Internetradio

Last.fm wird auf mobilen Endgeräten kostenpflichtig

Drei Euro monatlich für Online-Musikdienst
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Diese Nachricht dürfte Fans von Last.fm, die den Dienst unterwegs auf ihrem Mobiltelefon nutzen, nicht begeistern: Der Online-Radioservice will sein Gratis-Angebot weiter einschränken. Schon ab Dienstag in der kommenden Woche (15. Februar) können die personalisierten Radiostationen nur noch am PC, und hier auch nur noch im Web-Browser gratis abgerufen werden. Die Neuregelung gelte für die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Deutschland, wie das Unternehmen in seinem offiziellen Blog mitteilt [Link entfernt] .

Kleiner Trost: Streams bleiben werbefrei

Last.fm wird auf dem Smartphone kostenpflichtig.Last.fm wird auf dem Smartphone kostenpflichtig. Die Streams sind zwar über mobile Endgeräte wie dem iPhone weiter nutzbar, hierfür will Last.fm jedoch künftig drei Euro kassieren, um sich weiter finanzieren zu können. Nur ein kleiner Trost: Die Streams sollen komplett werbefrei bleiben. Einzige Ausnahme bildet die Unterstützung von Last.fm durch Xbox und das Windows Phone 7. Hier bleibt die Nutzung kostenfrei, aber nur für Kunden in den USA und Großbritannien.

In Deutschland können Besitzer diverser Smartphones oder Mediaplayer mit Last.fm-Unterstützung zwar weiter kostenlos ihre Musiksammlung vergrößern ("scrobbeln"), sobald man den Stream abspielen will, kommt jedoch ein Hinweis zur Einrichtung eines kostenpflichtigen VIP-Zugangs.

Streams fast weltweit schon kostenpflichtig

Schon im vergangenen Jahr hatte die Online-Radio-Plattform angekündigt die Musik-Streams für einen großen Teil ihrer Nutzer kostenpflichtig zu machen. Nur in Deutschland, Großbritannien und den USA sollte das Angebot kostenlos bleiben. Nutzer in anderen Ländern sollten den Dienst nur noch als Pay-Radio für drei Euro monatliche Abonnement-Gebühr nutzen können. Zunächst nahm der Anbieter nach harscher Kritik vieler Kunden die Pay-Radio-Pläne zurück, um sie später doch durchzusetzen.

Außerdem stellte Last.fm den On-demand-Streaming-Service ein. Seither ist es für die Nutzer nicht mehr möglich, gezielt bestimmte Musiktitel in voller Länge anzuhören. Zur Begründung erklärte Last.fm, man wolle sich auf sein Kerngeschäft als Musikempfehlungs-Dienst beschränken. Auch Musikvideos bietet Last.fm seit dem nicht mehr selbst an. Stattdessen werden Videos von Angeboten wie YouTube auf der eigenen Plattform mit eingebunden. Schon seit Monaten machen Gerüchte die Runde dass das angepeilte Finanzierungskonzept bei Last.fm offenbar nicht aufgegangen ist. Nicht ausgeschlossen werden kann daher, dass auch die Internet-Streams am PC künftig nicht mehr kostenlos angeboten werden können.

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