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iOS 10: So lassen sich iPhone und iPad "wiederbeleben"

Wir berichten über verschiedene Nutzererfahrungen beim Update von iPhone und iPad auf iOS 10. Zudem zeigen wir Lösungsansätze zur "Wiederbelebung" des Smartphones bzw. Tablets auf.
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Wie berichtet hat Apple am Dienstagabend die finale Version von iOS 10 veröffentlicht. Vor allem in den ersten Stunden nach Bereitstellung des neuen Betriebssystems für iPhone, iPad und iPod touch kam es dabei zu massiven Problemen. Zwar hielten die Apple-Server dieses Mal insofern durch, als die Downloads je nach Internet-Anbindung des Kunden recht schnell erledigt waren. Anschließend schlug die Installation des Firmware-Updates aber in vielen Fällen fehl.

Nach dem Laden von iOS 10 starteten die Smartphones, Tablets und Multimedia-Player zwar mit dem bekannten Apple-Logo und ein Fortschrittsbalken signalisierte, dass die neue Firmware geladen wird. Anschließend schlug der bei derartigen Updates zu beobachtende zweite Neustart jedoch fehl. Stattdessen befanden sich die iPhones, iPads und iPods im Wartungszustand. Sprich: Ohne Kabelverbindung mit einem Windows-PC oder Mac, auf dem die iTunes-Software von Apple installiert ist, kommt man nicht weiter.

iTunes bestätigt Bug

iOS 10 wurde auf der WWDC im Juni vorgestelltiOS 10 wurde auf der WWDC im Juni vorgestellt iTunes zeigte nach dem Anschluss eines betroffenen Handhelds die Meldung an, es bestehe ein Problem, das eine Aktualisierung oder Wiederherstellung erforderlich mache. Hier sollten betroffene Nutzer in jedem Fall zuerst die Aktualisierung versuchen. In diesem Fall bleiben nämlich - anders als bei der Wiederherstellung - alle Apps, Daten und Einstellungen erhalten.

In unserem Fall hatte iTunes nun die iOS-Version 9.3.5 geladen und damit das betroffene iPhone SE aktualisiert. Im Nachgang konnte dann ein erneutes Update auf iOS 10 durchgeführt werden, das dann auch reibungslos durchlief. Andere betroffene Nutzer berichten, dass bei der Aktualisierung automatisch sofort iOS 10 ausgewählt und installiert wurde. Auch in diesen Fällen blieb die Konfiguration auf dem iPhone, iPad oder iPod touch erhalten.

Wieder andere Anwender mussten allerdings den Weg über die Wiederherstellung gehen. In diesem Fall bleiben die Einstellungen nicht erhalten und es muss - sofern vorhanden - ein Backup aus der iTunes-Software bzw. aus der iCloud zurückgesichert werden. Bei der Wiederherstellung eines mit Passwort geschützten iTunes-Backups werden auch Benutzerdaten beispielsweise für WLAN-Zugänge oder E-Mail-Konten zurückgesichert. Kunden ohne Datensicherung bleibt allerdings nur die Möglichkeit, das betroffene Gerät neu einzurichten.

Nicht alle Geräte ließen sich "retten"

Aktualisierung oder Wiederherstellung zur AuswahlAktualisierung oder Wiederherstellung zur Auswahl In einigen Fällen kam es beim Versuch der Aktualisierung auch zu Fehlermeldungen. Manche Kunden konnten diese bestätigen und dennoch die Konfiguration auf ihrem Smartphone, Tablet oder Multimedia-Player sichern. Bei anderen Anwendern hat das wiederum nicht geklappt. In seltenen Fällen konnten die Geräte auch gar nicht wiederhergestellt werden, so dass der Apple-Support in Anspruch genommen werden muss.

Unverständlich ist der Update-Bug in jedem Fall, zumal es nicht das erste Mal ist, dass Apple mit derartigen Problemen kämpft. So mussten einige Exemplare des iPad Pro 9.7 nach der Aktualisierung auf iOS 9.3.2 ausgetauscht werden, da sie sich nicht "wiederbeleben" ließen. Nach dem Update auf iOS 8.0.1 stiegen ausgerechnet die seinerzeit neuen Geräte, das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus, aus, so dass die Kunden manuell ein Downgrade auf iOS 8.0 durchführen mussten.

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