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Trotz Update: iOS 10 bleibt ein Sicherheitsrisiko

iOS 10.0.2 behebt erste Fehler am neuen Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod touch. Die Firmware weist allerdings nach wie vor Sicherheitsprobleme auf.
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iOS 10 ist nicht ganz so sicher wie die früheren Betriebssysteme für iPhone, iPad und iPod touch. Darauf weist das russische Unternehmen Elcomsoft in seinem Blog hin. Konkret geht es dabei um ein neues Passwort-Verifikationsverfahren, das bei den verschlüsselten Backups, die über die iTunes-Software am Windows-PC oder am Mac vorgenommen werden können, zur Anwendung kommt.

Früher übliche Sicherheitskontrollen werden dem Bericht zufolge übersprungen, wenn auf dem Smartphone, dem Tablet oder dem Multimedia-Player iOS 10 installiert ist. Dadurch sei es möglich, innerhalb kürzester Zeit mehr Passwort-Kombinationen auszuprobieren, um die richtige Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen herauszufinden. Einem Bericht des Onlinemagazins Forbes zufolge arbeitet Apple bereits an einer Lösung für das Problem.

Bugfix-Update iOS 10.0.2 verfügbar

Sicherheitslücke in aktueller iPhone-SoftwareSicherheitslücke in aktueller iPhone-Software Unterdessen hat Apple das erste Update für das neue mobile Betriebssystem veröffentlicht. iOS 10.0.2 ist seit Ende vergangener Woche verfügbar und behebt Probleme mit der Nutzung von Kopfhörern am Lightning-Anschluss des iPhone, iPad oder iPod touch. Wer die Musik-Wiedergabe über einen längeren Zeitraum angehalten hatte, konnte diese unter Umständen bislang nicht mehr starten. Dieses Problem tritt unter iOS 10.0.2 nicht mehr auf.

Darüber hinaus bietet das Update, das je nach Gerät einen Umfang zwischen etwa 55 und 80 MB hat, Fehlerbereinigungen für die zum Betriebssystem gehörende Foto-App. Diese konnte unter iOS 10.0.1 abstürzen, nachdem die iCloud-Mediathek aktiviert wurde. Dieser Fehler wurde mit der neuen Firmware ebenfalls behoben. Neben iOS 10.0.2 steht nun auch iOS 10.1 als öffentliche Beta-Version zur Verfügung. Zuvor wurde dieses größere Update bereits für registrierte Entwickler freigegeben.

Nutzer kritisieren neue Unlock-Methode

Einem Bericht von The Verge zufolge kritisieren zahlreiche Nutzer den Wegfall von "slide to unlock" unter iOS 10. Wenn ein Kunde nämlich sein iPhone oder iPad per Zahlenkombination anstelle des Fingerabdrucksensors entsperrt, muss nun zunächst der Homebutton gedrückt und einen Moment gewartet werden, bevor sich die Eingabemaske für den Code öffnet. Bei Verwendung der Touch-ID genügt es, den Home-Button zu drücken, um das Smartphone zu entsperren.

"Slide to unlock" wurde unter iOS 10 dem zweiten Sperrbildschirm geopfert. Hier werden nun Widgets dargestellt, die unter iOS 9 nur in der Mitteilungszentrale des iPhone, iPad bzw. iPod touch zu sehen waren.

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