Echo

Gemischtes Echo auf vorläufiges Ende für Internetsperren

Kritik von der Opposition, Beifall von Wirtschaftsverband
Von dpa / Steffen Herget
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Die schwarz-gelben Beschlüsse zum vorläufigen Ende für Internetsperren im Kampf gegen Kinderpornografie haben ein gemischtes Echo ausgelöst. Die Piratenpartei bemängelte, nun stärker auf die Löschung von Kinderporno-Seiten zu setzen, bedeute noch keine wirkliche Kurskorrektur hin zu mehr Freiheit im Internet. Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin kritisierte heute in Berlin, es sei nur erneut beschlossen worden, was eh schon im Gesetz stehe.

Auch Unicef und andere Kinderschutzorganisationen kritisierten die Internet-Pläne von Union und FDP. Die Regelung von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) zur Sperrung von Seiten mit Kinderpornos ist noch nicht in Kraft.

Nur Sperren, wenn Löschen unmöglich ist

Sperren sei dann notwendig, wenn Ermittler die Seiten nicht löschen können, weil sie von ausländischen Servern betrieben werden, teilten die Kinderschützer mit. Daher forderten sie die neue Bundesregierung auf, beide Maßnahmen - Sperren und Löschen - im Kampf gegen Kinderpornografie im Netz anzuwenden.

Der Internetwirtschaftsverband Eco begrüßte die erzielten Kompromisse hingegen. Auch Franziska Heine, die Initiatorin einer Massen-Online-Petition gegen die Internetsperren, sprach im Kölner Stadt-Anzeiger von einem "tollen" Ergebnis. Die Koalitions-Arbeitsgruppe von Union und FDP hatte sich am gestrigen Abend darauf verständigt, dass das Bundeskriminalamt (BKA) zunächst versuchen soll, die auffälligen Seiten zu löschen statt zu sperren. Nach einem Jahr werde die Situation neu bewertet.

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