Webradio mobil

Moodio.fm bringt Internetradio auf fast jedes Smartphone

Neuer Dienst funktioniert selbst über GPRS-Netze störungsfrei

Über die für die PC-Nutzung bestimmte Homepage von Moodio.fm lassen sich - passwortgeschützt - die eigenen Lieblingssender in einer Favoritenliste zusammenstellen. Diese Favoriten stehen dann am Handy unter der Adresse m.moodio.fm [Link entfernt] zur Verfügung. Über die mobile Homepage lassen sich - ebenfalls passwortgeschützt - bei Bedarf die Bitraten anpassen, aber keine Sender hinzufügen oder löschen. Wer neue Programme seinen Favoriten hinzufügen oder andere Stationen wieder löschen möchte, muss dies über die "große" Moodio-Homepage erledigen.

Wir haben den Dienst mit einem Nokia E90 Communicator, einem Blackberry Curve 8900 und einem Apple iPhone 3G getestet. Dabei kamen alle vier deutschen Mobilfunknetze zum Einsatz. Wie sich im Test gezeigt hat, kann Moodio.fm mit allen genannten Handys genutzt werden. Es muss keine Zusatz-Software installiert werden.

Einige Handys müssen für Streaming konfiguriert werden

Die Stream-Bandbreite lässt sich einstellen
Foto: teltarif
Beim Nokia E90 Communicator muss im zum Betriebssystem zählenden Real Player vor der ersten Nutzung ein Internet-Zugangspunkt für das Streaming definiert werden. Bei den beiden anderen Smartphones waren für die Nutzung von Moodio.fm keine besonderen Einstellungen vorzunehmen. Es startet jeweils nach der Auswahl des gewünschten Programms der zum Betriebssystem gehörende Multimedia-Player, der anschließend den jeweiligen Sender wiedergibt.

Die drei Handys spielen die Webradio-Programme sowohl über das Mobilfunknetz, als auch über WLAN-Hotspots ab. Der Blackberry fragt bei der ersten Moodio.fm-Nutzung über das Handynetz, ob der Internet-Zugang für das Streaming über WAP abgewickelt werden soll. Sofern man dies bestätigt, ist der gewünschte Sender wenige Sekunden später zu hören.

Moodio.fm im Test: Webradio auf der Autobahn

Wir haben Moodio.fm am vergangenen Wochenende einem ausführlichen Test unterzogen und dabei Webradio auf der Fahrt von Friedrichshafen nach Lindau und dann weiter über die Autobahn bis Ulm gehört. Dabei gab es lediglich zwei kurze Aussetzer. Im ersten Fall baute sich der Stream nach wenigen Sekunden selbst wieder auf, beim zweiten Aussetzer genügte ein Klick auf den Touchscreen des gerade verwendeten iPhone 3G, um die Verbindung mit dem Radioprogramm wieder herzustellen. Für 24 kBit/s reicht auch ein GPRS-Netz aus
Foto: teltarif

Moodio.fm funktionierte im Test sehr gut. iPhone-Besitzer haben gegenüber den zahlreichen im AppStore erhältlichen Radio-Tools zudem den Vorteil, dass sich Moodio.fm auch im Hintergrundbetrieb nutzen lässt. Wünschenswert wäre dennoch eine native Applikation für die verschiedenen Smartphone-Plattformen. Hier könnte der Anbieter dafür sorgen, dass sich der Stream nach kurzem Netzverlust in jedem Fall automatisch wieder aufbaut.

Ansonsten gilt es für Interessenten zu beachten, dass trotz der starken Komprimierung der Streams natürlich je nach Nutzungsverhalten ein erheblicher Datenverkehr anfällt. Eine Stunde Radio mit 24 kBit/s verursacht etwa 10,4 MB Datenfluss. Zudem wird der Handy-Akku beim Radiohören sehr schnell leer, so dass sich die Mitnahme eines Zweit-Akkus oder - im Auto - eines Ladekabels empfiehlt.

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