endgeräte veröffentlicht. Ein Restrisiko dürfte allerdings bleiben, da sich die Lücke nur noch den Austausch der Prozessoren gänzlich schließen ließe.

Update auch für macOS

Apple veröffentlicht Bugfix-Update für iOS 11.2Apple veröffentlicht Bugfix-Update für iOS 11.2 Auch macOS wurde heute aktualisiert, um die Spectre-Sicherheitslücke abzumildern. Besitzer eines Computers von Apple können die Betriebssystem-Version 10.13.2 über den Mac AppStore installieren. Für den Mac hat Apple außerdem eine neue Version des Safari-Browsers veröffentlicht, die die Nummer 11.0.2 trägt.

Keine Updates gibt es dagegen bislang für watchOS und tvOS. Für die Apple Watch ist demnach weiterhin die Firmware-Version 4.2 aktuell, die aktuellste Software-Version für das Apple TV ist die 11.2.1. Ob Apple zumindest für seine TV-Set-Top-Box ebenfalls einen Patch plant, ist bislang nicht bekannt.

Ältere Betriebssysteme ohne Bugfix

Keine Aktualisierungen hat Apple zudem für ältere Versionen von iOS und macOS veröffentlicht. Besitzer eines Geräts, das sich nicht auf das jeweils aktuelle Betriebssystem aktualisieren lässt, müssen demnach weiterhin mit der Sicherheitslücke leben oder auf neue Hardware umsteigen, sofern der Hersteller nicht in Nachgang Sicherheits-Patches liefert.

Apple hatte bereits in der vergangenen Woche bestätigt, dass die Geräte des amerikanischen Herstellers von den Sicherheitslücken in Prozessoren betroffen sind, die kürzlich entdeckt wurden. Die Schwachstelle liegt in einem Verfahren, bei dem Prozessoren möglicherweise später benötigte Informationen schon im Voraus abrufen, um Verzögerungen zu vermeiden.

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