Internetradio

Fritz! WLAN-Repeater im Test: Internet-Radio auf UKW übertragen

Das Lieblingsprogramm aus dem Netz im herkömmlichen Radio

Wir wählten zunächst den Livestream des Berliner Privatsenders Motor FM aus und schalteten in einem herkömmlichen Radio die von uns ausgewählte Frequenz ein. In unserem Test konnten wir das UKW-Signal lückenlos in einer 90 m²-Wohnung an jedem Platz störungsfrei in Stereo hören, im Freien reichte es noch rund 20 Meter weiter bis zum Nachbarhaus. Mehr ist nicht möglich, denn die Bundesnetzagentur erlaubt bei solchen UKW-Kleinsendern nur eine maximale Sendeleistung von 50 nW. Eine Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnung lässt sich also problemlos versorgen, bei einem mehrstöckigen Wohnhaus könnte es jedoch je nach Standort des Repeaters schon problematisch werden.

Der Stream unseres Testprogramms Motor FM ist sehr leise moduliert. Bedauerlicherweise lassen sich die Eingangslautstärke am Repeater und die Ausgangslautstärke des UKW-Senders nicht regeln, daher mussten wir den Lautstärkeregler des UKW-Radios bis zum Anschlag aufdrehen und ein Netzbrummen sorgte für eine kleine Beeinträchtigung des Hörgenusses. Als zweites wählten wir die Station "Energy Rock", einen Sender des NRJ-Networks, aus. Dieser war lauter moduliert und somit auch ohne Beeinträchtigungen hörbar.

Viele Radiostationen sorgen für eine Zwangstrennung bei Streams nach einer halben oder einer Stunde Hördauer, ferner trennen die meisten Internetprovider nach 24 Stunden kurz die Internetverbindung. Leider nimmt der UKW-Sender - im Vergleich zu vielen WLAN-Internetradios - das Streaming des zuletzt eingestellten Programms nicht wieder automatisch auf. Der User muss also den Stream jeweils wieder im Portal fritz.repeater am PC oder am Touchfeld des Repeaters einschalten, denn der UKW-Sender funkt nach einer Trennung der Internetverbindung, beziehungsweise des Streams nur noch einen Piepston aus.

Fazit: Repeater kann WLAN-Internetradio nicht ersetzen

Der Fritz-Repeater N/G ist zu einem Preis ab etwa 80 Euro in Online-Shops und im Fachhandel zu erwerben. Fazit unseres Tests: Die Möglichkeit Internetradio-Programme auf herkömmliche UKW-Radios zu übertragen stellt einen attraktiven Zusatznutzen dar. Wer in seinem Haus oder Wohnung jedoch sein WLAN-Signal nicht unbedingt verstärken muss, sollte sich eher eines der inzwischen zahlreichen portablen WLAN-Internetradios anschaffen. Denn diese Geräte sind auch nicht teurer, sorgen für die Übertragung fast aller Internetradio-Stationen und sind insgesamt benutzerfreundlicher. Trotzdem wäre es erfreulich wenn AVM auf die hier angesprochenen Verbessungsvorschläge reagieren und diese bei künftigen Firmware-Updates mit einfließen lassen könnte.

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